30. Spieltag: HSV Bad Blankenburg vs. HC Elbflorenz (Vorbericht)

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Für den Gegner geht es um viel – HC Elbflorenz reist nach Thüringen

Es geht für den HSV Bad Blankenburg vielleicht nicht um alles, aber auf jeden Fall um sehr viel. Die Thüringer können nämlich bei einer Niederlage gegen die Dresdner auf den Relegationsplatz rutschen. Das passiert, wenn die direkte Konkurrenz aus Gelnhausen und Baunatal ihre Heimspiele gewinnen.  Und ob die Thüringer in ihrem derzeitigen handballerischen und mentalen Zustand in einer Relegation erfolgreich sein können, steht zumindest in sehr weit entfernten Sternen. Zumal die potentiellen Gegner vor allem aus dem Süden und Norden (Füchse Berlin II) als sehr unangenehm einzuschätzen sind. Gerade die als Relegationsteilnehmer schon feststehenden Füchse Berlin II können ihre Mannschaft im Blick auf die Relegation eventuell noch einmal mit Bundesligaspielern aufwerten. Welche Folgen ein Abstieg für die Thüringer hat, ist schwer abzuschätzen. Eines ist sicher, der Anspruch der Thüringer ist es nicht, in der 4. Liga zu spielen. Bei einem Abstieg wäre wohl ein größerer Schnitt fast unvermeidlich. Zumal auch viele HSV Spieler schon den Anspruch haben, 3. Liga zu spielen. Doch die Thüringer können nun mit einem Punktgewinn gegen die Dresdner ihre durchwachsene Saison noch retten. Dementsprechend motiviert werden sie auftreten. Oder kann die Situation auch blockieren? Das Spiel wird es zeigen. Im Blick auf die bisherigen Vergleiche in der 3. Liga sieht es für die Schützlinge von Trainer Rüdiger Bones eher bescheiden aus. Keines der bisherigen fünf Spiele konnten die Thüringer für sich entscheiden. Die Dresdner sind so etwas wie der Angstgegner des HSV. Im letzten Vergleich in der Hinrunde setzte es sogar eine deftige Pleite für die Bad Blankenburger. Ein Blick in den Kader des HSV zeigt die derzeitigen Leistungsträger sehr schnell. Zunächst müssen die Thüringer auf ihren besten Torschützen wohl verzichten. Der sonst im linken Rückraum spielende Paul Weyhrauch ist verletzt. Daneben ist Spielemacher Juraj Niznan von größerer Bedeutung und der auf Halbrechts agierende Ex-Auer Felix Kempe. Dazu kommt der erfahrenen Linksaußen Marcel Werner. Mit den eigenen Fans im Rücken ist der HSV für die Sachsen ein ernstzunehmender Gegner. Ein Gegner, der zwar angezählt ist, aber versuchen wird, mit allen Mitteln den KO noch zu vermeiden. Der HC Elbflorenz muss sich auf eine hitzige Partie einstellen.

Und die Dresdner? Die wollen in Thüringen gewinnen! Dabei darf die Sachsen die Situation des HSV nicht interessieren, denn man hat genug mit der eigenen zu tun. Die eigene Situation besagt, der derzeitige 3. Platz ist das minimalistischste Minimalziel und das soll auch erreicht werden. Zudem werden einige Fans mitfahren und die verdienen es einfach, dass man sich noch  einmal voll reinhängt. Außerdem können die Dresdner einen neuen Drittligapunkterekord für sich aufstellen. Der scheidende Mannschaftskapitän Timo Meinl sieht es so: „Wir wollen noch einmal alles geben und uns ordentlich verabschieden. Ein Sieg zum Abschluss ist immer gut.“ Bei Ziel 2 Punkte in Thüringen zu ergattern, kann das Trainerteam Jahn/Göde auf den Kader der letzten Spiele zurückgreifen. Mit lautstarker Unterstützung für den HC Elbflorenz ist auch zu rechnen, denn der „Fankader“ ist sicherlich auch derselbe und hat immer Toppform!

Also: Holen wir uns Sieg Nummer 6!

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