P U N K T L A N D U N G !

Ausflug in die Geschichte: Wir schreiben den 11.03.2006 und sind in Aue. Die A-Jugend der NSG Dresden 2000+ steht vor Ihrem letzten Spiel gegen die gastgebende NSG EHV/Nickelhütte Aue. Im Kader der Dresdner stehen mit Maik Engelmann, Tom Altenberger, Eric Seifert, Philipp Grießbach und Mathias Hubald 5 Leute, die später beim HC Elbflorenz Furore machen werden. Die Situation ist klar: Wenn Dresden mindestens Unentschieden spielt, sind sie Sachsenmeister. Endstand - 25:24 Aue wird Sachsenmeister. Soviel zur Geschichte!

 

04.03.2012; Glauchau. Duplizität der Ereignisse: Wieder steht ein Finale um die Sachsenmeisterschaft in der A-Jugend an, wieder ist eine NSG aus Dresden involviert, wieder würde den Jungs ein Unentschieden für den großen Triumpf reichen...

 

Im Vorfeld wurde seitens des Vorstandes des HC Elbflorenz viel für den möglichen Erfolg getan: Bus geordert, entsprechend auch Werbung für das "Finale" gemacht und... ...Es hat gefruchtet! Der Andrang an Mitreisenden ist so groß, dass einige Leute kurzfristig wegen mangelnden Plätzen mit dem Auto fahren müssen( darunter auch einer der Trainer!). Auf Seiten der Spieler stellt sich die Frage: Wie angeknackst ist die Psyche nach "Hoywoy"? Viele Gespräche wurden nach dem letzten Spiel geführt, viele Sachen nochmal im Training in Erinnerung gebracht.

Das Spiel startete zwar mit einer Führung der Dresdner, diese sollte aber die letzte für eine lange Zeit sein. Die Partie bewegte sich nicht auf einem allzu hohen Niveau; zu sehr war beiden Mannschaften anzumerken, was vom Spielausgang abhing. Die Gastgeber mit ihrem wurfgewaltigem Rückraum zogen allmählich davon, auch bedingt von einigen, von Dresdner Seite schwer nachvollziehbaren, Schiedsrichterentscheidungen. Die Dresdner konnten dagegen mit Ihrem größten Faustpfand wuchern, dem ausgeglichenen Kader. Durch eine Minimierung der eigenen individuellen Abwehrfehler und den häufigeren Auswechslungen gelang es den Gästen, sich wieder bis auf ein Tor heranzutasten. Die Glauchauer stellten daraufhin die Abwehr um; der Dresdner Mittelmann Tom Hartmann, erhielt nun eine Sonderbewachung. Dies und einige für die Gäste unglückliche Rückraumtreffer der Gastgeber führten zu einem 12:9 Rückstand bei Halbzeitpfiff.

Dennoch fiel das Resümee der Dresdner Trainer in der Pause eher positiv aus; der Gegner sollte weiterhin aus der Nahwurfzone herausgehalten und zu schlechten Fernabschlüssen "überredet" werden. Dies gelang auch mit einigen Anlaufschwierigkeiten und auch die weiterhin andauernde persönliche Betreuung des Dresdner Spielgestalters schuf größere Räume für den Gästeangriff. Bei 15:14 und der Auszeit der Gastgeber schien man wieder auf Schlagdistanz. Durch einige individuelle Nachlässigkeiten in der Abwehr enteilten die Glauchauer wieder auf 4 Treffer. Zeit für einen weiteren Charaktertest bei den Landeshauptstädtern. Aufbauend auf einen nun phänomenal haltenden Tim Herlitzius und einer im weiteren Verlauf vorgenommenen doppelten Manndeckung gegen die beiden Hauptschützen der Gastgeber pirschte man sich wieder ergebnistechnisch heran und konnte beim 22:22 erstmals wieder ausgleichen. Auch der zwischenzeitliche Verlust des Kapitäns Florian Köhler vermochte dies nicht zu ändern. Mit dem weiterhin frenetisch anfeuernden Fanblock an seiner Seite, darunter auch der Präsident und der sportliche Leiter der 1. Mannschaft des HC Elbflorenz, gelang es dem Team aus der Landeshauptstadt in Führung zu gehen. Nach dem folgenden abgewehrten Angriff der Gastgeber nahm das Trainergespann mit einer Restzeit von 62 Sekunden die Auszeit.

Nun der Beweis, wie lange 62 Sekunden dauern können: Es kommt nicht die erwartete offene Manndeckung der Gastgeber, welche selbst noch zwei Treffer für den Titel brauchen. Tatsächlich kommen die Gäste auch in eine mögliche Wurfposition, die allerdings vom Torhüter vereitelt wird. Ballbesitz Glauchau. Den Gastgebern gelingt erst im Postionsangriff der erfolgreiche Abschluss( mit Pfosten, Pfosten, Tor). Die Dresdner wieder im Ballbesitz; spielen durch und die Zeit gegen die nicht überaggresive Manndeckung der Gastgeber. 8 Sekunden vor Ende wagt ein Dresdner den Durchbruch, verlädt den Torhüter und trifft... ...den Außenpfosten. Während der Rest der Glauchauer Mannschaft zum womöglich entscheidenden Gegenstoss abgeht; der einzig verbliebene Ballempfänger wird sofort von Valentin Rudloff unter Druck gesetzt, so daß diesem nur ein Pass ins Halbfeld bleibt. Der Spieler dort wird sofort von Christian Israel und Bastian Eckart wiederum unter Druck gesetzt, so dass ihm nur der Verzweiflungswurf unter Bedrägnis bleibt, welcher deutlich das Tor verfehlt. Der Rest, darunter auch die Schlußsirene, geht im kollektiven Dresdner Jubel unter.

Aufgrund des Ergebnisses stellt sich nun die Tabelle dar, dass die NSG Union Dresden und die NSG Glauchau/Meerane in der Abschlußtabelle zwar punktgleich sind; aufgrund des direkten Vergleichs haben die Dresdner die Nase vorn und sind somit S A C H S E N M E I S T E R!

Der ersten Titel für den HC Elbflorenz 2006 und den Radeberger SV auf Verbandsebene holten:

Ralf Hartmann, Tim Herlitzius(beide Tor); Valentin Rudloff, Dennis Rühle, Florian Köhler, Christoph Wolff, Bastian Eckart, Maxim Lamm. Sebastian Hinze, Christian Israel, David Centner, Tom Hartmann, Dominic Zerbst, Manuel Lasch, Niclas Heilmann( alle Spieler); Michael Hartmann, Vladan Kovanovic, Holger Winselmann, Patrick Mäusebach, Roman Judisch( alle Betreuerstab)

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