Saisonvorschau HC Elbflorenz

HC Elbflorenz-Ziel klar, spekulieren erlaubt

Mutmaßen und spekulieren sind in einer Saisonvorschau beim HC Elbflorenz ausdrücklich erlaubt. Wie schon traditionell wollen wir einen vorausschauenden Blick in die kommende Saison werfen und zwar auf die gesamte Staffel.

Zur Staffeleinteilung wurde schon genug gesagt und geschrieben. Sie ist was die Regularien und den Verstand angehen folgerichtig. Wenn man nur auf das Dresdner „Handballherz“ schaut, hätten sich die Elbflorentiner noch das eine oder andere Ostderby mehr gewünscht. Sportlich gesehen ist die Einteilung ohne Frage eine Herausforderung.

Die Saisonvorbereitung der Dresdner verlief weitestgehend gut, ist aber ab dem ersten Spieltag nicht mehr von Interesse, denn ab da zählen nur Punkte. Neben dem Feld will der HC Elbflorenz natürlich noch mehr Zuschauer in die Halle locken und dafür starke handballerische Leistungen als „Köder“ auslegen.

Wer spielt um die Spitzenplätze?

Wir! Was soll man groß um den heißen Brei herumreden, die Zielstellung der Dresdner ist klar: Aufstieg in die 2. Bundesliga und das am besten ohne Umwege. Der härteste Konkurrent um den Aufstieg ist aus Sicht des HC Elbflorenz die gesamte 3. Liga Ost. Warum? Die Sachsen werden noch mehr als in der Vorsaison zum Gejagten, also zu dem Team, was jeder schlagen will. Jeder Gegner wird gegen die Tiger ein paar Extraprozente aus sich heraus kitzeln. Zudem hat die Liga im Gegensatz zum Vorjahr mit Sicherheit nicht an Qualität verloren. Der stärkste direkte Mitkonkurrent um den Aufstieg ist ohne Frage der Zweitligaabsteiger TV Hüttenberg. Die Hessen waren seit der Saison 2004/2005 ununterbrochen in der 2. sowie sogar ein Jahr in der 1. Liga vertreten. Nun wollen sie sicher den „Betriebsunfall“ Abstieg schnell wieder korrigieren. Außerdem konnte der TV Hüttenberg seinen Zweitligakader zu 80 Prozent halten und gut verstärken. Daneben gibt es natürlich Teams wie den TV Kirchzell oder die HSG Rodgau Nieder-Roden die in der Spitzengruppe mitmischen können. Dazu kommt noch die MSG Groß Bieberau/Modau, welche in den letzten Jahr immer zum Favoritenkreis gehörte, die Erwartungen aber nie erfüllen konnte. In diesem Jahr gibt es auf Grund der Verstärkungen kaum ein Vorbeikommen am Ziel Top 5.

Und der Rest?

Enorm viele Mannschaften sind schwer einzuschätzen, können einem das Leben aber wahrscheinlich sehr schwer machen und sind durchaus für eine Platzierungsüberraschung gut. Da wäre zu einem die SG LVB Leipzig, welche einen mittelschweren Kaderschnitt hinnehmen musste und viele junge Nachwuchstalente vom SC DHfK Leipzig zu integrieren hat. Die Messestädter konnten aber auch viele Leistungsträger halten. Auch Teams wie Baunatal oder Bad Neustadt sind unberechenbar. Der Zweitligaabsteiger Baunatal musste zwar auch personelle Einschnitte hinnehmen, hat aber immer noch eine erste Sieben, welche ein sehr gutes Drittliga-Niveau aufweist. Gleiches gilt eigentlich auch für den HSC Bad Neustadt. In der letzten Saison enttäuschten die Franken allerdings und brachten ihre Kaderqualität nicht auf die Platte. Kaum zu glauben, dass sie noch so eine Saison wie zuletzt hinlegen. Die aus der 3. Liga Süd zur Oststaffel gestoßenen TSV Rödelsee und TuS Fürstenfeldbruck sind trotz unterer Platzierungen in der Südstaffel in der abgelaufenen Saison, als Mannschaften mit einem guten Grundniveau einzuschätzen. Die 3. Liga Süd gibt seit Jahren, was die Leistungsdichte in den dritten Ligen angeht, den Ton an.

Auf dem gleichen Niveau sind Mannschaften wie der HSV Bad Blankenburg oder der TV Groß Umstadt anzusiedeln. Zumal der Thüringenvertreter Bad Blankenburg sich wohl nicht wie vor der letzten Saison mit unrealistischen Saisonzielen unter Druck setzten wird. Ganz schwer zu verorten sind aus Dresdner Sicht die Aufsteiger TV Gelnhausen, der Sachsen-Anhalt-Vertreter USV Halle sowie der bayerische Aufsteiger SV 08 Auerbach. Für den USV Halle wird es sicher eine sehr schwere Saison und es geht ab dem ersten Spieltag nur darum, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Die Hallenser müssten schon an das die Niveau des Absteigers Köthen in der zweiten Saisonhälfte 2014/2015 heranreichen, um überhaupt eine Chance zu haben. Am 1. Spieltag treffen die Hallenser bspw. auf den HC Elbflorenz. Der SV 08 Auerbach konnte mit der Verpflichtung des Top-Torhüters Andreas Bayerschmidt einen starken Rückhalt gewinnen. Dies könnte ein wichtiger Faktor im Kampf um den Klassenerhalt werden. Auf der anderen Seite mussten die 08er ihren Top-Spieler Mario Schmidtke ziehen lassen. Der TV Gelnhausen zeigte durchaus eine gute Vorbereitung wird wohl aber auch ab dem ersten Spiel um die Nichtabstiegsplätze kämpfen müssen. Die größte Sphinx ist allerdings der langjährige Bundesligist TV Großwallstadt. Die Mannschaft musste nach dem Zweitligaabstieg mit anschließender Insolvenz fast bei null beginnen. Zwar konnte das Team von Trainer Maik Handschke einen Spieler wie den langjährigen Bundesligaprofi Jens Tiedke verpflichten, allerdings steht demgegenüber eine sehr dünne Personaldecke. Ob es noch Nachverpflichtungen gibt bleibt abzuwarten.

Insgesamt ist wieder von einer spannenden Saison auszugehen, bei der die Dresdner den Handballsport der sächsischen Landeshauptstadt auf die nächste Stufe heben wollen.

Seid mit uns "Verrückt nach Handball"!

(c) HC Elbflorenz

text: ww bild: ms 24.08.15

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