7. Spieltag: HC Elbflorenz vers. TV Groß-Umstadt 29:21 (15:10)

(c) HC Elbflorenz

"Wir wollen mit Spaß, Leidenschaft, Siegeswillen sowie Kampf wieder zurück in die Erfolgsspur und als Team überzeugen!“, hatte Henning Quade vor dem Spiel gesagt. Nach dem Spiel sprach sein Trainer Peter Pysall von der "besten Saisonleistung und einer tollen Mannschaftsleistung.“ Nimmt man beide Aussagen zusammen, so konnte der HC Elbflorenz gegen den TV Groß-Umstadt erstmals seine Ansprüche überzeugend erfüllen. Auch bei den Dresdner Fans kam diese „Überzeugungsarbeit“ sehr gut an. So bleibt festzustellen: Die Dresdner Form lebt und so muss Miss Marple nicht ermitteln.

Das Spiel begann wie die Partie beim TV Großwallstadt geendet hatte, mit einem verworfenen Siebenmeter durch die Dresdner. Als ein schlechtes Omen für das Spiel erwies sich dies nicht. Nach zwei Minuten ging der HC Elbflorenz durch Hannes Lindt in Führung. Der Halbrechte erwischte mit 7 Treffern einen sehr guten Tag. Er war im ersten Spielabschnitt ein ständiger Aktivposten im Dresdner Spiel. Vor allem in der Anfangsphase ließ die HCE-Abwehr wenig zu. So führten die Hausherren in der 10. Minute mit 6:2. Nach 17 Minuten führte das Team von Peter Pysall sogar schon mit sechs Treffern (10:4). Vor allem Nils Kretschmer drehte ab Mitte der ersten Halbzeit so richtig auf. Am Ende trug er sechs Treffer zum Mannschaftserfolg bei. Als der HC Elbflorenz in der 23. Minute durch Tim-Philip Jurgeleit mit 12:5 in Führung ging hatten die Zuschauer bis dahin eine recht einseitige Partie erlebt. Dass die Hausherren bis zu diesem Zeitpunkt nur fünf Gegentore kassierten, war auch ein Verdienst eines gut haltenden Henrik Ruud Tovas. Der Norweger zeigte nach seiner ausgestandenen Verletzung, wie wertvoll er für den HC Elbflorenz in dieser Saison werden kann. Damit der TV Groß-Umstadt wieder etwas besser ins Spiel kam brauchte es eine Überzahlsituation. HCE-Kreisspieler Henning Quade musste zwei Minuten absitzen. Diese Tatsache und zwei Fehler des HC Elbflorenz nutzte der TV Groß-Umstadt zu zwei Treffern in Folge. Nach einem Dresdner Fehlwurf legten die Hessen aus der zweiten Welle heraus noch den Treffer zum 12:8 nach. Verantwortlich dafür war TV Rechtsaußen Kai Kramer. Die Schwächephase des HC Elbflorenz dauerte aber nicht lang. Hannes Lindt beendete mit dem Treffer zum 13:8 die torlose Zeit der Sachsen. Bis zur Pause trafen beide Teams jeweils noch zweimal (15:10).

Die zweite Halbzeit begann mit zwei Paraden von HCE-Keeper Tovas. Der HC Elbflorenz konnte dies aber zunächst im Angriff nicht ummünzen. In der Folge gestaltete sich das Spiel relativ ausgeglichen. Der Vorsprung der Dresdner pegelte sich zwischen drei und fünf Toren ein. Insgesamt wirkte das Spiel zwischen der 30. und 45. Minute teilweise jedoch etwas zerfahren. Erst danach nahm der HC Elbflorenz den Faden der guten ersten Spielhälfte wieder auf. Als Henning Quade, unterbrochen von einer Auszeit des Gästetrainers Tim Beckmann zum 21:16 und 22:16 traf, hatte man das Gefühl, das die Hessen dieses Spiel nicht mehr drehen können. Da halfen auch die noch offensivere Abwehr des TV Groß-Umstadt der Überzahlsituationen. Der HC Elbflorenz hatte an diesem Tag immer eine Antwort parat. Am Ende konnte man sogar durch vier Treffer in Folge das Ergebnis deutlich gestalten. Einmal Gress, einmal Lindt und zweimal per Konter in Unterzahl Rene Boese zeichneten für die Treffer verantwortlich.

Fazit: Ein Team was die Führung im Spiel nie abgibt und ab der 12. Minute nie weniger als drei Tore Vorsprung hat, ist ein Team, was weitgehend überzeugt hat. Zumal der Gegner bis zu dieser Partie durchaus eine richtige starke Saison gespielt hatte. An diesem Tag sahen die hessischen Gäste aber nicht viel Land in Dresden. Da die Dresdner schon zur Halbzeit hätten höher führen können, ist das Endergebnis durchaus folgerichtig. Den bisherigen TV Toptorjäger Florian See schalteten die Sachsen bspw. nahezu aus. Dass es beim HC Elbflorenz immer noch Luft nach oben gibt, sahen die Zuschauer vor allem zwischen der 30. und 45. Minute. Für die Sachsen mit dem Sieg ein Anfang gemacht, mehr nicht. Jetzt muss es für die Mannschaft heißen, das Leistungsniveau aus dem Heimsieg im weiteren Schritt für Schritt auszubauen.

Tore: Bastian 3, Jurgeleit 3, Boese 4/2, Lindt 7, Desler, Göde, De Santis, Blasczyk 2, Kretschmer 6, Matschos, Gress 2, Quade 2; Mein/Tovas (beide Tor)

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