Wenn Handballspiele nur 10 Minuten dauern würden...

...hätte die A-Jugend der NSG Union Dresden mit einem 2-Punkte-Polster in das am nächsten Sonntag anstehende Finale fahren können. Offensichtlich waren viele auch schon mit den Gedanken bei diesem Highlight, denn nach der 5:1 Führung herrschte absoluter Stillstand in den Köpfen und Beinen der Spieler. Wobei die Abwehr noch einigermaßen akzeptabel war; 20 Tore sprechen auch dem Gegner kein Ruhmeszeugnis aus. Wenn dieser allerdings dabei mit den haargleichen Spieleröffnungen glänzt( interessanterweise auch mit der gleichen Bezeichnung!) und die eigenen Abwehrspieler nicht entsprechend reagieren, ist das ein Beleg dafür, dass in den Köpfen vieler etwas nicht stimmt.

Geradezu tragisch sah es im Angriff aus; dem Gegner reichte an diesem Tage eine durchschnittliche Abwehrleistung, um dem Tabellenführer seine Grenzen aufzuzeigen. In die eigentlich in ausreichender Zahl vorhandenen Lücken wurden konsequent nicht gegangen; von eigenen Auslösehandlungen ganz zu schweigen. Schaffte man es ( unerklärlicherweise) doch, sich in eine aussichtsreiche Wurfposition zu bringen, scheiterte man am "Gästetorwart". Das dieser seit Beginn der Spielzeit( fast) ausschließlich bei den Dresdnern ausbildungsbedingt trainiert, kann kein Grund für diese Chancenverwertung sein. Sicherlich kennt dieser durch das gemeinsame Training die Wurfbilder aller Spieler; das diese aber im Gegenzug nicht das Verhaltensmuster des Torhüters kennen, trieb den Trainern die Zornesröte ins Gesicht( zumal schon seit geraumer Zeit darüber gesprochen wurde).

Wofür diese Niederlage vielleicht gut war, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. Zumindest stehen nach dem Ende der Ferien den Trainern wieder alle Spieler im Training zur Verfügung. 

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