25. Spieltag HC ELBFLORENZ vs. USV Halle 46:29 (23:17)

(c) HC Elbflorenz

HC ELBFLORENZ siegt weiter – USV Halle chancenlos

Was soll man sagen? Die Hallenser traten am Gründonnertag ganz stilecht in grün an. Stark! Die Halle war trotz der ungewöhnlichen Spielzeit ganz gut gefüllt. Die Dresdner Fans gaben Trompeten unterstützt wieder alles und das Dresdner Team spielte vorne „Rakete“ und hinten in weiten Teilen „Tapete“ (und zwar eine die zu viel Luft an die Wand lässt!).

Beide Teams starteten in der Defensive offensiv und beide Teams hatten vor der Partie den Ausfall von Spielern zu verkraften. Wobei der Ausfall von Martin Danowski und Maximilian Haase beim USV beim dünn besetzten Hallenser Kader etwas schwerer wog. Während die Hallenser es also mit einer 3:3-Deckung probierten, warteten die Dresdner mit einer verschobenen 5:1 Deckung auf. Dabei sollte bei den Dresdnern der vorgezogene Spieler vor allem die Kreise des USV-Toptorschützen Pierre Sogalla stören. Über 60 Minuten gesehen ging weder das eine noch das andere Konzept auf. 46 Gegentore sprechen für sich und die 11 Tore des bärenstarken Rückraumlinken Sogalla auch. Vor allem in der 1. Halbzeit war es kein Spiel für Defensivfetischisten. Was im Blick auf die Dresdner nach zuletzt starken Leistungen in der Abwehr/Tor überraschte. Dass der USV mit 17 geworfenen Toren in die Halbzeit ging, war den Sachsen-Anhaltinern so auch noch nicht passiert. Die Dresdner spielten zunächst sehr viel über den Kreis, was auch nahezu immer gelang. Daneben war es HC-Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit, der immer wieder für mächtig Wirbel sorgte. Allzu oft vernaschte er die USV-Abwehr. Insgesamt traf er siebenmal aus dem Feld und viermal souverän vom Punkt. Da beide Teams, wie schon erwähnt, keinen Zugriff in der Abwehr bekamen, war das 23:17 Halbzeitergebnis nur folgerichtig. Dabei konnten sich die Dresdner erst in den letzten 10 Minuten der 1. Halbzeit etwas absetzen. Lange hatte der designierte Absteiger aus Halle sehr gut mitgehalten. Die Dresdner hatten neben der Abwehr auch Probleme, ihre Überzahlsituationen richtig zu nutzen.

Die 2. Halbzeit begann der HC Elbflorenz in der Abwehr konzentrierter. So war das Spiel beim Treffer zum 29:19 in der 37. Minute durch HC-Kreisspieler Rico Göde entschieden. Den Hallensern gelang bis zur 45. Minute nicht mehr viel. Sie erzielten in dieser Zeit lediglich 3 Treffer (36:20). Nach diesem Zwischenspurt ließ die Konzentration in der Abwehr aber wieder nach und  da aus dem Dresdner Tor nur begrenzt Impulse kamen, gelangen den Hallensern noch 9 Treffer in der Schlussviertelstunde. Die Dresdner legten ihrerseits noch einmal 10 Treffer drauf und so endete das Spiel 46:29. Damit schenkten die Dresdner den Gästen so viele Treffer ein, wie noch kein Team davor. 

Fazit: Mannschaftskapitän Timo Meinl äußerte sich nach der Partie durchaus selbstkritisch: „Wir haben uns speziell in der 1. Halbzeit sehr schwer getan und jegliche Aggressivität vermissen lassen. Was zählt sind die 2 Punkte, bei allem Verbesserungspotenzial. In der nächsten Woche gegen Rödelsee müssen wir von Beginn an zeigen, was uns zuletzt so stark machte.“ Dem Gegner muss man Respekt zollen. Die Mannschaft von Jungtrainer Fabian Metzner trat nicht auf wie ein Team, für das es um eigentlich nichts mehr geht.  Die Dresdner ihrerseits lieferten gerade in der Defensive zwei unterschiedliche Halbzeiten, brannten aber in der Offensive ein „Feuerwerk“ ab. Viel mehr ist kaum noch hinzuzufügen. Außer: Pflicht erfüllt mit einigen Offensivschmeckerchen! Schon in der kommenden Woche wartet dann mit dem TSV Rödelsee die nächste Pflichtaufgabe. Positiver Nebeneffekt des „Minispieltages“: die MSG Groß-Bieberau Modau spielte in Gelnhausen Remis und verlor so einen Punkt auf den HC Elbflorenz. Nächste Wochen müssen die Hessen nach Hüttenberg.

Tore: Meinl/Tovas (Tor), Jurgeleit 11/4, Bastian 4, Greß 6, Boese 7/1, Desler 2, Göde 5, De Santis 2, Blasczyk 3, Kretschmer 4, Matschos 2

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