4. Spieltag: HC Elbflorenz vers. TV Gelnhausen 28:29 (11:11)

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HC Elbflorenz neben der Spur - Niederlage gegen Gelnhausen

Sinnbild der derzeitigen Verfassung des HC Elbflorenz waren die Schlussminuten, als alle hofften, ein Zwanzigjähriger könnte es noch irgendwie richten. Doch Spielmacher Sebastian Gress brachte dieses Mal keine Erleichterung für die Dresdner Fans und seine Mitspieler. Nicht dass er es nicht versuchte, aber an diesem Tag reichten die Bemühungen einfach nicht aus. Die gesamte Mannschaft wirkte wie eine Anhäufung von "Robins", in einer Zeit, in welcher eigentlich "Batmans" gefragt sind. Was der HC Elbflorenz jedoch wirklich bräuchte, wäre nicht das Auftreten eines "Juniorpartners", sondern das von erfahrenen und gestandenen Typen.

Die Anfangsphase sollte für die Dresdner noch der beste Teil des Spiels sein, man führte ohne zu dominieren. Der TV Gelnhausen wirkte zunächst nach den drei Auftaktniederlagen gehemmt, konnte sich aber mit der Zeit mehr und mehr freischwimmen. Der erste Wurf des HC Elbflorenz ging in den Block der Hessen, wie später auch noch viele Weitere. Zudem landeten zu viele Bälle in den Fängen des sehr starken Gelnhausener Torhüters Julian Lahme. 16 Paraden, darunter drei Siebenmeter, konnte er für sich verbuchen. Bis zum 8:4 in der 17. Minute bestimmte der HC Elbflorenz das Spiel leicht. Danach gab es aber einen erheblichen Bruch, den Torhüter Marcel Balster mit seinen Paraden nur teilweise kompensieren konnte. Die Gelnhausener nutzten ihre Chance um in der 26. Minute durch einen wurfstarken Jonas Müller erstmalig in Führung zu gehen (9:10). Marcel Balster verhinderte mit drei Paraden, dass die Fehlwürfe und Fehlpässe im Angriff des HC Elbflorenz vom TV Gelnhausen in das 9:11 umgemünzt wurden. Stattdessen erzielten die Dresdner in Unterzahl das 10:10 und weniger später durch René Boese das 11:10. Jedoch konnte der TV kurz vor dem Pausenpfiff noch auf 11:11 ausgleichen. Zudem mussten die Dresdner noch eine Zeitstrafe hinnehmen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schlagabtausch. Der HC Elbflorenz legte bis zum 17:16 jeweils vor und der Gast zog unbeirrt nach. Als die Hessen dann das 17:17 erzielten, übernahmen sie das Kommando. Der HC Elbflorenz stellte für fast zehn Minuten die Torproduktion ein. Dabei wirkte das Team teilweise kopf- und ideenlos. So baute der Gast den Vorsprung auf 17:21 aus. Vor allem der gut aufgelegte Fabian Eurich traf aus dem rechten Rückraum für den TV nach Belieben. Auch zwei rote Karten in der 48. und 52. Minute brachten die Gastmannschaft nicht aus dem Konzept. Vor allem Sebastian Gress und Marcel Balster stemmten sich in der Schlussphase gegen die Niederlage. Gress traf zweimal in doppelter und einmal in einfacher Unterzahl sowie einmal bei Gleichzahl zu den Zwischenständen 23:25, 24:26, 26:27 und 28:29. Marcel Balster vereitelte noch einige Großchancen der Gäste. So hatte der HC Elbflorenz sogar die Möglichkeit, zwei Sekunden vor dem Ende aus einem Freiwurf heraus das 29:29 zu erzielen. Jedoch parierte der TV Keeper den Wurf von Nils Kretschmer und der Rest war ein hessisches Freudenknäuel.

Fazit: Der Sieg des TV Gelnhausen war absolut verdient. Absolutes Manko der Hausherren war das Überzahlspiel. Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit kassierten die Dresdner trotz Überzahlsituationen immer wieder Gegentreffer. Mit Blick auf die Kaderkonstellation beider Mannschaften ist der Sieg natürlich eine Überraschung. Wer allerdings bei den Spielen des HC Elbflorenz gegen Kirchzell und Auerbach genau hingesehen hat, der konnte gewisse Tendenzen schon erahnen. Die Dresdner müssen nun in Hüttenberg Farbe bekennen. Ansonsten könnte man das Saisonziel schon am Anfang der Saison aus den Augen verlieren.

Tor: Bastian 1, Hartmann, Jurgeleit 3/1, Boese 2/1, Lindt 5/1, Desler, Göde, De Santis 1, Blasczyk, Kretschmer 7, Gress 8, Quade 1, Meinl/Balster (beide Tor)

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