8. Spieltag: SG LVB Leipzig vers. HC Elbflorenz (Vorbericht)

(c) HC Elbflorenz

Sachsenderby in Leipzig – Wer kann einen positiven Trend kreieren?

Mehreres haben die Mannschaften im einzigen Sachsenderby der Saison gemeinsam. Für beide Teams ist das Derby erstens eine besondere Partie und zweitens der Saisonstart lief bei beiden Teams nicht optimal. Allerdings konnte beide Mannschaften zuletzt mit einem Sieg die jeweilige Minikrise stoppen. Wer das Derby also gewinnt, kann für sich einen positiven Trend verbuchen, wer verliert, wird wieder zurückgeworfen.

Derzeit steht die SG LVB Leipzig mit 4:8 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz. Eine analoge Situation erlebte der Verein schon in der letzten Saison. Ob die Leipziger eine ähnliche Aufholjagd starten wie in der zurückliegenden Spielzeit, am Ende stand noch Platz 3 zu Buche, ist allerdings etwas fraglich. Der Grund liegt in der veränderten Struktur der Mannschaft und der extrem ausgeglichenen Liga. Nach einigen Abgängen von erfahrenen Akteuren kamen vor allem sehr junge Akteure zum LVB. Die meistens teils von der SC DHfK Leipzig gekommenen Neuzugänge sind alle handballerisch sehr gut ausgebildet und haben einiges an Potenzial. Beim LVB sollen sie nun Erfahrungen im Männerbereich sammeln und sich eventuell für höhere Aufgaben empfehlen.  Auf der anderen Seite ist bei den Leipzigern aber noch genug erfahrenes Personal vorhanden, um in der 3. Liga zu bestehen bzw. eine bessere Rolle zu spielen als bisher. Das zeigte bspw. der klare Sieg in Bad Blankenburg (21:28) oder die knappe Niederlage in Fürstenfeldbruck (derzeit 12:2 Punkte). Vor allem die erste Sieben der SG LVB Leipzig ist sehr eingespielt und hält viel Qualität und Erfahrung bereit. Zunächst wäre da die Flügelzange Sascha Meiner (Linksaußen) und Georg Eulitz (Rechtsaußen). Beide haben zahlreiche Erfahrung in der 2. und 3. Liga. Zudem wäre da noch das wurfstarke Duo David Heinig und Clemens Uhlig auf Halblinks zu nennen. Beide sind aus der Fernwurfzone extrem gefährlich. Komplettiert wird das Ganze durch Spielmacher und Taktgeber Max Berthold sowie den im rechten Aufbau agierenden Steve Baumgärtl. Beide besitzen ebenfalls Zweitligaerfahrung. Insgesamt wartet auf die Dresdner also ein ganz schwerer Auswärtsbrocken.

Die Dresdner wollen nur eines, nämlich an die Leistung gegen Groß-Umstadt anknüpfen. Wenn dem Team um Mannschaftskapitän Timo Meinl dies gelingt, können auch in Leipzig zwei Punkte eingefahren werden. Außerdem ist man natürlich im Sachsenderby extra motiviert. Für ausreichend Stimmung wollen auch die Dresdner Fans auf den Rängen sorgen. Schon in der letzten Saison gaben die Dresdner in Markranstädt, dem aktuellen Spielort des LVB, stimmungsmäßig den Ton an. Routinier Alexander Matschos äußerte sich im Blick auf das Derby angriffslustig: „Wir müssen weiter geil darauf sein Punkte zu holen. Dabei gibt es nichts schöneres als einen Derbysieg, auch im Blick auf unser Selbstvertrauen für die kommende Aufgaben. Wir wollen kämpfen bis zum umfallen.“

In diesem Sinne: Auf zum Derby!

ww

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