6. Spieltag: TV Großwallstadt vers. HC Elbflorenz (Vorbericht)

(c) HC Elbflorenz

HC reist nach Großwallstadt

Wenn der HC am Wochenende erstmalig auf den TV Großwallstadt trifft, dann liegt ein großes Maß an Tradition in der Luft. Der TV hat Erfolge vorzuweisen wie kein aktueller Verein in der 3. Liga. Sechs deutsche Meistertitel, vier deutsche Pokalsiege, zwei Titel im Europapokal der Landesmeister sowie der Gewinn des IHF-Pokal und des Euro-City-Cup kann der TV vorweisen. Zudem gehörte der Club seit 1977 36  Jahre am Stück der Handball-Bundesliga an. Noch vor wenigen Jahren schien bei den Unterfranken alles in „Butter“. Doch im Jahr 2015 hätte sich der Verein, um im Bild zu bleiben, die Butter fast vom Brot nehmen lassen. Denn es stand durchaus das Szenario im Raum, dass der TVG nicht einmal die 3. Liga stemmen kann. Im Mai 2015 erhielt der TV Großwallstadt keine Lizenz mehr für die zweite Bundesliga. Wegen hoher Verbindlichkeiten musste der Verein zum 1. Juni dieses Jahres Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg anmelden. Am 26. Juni dieses Jahres wurde die TV Großwallstadt GmbH gegründet, mit der der Klub einen Neuanfang wagen will. Das jedoch mit einem zu 80 Prozent neuen Kader und mittlerweile auch einem neuen Trainer. So teilte der Traditionsverein vor Kurzem mit: „Die Vorstellungen des Trainers Maik Handschke und des TV Großwallstadt haben sich in den letzten Wochen unterschiedlich entwickelt, weshalb die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet wird“. Seit Anfang September 2015 ersetzt Maik Handschke nun der ehemalige TVG-Spieler Heiko Karrer, der als Nachwuchstrainer auch am Leistungszentrum angestellt ist. Bisher präsentierte sich das neue Team des TVG sehr kampfstark. Wenn man verlor dann meistens knapp und erst in der Schlussphase. Neben sehr gut ausgebildeten Spielern und der Jugendakademie des TV Großwallstadt besitzt der aktuelle Kader der Bayern zwei zentrale Akteure. Da wäre einerseits Kreisspieler Jens Tiedtke. Der ehemalige Bundesligaprofi war zwischen 2005 und 2012 schon für den TVG aktiv. Zudem hat er 64 Länderspiele für die DHB-Auswahl bestritten. Er ist der Leitwolf des weitestgehend jungen Teams und spielt zumeist im Rückraum. Daneben gilt es den bisher besten Torschützen der Bayern zu stoppen. Mit 46 Toren ist der im linken Rückraum beheimatete Florian Eisenträger bisher der Topschütze der Liga. Insgesamt wartet auf den HC Elbflorenz  also in Großwallstadt kein leichter Gang.

Bei den Dresdnern ist klar: ein Sieg muss her. Einen weiteren Punktverlust können sich die Sachsen nicht leisten. Der HCE will und muss beim TVG beide Punkte mitnehmen. Mit 6:4 Punkten nach fünf Partien hat der HCE auch schlichtweg keine Zeit mehr sich große Leistungsschwankungen zu leisten. Jetzt kann es nur noch heißen bis zur Winterpause nicht noch mehr an Boden auf die vorderen Plätze zu verlieren. Dabei muss das Team von Peter Pysall kämpferisch und in der Abwehr an das Spiel in Hüttenberg anknüpfen. Spielerisch muss man allerdings noch eine Schippe drauflegen. Für sagenhafte Unterstützung wie in Hüttenberg wird sicher wieder gesorgt!

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