26. Spieltag: HC ELBFLORENZ vs. TSV Rödelsee 32:17 (19:7)

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HC Elbflorenz erneut ungefährdet – Rödelsee chancenlos

Das Spiel hatte im speziellen Blick auf den HC Elbflorenz, mehr Licht als Schatten. In Anlehnung an zwei bekannte (nicht existierende) grundverschiedene Städte, bekamen die Zuschauer am Wochenende also viel Metropolis und wenig Gotham zu sehen. Gut so!

Der TSV war mit acht Feldspielern und zwei Torhütern nach Dresden gekommen. Die Unterfranken mussten kurzfristig noch auf zwei wichtige Aufbauspieler verzichten. Da die Dresdner diesmal in der 1. Halbzeit sehr konzentriert zu Werke gingen, kam es wie es kommen musste. Das Spiel war nach 25. Minuten entschieden. Sebastian Greß hatte gerade den Treffer zum 15:5 markiert. Und das kam so. Schon nach neun Minuten musste Gästetrainer Radovan Suchy die erste Auszeit nehmen. Diese verpuffte im Wesentlichen, wenn man davon absieht das die Gäste knapp 90 Sekunden später ihren ersten Treffer markierten. Dazukommen sollten zu diesem ersten Treffer lediglich noch sechs Tore, wobei die Dresdner ihrerseits 19 insgesamt erzielten. Dabei versuchte der TSV einiges. Neben einer offensiven Deckung wurde teilweise in Gleichzahl auch der siebte Feldspieler eingesetzt. Nichts davon brachte einen durchschlagenden Erfolg. Beide taktischen Varianten gaben die Unterfranken mit der Zeit auf. Das Halbzeitergebnis von 19:7 für das Heimteam sprach dann auch Bände.

Bis zur 45. Minute nahmen sich die Dresdner dann eine Auszeit. Natürlich kann so etwas bei einer starken Überlegenheit passieren. Jeder Aktive kennt das Phänomen. Allerdings sollte sich das nicht auf eine Viertelstunde ausweiten. Heimtrainer Rene Jahn nahm dann auch folgerichtig in der 42. Minute die Auszeit, um die Mannschaft mit seiner Ansprache wieder auf den rechten Pfad zu bringen. Vorher hatte das Heimteam teilweise unkonzentriert und leichtfertig in der Chancenverwertung gewirkt. Dabei muss man aber auch hervorheben, dass TSV-Keeper Thomas Paul eine sehr starke 2. Halbzeit spielte. Auf der anderen Seite zeigte Henrik Ruud Tovas im HC-Gehäuse mit zunehmender Spieldauer immer wieder gute Paraden, so dass die Dresdner nach und nach wieder ins Spiel fanden. Vor allem Gabriel De Santis auf Halbrechts konnte mit sechs Treffern in der 2. Halbzeit überzeugen. Den Gästen aus Rödelsee gelang in den letzten 15 Minuten nur noch 3 Treffer, den Sachsen hingegen 9. So gewann der HC Elbflorenz mit 32:17 und stellt mittlerweile mit 763 Treffern in 26 Partien die beste Offensive der Liga. Wermutstropfen war allerdings der Ausfall von Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit. Er verletzte sich während der 2. Halbzeit am Knie. Sollte er länger ausfallen, was immer wahrscheinlicher wird, wäre das ein herber Verlust und mittlerweile der dritte schwere Ausfall der letzten Wochen.

Fazit: Was will man sagen? Ein nie gefährdeter Sieg gegen ein Team was in der Besetzung vom Spiel in Dresden sicherlich keinerlei Siegchancen bei irgendeinem Team der 3. Liga Ost gehabt hätte. So brutal muss man es formulieren. Der spielende Co-Trainer Rico Göde sagte nach dem Match: „Wir wollen natürlich das Beste erreichen und alle vier ausstehenden Spiele gewinnen. Insgesamt war ich mit der 1. Halbzeit der Mannschaft zufrieden. Im 2. Spielabschnitt war Luft nach oben, aber am Ende haben wir souverän gewonnen.“

Durch die Niederlage der MSG Groß-Bieberau/Modau in Hüttenberg, ist Hüttenberg verdientermaßen Meister (GRATULATION!). Dazu kommt, dass Groß-Bieberau mittlerweile 3 Punkte Abstand auf die Dresdner hat. So übernahm der HC nun den 2. Tabellenplatz vom TuS Fürstenfeldbruck. Dieser konnte nämlich sein viertes Spiel in Folge nicht gewinnen und verlor in Nieder-Roden. 

Ganz klar: Ja, der HC Elbflorenz hat die Chance auf die Relegation. Und ja, er hat es in der eigenen Hand. Die Dresdner tun jedoch alle zusammen, Spieler wie Verantwortliche gut daran, nicht schon zu weit zu denken und den Ball flach zu halten. Dies sollte das HC-Mantra der nächsten Zeit sein!!! 

Tore: Meinl/Tovas, Jurgeleit 4/2, Bastian 2, Greß 4, De Santis 9, Matschos 3, Blasczyk 1, Desler 2, Hartmann 1, Göde, Kretschmer 2, Boese 4

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