3. Spieltag: SV 08 Auerbach vers. HC Elbflorenz 23:26 (11:13)

(c) HC Elbflorenz

Wenn alle in der Halle nach dem Spiel ihre jeweilige Mannschaft feiern, scheinen beide Fanlager zufrieden mit ihrer Mannschaft. Vielleicht war es bei den Dresdner Fans aber auch mehr die Erleichterung über das Ergebnis, als die Zufriedenheit im Blick auf die Leistung. Man weiß es nicht. Eine Saison der immer wiederkehrenden Erleichterung will der HC Elbflorenz aber nach Möglichkeit nicht spielen. Auch eine Saison der unglaublichen Leichtigkeit wird es nicht werden. Allerdings irgendwo zwischen Erleichterung und Leichtigkeit sollte der HC Elbflorenz seinen Weg finden. Am besten so schnell wie möglich.

Nach 35 Sekunden sendete HCE-Keeper Timo Meinl das erste Lebenszeichen. Er parierte den ersten Wurf der Gastgeber. Danach folgten noch 22 weitere Lebenszeichen von ihm. So war er erneut einer der Sieggaranten. Der HC Elbflorenz erwischte mit Toren durch Boese und Gress auch im Angriff den besseren Start. Außerdem konnte ein gut aufgelegter Hannes Lindt wichtige Akzente setzen. Er erzielte 4 Treffer in der Anfangsviertelstunde. In der 7. Minute trafen die 08er dann das erste Mal. Für die oberpfälzischen Gastgeber war das wie eine Initialzündung. Zunächst blieb der HC Elbflorenz aber noch leicht Spiel bestimmend. In der 20. Minute war dann die Helmut-Ott-Halle komplett aus dem Häuschen, denn der Aufsteiger erzielte durch den guten Rechtsaußen Maximilian Lux das 8:8. Wenig später stieg der Lärmpegel noch einmal, denn die Hausherren legten das erste Mal vor (10:9). Den Ausgleich der Dresdner beantworten die Auerbacher mit einem Kempatrick zum 11:10. Die HCEler schüttelten sich kurz und schlugen dann zurück. Rico Göde traf in Überzahl zum 11:11. Gleicher Göde erzielte auch unnachahmlich das 13:11 kurz vor der Pause. Zwischendurch hatte Tim-Philip Jurgeleit nach starkem Pass von Hannes Lindt von Linksaußen zum 12:11 getroffen. So ging der HC Elbflorenz durch seinen Halbzeitendspurt mit einer 13:11 in Front liegend in die Pause.

Die zweite Halbzeit stand unter dem Motto spannend aber teilweise hektisch. Zudem bemühten sich beide Mannschaften etwas mehr Platz auf der Platte zu schaffen. Beide Teams sammelten so einige Zeitstrafen. Dabei waren die Dresdner zunächst ganz gut in die zweite Spielhälfte gekommen. Ab der 35. Minute wurde es aber zunehmend hitzig. Der HC Elbflorenz führte zu dieser Zeit mit 17:13. Für die Sachsen folgten jetzt allerdings mehr als sieben torlose Minuten. Auf der anderen Seite nahmen die Auerbacher die „ausgesprochenen Einladungen“ zum Tore werfen nicht in letzter Konsequenz an. Beim Stand von 17:15 vereitelte Timo Meinl bspw. zwei Auerbacher Konter. Letztendlich kassierten die Dresdner dann doch das 17:16. In der 43. Minute traf dann Hannes Lindt endlich wieder für die Gäste (18:16). Die Hausherren blieben den Dresdnern aber auf den Fersen und konnten so in der 51. Minute durch Andreas Wolf das 19:19 erzielen. Eine Minute später gingen die 08er sogar mit 20:19 in Führung. Bei den Dresdnern schaltete wie schon in der Vorwoche vor allem Sebastian Gress noch einmal einen Gang höher. Er erzielte das wichtige 20:20. Nils Kretschmer und Rene Boese legten dann nach zwei Ballgewinnen die Tore 21 und 22 nach (22:20). Auerbach nahm die Auszeit. Die Dresdner ließen sich nun aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Sebastian Gress erzielte dann in seinem unvergleichlichen Stil die Tore zum 23:21, 24:22 und 25:23, bevor Nils Kretschmer mit dem Treffer zum 26:23 fünf Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt setzte.

Ein Teil des Fazits lieferten Mannschaftskapitän Timo Meinl und Trainer Peter Pysall. Timo Meinl: "Kämpferisch sicherlich ok, allerdings belohnen wir uns im Moment nicht für den Aufwand den wir unter der Woche betreiben. Spielerisch fehlt uns derzeit noch die Sicherheit, die hoffentlich bald kommt." Peter Pysall: „Am Ende konnten wir mehr Erfahrung in die Waagschale werfen. Chapeau an meine Mannschaft für die kämpferische Leistung.“ Abgesehen von der eher durchwachsenen Dresdner Leistung, lieferten sich beide Fanlager allerdings eine Auseinandersetzung auf höchstem Niveau oder wie ein Auerbacher Trommler nach dem Spiel sagte: „Geiler Wettstreit mit den Trommeln.“ Die Dresdner Fans haben die Balance aus Virtuosität und Arbeit bei ihren Auftritten schon gefunden. Es wird also nun Zeit, dass die Mannschaft nachzieht. Dem Oberpfälzer Gastgeber aus Auerbach muss man für seine Leistung ein dickes Kompliment machen.

Tore: Bastian, Jurgeleit 3, Boese 3, Lindt 5, Desler, Göde 4, De Santis, Blasczyk, Kretschmer 5, Gress 6, Quade, Hartmann (n.e.), Matschos (n.e.), Balster/Meinl (beide Tor)

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