Erfolg im „Lande“, wo Uhren manchmal anders laufen

Genau 83 Jahre nach der Veröffentlichung von Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ schickten sich zwei Handballmannschaften( mit einigen zusätzlich handelnden Personen!) an, ein Gegenstück zu initiieren. Offiziell empfing im schönen und verschneiten Zwickau die NSG Westsachsen die NSG Union aus Dresden.

Die Gäste hielten sich dabei nicht mit einer langen Einleitung auf und gingen 4:1 in Führung. Augenmerklich wollten die Hausherren dagegen ihr Spiel weitaus langatmiger und ausufernder vortragen; welches den Spielleitern offensichtlich mehr zusagte und dieses wieder verlängerten. Leider ließen sich die Dresdner dadurch zu sehr von ihrem eigenen Erzählstrang abbringen. Zweimal wurde ein erarbeiteter 3-Tore Vorsprung abgegeben. In der Folge entwickelte sich ein Schauspiel, was immer mehr zur Komödie abzudriften drohte (nach dem Motto: Für einen Freiwurf wegen Foul braucht es nicht immer Körperkontakt und Sternschritt ist nicht nur was für Basketballer). Den Glanzpunkt diesbezüglich setzte der Nachwuchsleiter der NSG Westsachsen, der als Zeitnehmer fungierte. Der Dresdner Kapitän Florian Köhler betrat bei Spielzeit 26:43 min die Spielfläche, nachdem er bei Spielzeit 24:41 min eine (ursprüngliche) 2-Min Strafzeit angetreten hatte. Der Zeitnehmer hielt die Zeit sofort an, unterbrach das Spiel 2 Sekunden später( nach erfolgreichem Torwurf seiner Mannschaft) und wies die Schiedsrichter darauf hin, dass Florian die Spielfläche zu zeitig(?!?) betreten hätte. Dass die Seinigen im Gegensatz dazu dies tatsächlich taten, hätte ihm auffallen können, wenn sein Blick nicht permanent auf die Gästebank gerichtet gewesen wäre. So gesehen war die 15:14 Halbzeitführung der Hausherren fast schon die logische Konsequenz.

In der Halbzeit schwor man sich bei den Gästen darauf ein, die Erfahrungen des ersten Durchgangs in positive Energie umzusetzen und das Angriffsspiel mit der nötigen Cleverness anzugehen. Durch die Beherzigung dessen gelang es auch schnell, eine weitere 3-Tore Führung zu erzielen. Durch die bewährte „Taktik“ hielten die Hausherren jedoch noch einige Zeit ergebnistechnischen Kontakt mit den Dresdnern; die allerdings nach dem 22:22 Gleichstand noch einige Gänge höher schalteten und schließlich mit 33:24 siegten.

Schlussendlich müssen sich die Jungs der NSG Union Dresden den Vorwurf gefallen lassen, noch nicht abgezockt genug mit solch „hochinteressanten“ Situationen umgehen zu können. Wofür die an diesem Tage gemachten Erfahrungen gut sein werden, wird sich zeigen.

Es gewannen: Tymäh, Schnaff( beide Tor); Basti(9/2), Seb(2), Fallmeister Kleeken(7), Easy a.k.a. „in Q-nä-forest gibt’s kein Facebook“(3), Chris, Dave(2), Hart’l(8/1), Vali(2), Nic

Positiv: Durch den Sieg ist der Mannschaft eine Medaille nicht mehr zu nehmen. Die Farbe können die Jungs nun in den letzten 3 Spielen selbst „festlegen“.

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