3 Fragen - 3 Antworten

(c) HC Elbflorenz

Du bist Mannschaftskapitän beim HC Elbflorenz und so schon in einer besonderen Situation. Warum glaubst du, läuft es bis jetzt nicht so rund?

Das ist schwer zu sagen. Der Rückraum ist zu Saisonbeginn neu besetzt worden. Somit müssen sich die Automatismen bei den Abläufen natürlich erst noch bilden. Dies gilt für Angriff als auch für die Abwehr. Das braucht seine Zeit. Davon abgesehen sind wir als Mannschaft derzeit schon noch ein Stück von unserem optimalen Leistungsvermögen entfernt, was auch zu einer gewissen Unsicherheit führt. Diese konnten wir in den ersten Spielen durch unsere individuellen Stärken noch kompensieren, gegen Gelnhausen dann ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr. Bei uns war eine Blockade vorhanden und der Gegner spielte sich teilweise in einen Rausch.

Warum konntet ihr anscheinend eure durchaus gute Form aus der Vorbereitung nicht in die bisherige Spielzeit mitnehmen?

In der Vorbereitung stellt sich kein Gegner auf den jeweiligen anderen Kontrahenten so ein, wie in einem Pflichtspiel. Es geht mehr darum, erst einmal sein eigenes Spiel durchzuziehen. Weiterhin kann man in der Vorbereitung frei aufspielen, es geht ja um relativ wenig. Der Druck ist natürlich mit dem ausgegebenen Saisonziel schon sehr groß. Allerdings wäre es vermessen zu sagen, dass wir mit diesen Kader "nur" oben mitspielen möchten. Der Aufstieg ist das klare Ziel, dem muss ich jeder unterordnen. Wir sind somit natürlich die Gejagten, aber dem müssen wir uns stellen.

Wie siehst du die Chancen in Hüttenberg? Was braucht es, um dort erfolgreich zu sein?

Hüttenberg hat seit Jahren eine eingespielte Mannschaft und da liegt, wie bereits in unserem Vorbericht erwähnt, der Vorteil gegenüber uns. Allerdings haben sie, wie jede Mannschaft, auch ihre Schwächen. Auch fehlt Ihnen natürlich mit Tomáš Sklenák ein wichtiger Spieler für den Rückraum. Wenn jeder von uns seine optimale Leistung abrufen kann, bin ich mir sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen werden. Ansonsten wird es natürlich sehr schwer. Dabei spielt sich viel im Kopf ab. Vielleicht tut uns so ein Spiel aber gerade jetzt gut, da wir von der Papierform her nicht der absolute Favorit auf den Sieg sind.

Das Interview führte Wolfram Wegehaupt

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