HC ELBFLORENZ
DRESDEN

FÜCHSE
BERLIN

05. August 2017 14:00 Uhr

Ballsport Arena Dresden

28. Spieltag: HC Elbflorenz vs. TV Gelnhausen 33:19 (13:11)

(c) HC Elbflorenz #medienwart

HC Elbflorenz schaltet in der 2. Halbzeit zwei Gänge höher – Sieg gegen Gelnhausen

Hochsprungrekordhalter Javier Sotomayor (2,45m) oder auch Weitsprungbester Mike Powell (8,95m), alle beide taten es mit Anlauf. Ebenso ging es dem HC Elbflorenz im Spiel gegen Gelnhausen, denn die Dresdner brauchten 20 bis 25 Minuten Anlauf, um ergebnistechnisch sehr viel „höher und weiter zu springen“ als der Gast aus Hessen. Damit sollte dann auch der sogenannte „Gelnhausen-Fluch“ mit 33 treffenden Argumenten ausgetrieben sein.

Vor rund 600 Zuschauern starteten die Dresdner mit einem verworfenen Siebenmeter bzw. dem von TVG-Keeper Lahme gehaltenen Wurf von René Boese in die Partie. Vor allem in der 1. Halbzeit sollten dem Torhüter der Hessen einige gute Paraden gelingen. Im 2. Spielabschnitt sah er dann aber keinen Stich mehr. Das erste Tor der Partie erzielten die Gäste durch Panagiotis Erifopoulos vom Kreis. Der Kreisspieler setzte in der 1. Halbzeit viele wichtige Akzente für die Gäste und war für die Dresdner zunächst nur schwer zu kontrollieren. Ihn ereilte aber das gleiche Schicksal wie TVG-Torhüter Lahme, denn in der 2. Halbzeit kam er nicht mehr zur Geltung. So entwickelte sich zunächst eine ziemlich zähe Partie, in der sich die Dresdner im Angriff schwer taten und die Hessen die Geschenke des Gastgebers zunächst nicht annahmen. Als TVG Kreisspieler Panagiotis Erifopoulos in der 13. Minute das 3:3 für die Gäste erzielte, waren die Sachsen für die nächsten 90 Sekunden komplett von der Rolle. Zwei leichte Fehler innerhalb kürzester Zeit nutzte Gelnhausen, um per Konter auf 3:5 zu erhöhen. Den dritten Ballverlust konnte die Mannschaft von Trainer Andreas Kalman nicht per Konter im Tor unterbringen, denn Henrik Ruud Tovas hielt. Obwohl den Gästen durch den an diesem Tag eher blassen Fabian Eurich das 3:6 gelang, konnten sich die Dresdner ab der 20. Minute so langsam wieder fangen. Beim Stand von 5:8 gelangen dem HCE 3 Treffer in Folge (8:8). Der HC Elbflorenz hatte in dieser Phase auf den 7. Feldspieler umgestellt und war damit erfolgreich. Bis zum 10:10 in der 26. Minute blieb die Partie ausgeglichen, dann erzielten die Dresdner Treffer durch Adrian Kammlodt und Tim-Philip Jurgeleit. Der HCE-Linksaußen war an diesem Tag mit 10 Treffern erneut der beste Dresdner Torschütze. Die zwei Tore Vorsprung konnten die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff halten (13:11) und damit einen ersten Teilerfolg nach der schwierigen 1. Halbzeit erzielen.

Der Gast aus Hessen startete mit einem Fehlabspiel in die 2. Halbzeit, konnte dann aber kurze Zeit später per Konter den 13:12 Anschlusstreffer erzielen. Bis zur 39. Minute gelangen den Gästen noch zwei weitere Treffer (18:14). Da die Dresdner jetzt aber zunehmend stärker wurden, sollten diese 14 Treffer erst knappe 10 Minuten später durch einen 15. ergänzt werden. Die Dresdner trafen in der gleichen Zeit achtmal. Die Hessen wurden nun regelrecht überrannt. Jeden der zahlreichen Ballgewinne setzten die Sachsen schnell in Tore um. Die HCE-Abwehr ließ außerdem einfach nichts mehr zu. Die Zuschauer bekamen in der 2. Halbzeit so einiges von den Dresdnern geboten. Ob es Timo Meinl im Tor war, der seinen 2. und 3. Strafwurf hielt oder ein bärenstarker Henning Quade, der entweder zurückspringende Bälle reaktionsschnell in Tore ummünzte oder von Tjark Desler sehenswert in Szene gesetzt wurde. Auch Tim-Philip Jurgeleit packte von Außen wieder mehrfach in die Trickkiste. In den letzten 10 Minuten durften die Gäste wieder etwas mitspielen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt schon längst entschieden. Es waren etwas mehr als 45 Minuten gespielt, da führten die Dresdner durch eine Boese-Konter schon mit 10 Toren (24:14). Auch in den letzten Minuten bauten die Dresdner den Vorsprung Tor um Tor aus und gewannen so verdient mit 33:19.

Fazit: Die Zuschauer sahen zwei verschiedene Halbzeiten. Im gleichen Maßen, wie sich die Dresdner in der 1. Halbzeit teilweise schwer taten, dominierten sie den 2. Spielabschnitt. Der Gast aus Hessen machte in der 1. Halbzeit zu wenig aus dem, was die Dresdner ihm anboten. Auch darum kämpft der TVG wohl gegen den Abstieg. Die Dresdner Abwehr trat vor allem in der 2. Halbzeit sehr dominant auf und ermöglichte den Hausherren viele leichte Tore. Des Weiteren konnten mit Eryk Kaluzinski und Fabian Eurich beim TVG gleich zwei Leistungsträger absolut nicht überzeugen bzw. wurde von der HCE-Abwehr „kalt gestellt“. Bei den Sachsen trafen zudem alle Feldspieler. Verbesserungswürdig war allerdings erneut das Überzahlspiel. So gewannen die Dresdner vor erneut toller Kulisse klar 33:19 und waren damit das sechzehnte Mal in Folge erfolgreich. Das siebzehnte Mal könnte nun historisch werden.

Tovas/Meinl (beide Tor), Hruscak 4, Jurgeleit 10/4, Boese 1, Buschmann 2, Desler 1, De Santis 2, Kretschmer 1, Hoffmann 2, Greß 2, Kammlodt 2, Quade 6

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