30. Spieltag: HSV Bad Blankenburg vs. HC Elbflorenz 25:28 (12:13)

HC Elbflorenz schickt Gegner in die Relegation und landet auf Platz 3

Wer sich die Ergebnisse vom Wochenende in Gelnhausen sowie Baunatal anschaut und mit dem in Bad Blankenburg vergleicht, der sollte in Richtung Dresden keine Charakterfrage mehr stellen. Die sportliche Beziehung zwischen dem HSV Bad Blankenburg und dem HC Elbflorenz nimmt mittlerweile nach 8 Spielen in Folge ohne Sieg für den HSV (Liga übergreifend) traumatische Verhältnisse für die Thüringer an. Da kann es nicht verwundern, dass die Emotionen nach dem Spiel bei gewissen Verantwortlichen etwas hochschlugen.

Aufgrund von gesundheitlichen Problemen war vor der Partie schon klar, dass Sebastian Greß zwar mit auf dem Protokoll stand, aber der Mannschaft nur ganz dosiert würde helfen können. Mit Blick auf die Partie begann der HC Elbflorenz schlecht, anders kann man es nicht beschreiben. Die Thüringer bestimmten in der Anfangsviertelstunde das Spiel und waren hochmotiviert. In der Folge manchmal auch übermotiviert. So führten die Hausherren nach 13 Minuten verdient mit 7:3. Das heizte die Thüringer Fans natürlich  noch zusätzlich an.

Dass der HC Elbflorenz dann ab der 15. Minute besser ins Spiel fand, war auch Henryk Ruud Tovas zu verdanken. Der Dresdner Keeper hielt einige freie Bälle und steigerte sich von Minute zu Minute. Sein Kollege Timo Meinl stand ihm dann in der 2. Halbzeit in nichts nach. Zudem kam der Halbrechts agierende Gabriel De Santis nach seiner Einwechslung so richtig ins Laufen. Er zeigte sich mit 7 Treffern an diesem Tag extrem torgefährlich. Sein Pendant auf der anderen Seite Felix Kempe stand ihm vor allem in der 1. Halbzeit in nichts nach. So kam der HC Elbflorenz nach und nach besser in die Partie. Die Sachsen konnten den Rückstand sogar drehen und gingen durch einen Treffer von René Boese mit einer knappen Führung in die Kabine (11:12).

 

Wie zu Beginn der 1. Halbzeit kam der HC Elbflorenz auch schwer in den 2. Spielabschnitt. Aufgrund einer Zeitstrafe konnte der HSV das Blatt kurzzeitig wieder wenden. Verantwortlich dafür war ein Doppeltreffer des HSV-Rechtsaußen Dusan Maric sowie ein Treffer vom Linksaußen der Thüringer Marcel Werner. Da die Dresdner aber nicht so lange wie in der 1. Halbzeit brauchten, um ins Spiel zu kommen, hatten sie den Vorsprung beim 15:15 wieder egalisiert. In der Folge nutzte der HC Elbflorenz eine Überzahlsituation, um nach einem Siebenmetertreffer von René Boese durch Gabriel De Santis mit 15:17 in Führung zu gehen. Anschließend vergab der HC Elbflorenz noch zwei klare Chancen, die Führung weiter auszubauen, davon eine vom Siebenmeterpunkt. Die Gäste reagierten zunächst nicht geschockt und glichen durch zwei Treffer von Marcel Werner wieder aus (17:17). Doch nun folgte die Phase, in der sich die Hoffnung aus der Halle der Landessportschule nach und nach verabschiedete und sich schon auf den Weg zur Relegation machte. Die Dresdner setzten jetzt drei Treffer innerhalb von vier Minuten und führten in der 47. Minute mit 17:21. Die Hausherren erholten sich davon nicht mehr und als HCE-Linksaußen Tom Hartmann in der 54. Minute sehenswert zum 20:25 einwarf, war der Drops endgültig gelutscht. Auch mehrere Unterzahlsituationen überstanden die Gäste in dieser Phase gut und erzielten ihrerseits immer wieder Tore. Am Ende stand ein 25:28 auf der Anzeigetafel.

Fazit: Der HC Elbflorenz siegt in einem stimmungsvollen Spiel verdient und die Thüringer haben mittlerweile 6 Partien in Folge in der 3. Liga gegen den HC Elbflorenz verloren. Wir wünschen den Thüringern viel Glück in der Relegation und hoffen natürlich auf einen Verbleib in der 3. Liga, denn auch für die Dresdner sind die „Ostduelle“ das Salz in der handballerischen Suppe. Die Dresdner hoffen auch im nächsten Jahr wieder auf eine Reise nach Bad Blankenburg. Der scheidende Mannschaftskapitän und HCE Keeper Timo Meinl meinte nach der Partie: „Für mich war es ein schöner Abschluss. Auch die Mannschaft hat sich mit diesem Spiel noch einmal gut aus der Saison verabschiedet. Es war insgesamt eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung.“ Aufbauspieler Tjark Desler sah es ähnlich: „Wir kommen in der ersten Viertelstunde nicht gut rein, fangen uns dann aber wieder. Auch weil wir an diesem Tag die besseren Keeper hatten. Mit weniger Fehlern in Halbzeit 2 und der grandiosen Unterstützung unsere Fans haben wir am Ende verdient gewonnen. Schön, dass Matschi und Kay zum Abschluss noch eine Bude gemacht haben.“ Nach dem Spiel wurde vor allem Alexander Matschos von den Fans gefeiert. Zu Recht!

Ein besonderer Dank gilt der Dresdner Fangemeinde, welche auch in Bad Blankenburg „Lautstärkengleichheit“ mit dem HSV erzielte. Spitze!

Die Mannschaft trainiert jetzt noch 14 Tage etwas lockerer und geht dann in eine Pause. In den nächsten Wochen werden hier nach und nach Neuheiten im Blick auf die kommende Spielzeit verkündet. Bleiben sie also dran!

Tore Meinl/Tovas (beide Tor), Greß 1, De Santis 7, Blasczyk 1, Matschos 1, Jurgeleit 4/1, Boese 2/1, Hartmann 2, Bastian 1, Desler 3, Kretschmer 4

 

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