24. Spieltag MSG Groß-Bieberau/Modau vs. HC Elbflorenz (Vorbericht)

(c) HC Elbflorenz

Vorentscheidende Partie – HC reist nach Groß-Bieberau

Wenn am Wochenende die MSG Groß-Bieberau Modau auf den HC Elbflorenz trifft, hat das wohl vorentscheidenden Charakter. Der Blick auf die Tabelle zeigt, es ist ein Spitzenspiel des kommenden Spieltages, denn der Tabellendritte aus Hessen trifft auf den Tabellenvierten aus Sachsen. Da die Entscheidung um Platz 1 schon lange gefallen ist, geht es fast schon vorentscheidend um Platz 2. Wer denkt, dieser könnte am Ende der Saison bedeutungslos sein könnte sich gewaltig irren. Auch der TuS Fürstenfeldbruck mischt als Tabellenzweiter natürlich noch ordentlich um den Silberplatz mit. Die Bayern haben aber schon ganz klar erklärt eine eventuelle Aufstiegsrelegation nicht wahrzunehmen. Auch Groß-Bieberau hat keine Lizenzunterlagen eingereicht. Alle drei Teams trennen derzeit nur hauchdünne Punktabstände. Warum könnte eine solche Relegation ein Thema werden? Der Blick geht dabei einzig in die 3. Liga West, denn im Norden, Osten wie Süden werden sich die Tabellenführer den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen und haben mit Dessau (Nord), Hüttenberg (Ost) und Konstanz (Süd) schon erklärt den Aufstieg wahrnehmen zu wollen. Zudem können diese drei Vereine die Lizenzauflagen wohl erfüllen. Im Westen ist die Situation anders, denn da stehen drei Mannschaften punktgleich an der Spitze. Zwei davon, nämlich die HSG Krefeld sowie der TV Leichlingen haben schon erklärt, dass sie im Fall eines Meisterschaftssieges nicht aufsteigen werden. Natürlich würde beiden so auch nicht an einer Relegation teilnehmen. Der Dritte im Bunde, der VfL Fredenbeck, will im Falle des Meistertitels aufsteigen, muss aber dem Vernehmen nach finanziell noch einiges tun um die eingereichten Lizenzunterlagen auch zu unterfüttern. Die Deadline dafür ist der 31. März. Ebenfalls einen Lizenzantrag haben der VfL Potsdam, Eintracht Hildesheim und die SG Leutershausen gestellt. Wie der HC können sie natürlich nur an der Relegation teilnehmen, wenn sie Zweiter in ihrer Stafel werden und ein Erster, egal aus welcher Stafel, sein Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. Es gibt also noch so einige Fragezeichen im Blick auf den Aufstieg in die 2. Liga. 

 Die Dresdner treffen mit der MSG auf das angriffstärkste Team der Liga. Niemand erzielt im Schnitt mehr Tore (29,5) als die „Falken“. Dazu stellen die Hessen noch eine der besten Abwehrreihen der Liga und sind extrem heimstark. In der Defensive kommt die MSG vor allem über ihre Physis. Nachdem die Groß-Bieberauer in den letzten beiden Spielzeiten hinter den eigenen Erwartungen zurückblieben, gehen in diesem Jahr Anspruch und Wirklichkeit Hand in Hand. Mit dem TV Hüttenberg und den Dresdnern selbst, haben sie dafür aber auch den besten Kader zur Verfügung. Wie gut der Kader ist, zeigt sich auch darin, dass es die Hessen immer wieder schaffen den Ausfall von Stammkräften zu kompensieren. Gegen die Dresdner kann Trainer Ralf Ludwig wieder auf Daniel Zele (101 Tore) bauen. Der ungarische Rückraumshooter musste nach einem Foul eine Dreispielespeere absitzen. Er ist sicherlich eine der Entdeckungen der Saison. Daneben bezieht das Team des Tabellendritten aus verschiedenen Spielern seine Torgefährlichkeit. Für mächtig Torgefahr sorgt Rechtsaußen Felix Kossler. Der Linkshänder, der vor zwei Jahren noch beim damaligen Bundesliga-Aufsteiger TSG Friesenheim unter Vertrag stand, ist mit bisher 110 Toren der Topschütze seines Teams. Daneben ist der Halbrechte Till Buschmann mit 79 sowie U21-Weltmeister Maximilian Schubert im linken Rückraum oder auf Linksaußen mit 90 Toren zu beachten. Nicht zu vergessen Mittelmann und Strippenzieher Benedikt Seeger. Der HC trifft also auf einen Topkader. Dementsprechend schwer wird die Aufgabe.

 Die Dresdner haben interessanterweise noch nie in Groß-Bieberau verloren. Auch die Favoritenrolle liegt im Blick auf die bisherige Saison nicht eindeutig bei den Dresdnern. Können die Dresdner ihr Leistungsvermögen abrufen, ist ein Erfolg in Groß-Bieberau natürlich möglich. Es bedarf einer Leistung am Limit. Die MSG ist es gewöhnt gegen körperlich meist unterlegene Teams zu spielen. Dies ist bei den Dresdnern natürlich nicht der Fall. Es treffen zwei physisch starke Teams aufeinander. Das Hinspiel in Dresden war eine knappe Angelegenheit. Am Ende gewannen die Dresdner aber verdient mit 4 Toren. Kreisspieler Henning Quade schaut wie folgt auf die kommende Partie: „Das Spiel gegen die Falken wird nicht einfach, im Gegenteil. Groß-Bieberau ist eine spielstarke Mannschaft. Wir müssen uns aber auch nicht verstecken. Wir wollen den positiven Schwung sowie die Geschlossenheit der letzten Spiele mitnehmen und mit Leidenschaft ein sicher hart umkämpftes Spiel positiv gestalten.“

In diesem Sinne freuen wir uns auf ein spannendes Spitzenspiel!
ww

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