3 Fragen - 3 Antworten

(c) HC Elbflorenz

Mal eine Frage abseits vom Handball: wo siehst du als Nordlicht die größten Mentalitätsunterschiede zu uns Sachsen? Sei ganz ehrlich.

Mentalitäten sind ja generell verschieden, sagt man. Der Unterschied zwischen den Personen hier und in denen in Norddeutschland ist jedoch gar nicht so groß. Beide „Personenkreise“ die ich kenne sind sehr nett, höflich und hilfsbereit! Das ist zum einen ein Lob an die Heimat und zum anderen ein Riesenkompliment an die Leute hier, die mir das Leben abseits der Heimat damit sehr erleichtern. Unterschiede fallen mir in Bereichen Tattoos/ Piercing auf, die sind hier in Sachsen schon deutlich ausgeprägter (lacht). Zudem ist die „Bocki“ gefühlt Kult hier (lacht). An dem Wort „nu“ habe ich auch nach 1 1/2 Jahren noch nicht wirklich Gefallen gefunden, aber das wird noch (lacht).

Kommen wir mal zum Handball. Wie kommt ihr deiner Meinung nach aus dem derzeitigen Formloch wieder raus? Was wäre dein Erfolgsrezept?

Es ist richtig, dass es momentan nicht so läuft, wie Mannschaft und Verein es sich vor der Saison vorgestellt haben. Von einem Formloch zu sprechen klingt mir persönlich aber zu negativ. Die Ergebnisse spiegeln absolut nicht die Trainingsleistungen des Teams und den Zusammenhalt wieder. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und am Wochenende einen Sieg einfahren!

Mein Erfolgsrezept? In Ruhe weiter arbeiten, auf dem Platz und abseits des Feldes noch enger zusammenrücken. Man darf bei allen Ergebnissen nicht vergessen, dass wir einen doch großen Umbruch erlebt haben, mit sechs neuen Spielern. Wir haben eine höhere Qualität im Kader als die Jahre zuvor, aber Automatismen sind eben nicht in vier Wochen erlernt, also weiter schuften und anfangen Punkte zu sammeln!

Hand aufs Herz, hältst du den Aufstieg in dieser Saison immer noch für möglich?

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Klar ist, dass wir momentan mit fünf Minuspunkten nicht so vermessen sein dürfen und einfach sagen, das wird schon noch! Um ehrlich zu sein haben wir es momentan nicht in eigener Hand, leider! Hüttenberg ist für mich jetzt der Favorit, sie haben eine gute Mannschaft und treten bislang sehr souverän auf. Aber der Glaube und die Hoffnung an unsere Stärken sind bei mir keineswegs kleiner geworden. Für uns gilt es jetzt, unsere Hausaufgaben zu machen und auf Patzer der Konkurrenz zu hoffen. Unterm Strich hat sich das große Ziel etwas entfernt, es ist aber noch nicht zu spät es sich wieder zu erarbeiten.

Das Interview führte Wolfram Wegehaupt

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