23. Spieltag: GSV Eintracht Baunatal vers. HC Elbflorenz 17:26 (10:12)

Foto: Marko Richter

Souveräner Auswärtserfolg in Baunatal – Jetzt fünfmal ungeschlagen

Die 1982 eingeweihte Rundsporthalle in Baunatal wirkt etwas wie eine "große fliegende Untertasse". Die Heimmannschaft konnte aber an diesem Tag ihre Fans auf keinen „Flug“ zu höheren Zielen mitnehmen. Im Blick auf die Dresdner sind wir uns nicht zu schade für ganz irdische und offensichtliche Wortspiele. In diesem Sinne lief es für die Dresdner rund in der Baunataler Rundsporthalle.

Die Treffer zum 1:0 und 2:0 für die Gastgeber besorgte Maximilian Schütz. Dies waren gleichzeitig die einzigen beiden Spielstände, bei denen die Hessen in Front lagen. Mit vier Treffern in Folge übernahmen die Dresdner zunehmend die Initiative (2:4). In der 17. Minute hatte sich der HC Elbflorenz durch einen Treffer von Lars Bastian erstmals auf vier Tore (4:8) abgesetzt. Dabei waren die Dresdner ganz gut im Spiel, ohne im Angriff vollends zu überzeugen. In der Folge fehlte den Dresdnern aber vorn wie hinten etwas die Konsequenz. Vier eigene Angriffe ließen die Sachsen liegen. Den Hausherren gelangen ihrerseits zwischen der 20 und 23 Minute, auch bedingt durch eine Überzahlsituation, vier Treffer in Folge (8:8). Vor allem der GSV-Halbrechte Paul Gbur stellte die Dresdner jetzt bis zur Halbzeit immer wieder vor Probleme. Auch GSV-Keeper Constantin Paar zog den HC Elbflorenz-Angreifern des Öfteren den Zahn. Folgerichtig nahm Trainer Rene Jahn nach dem Ausgleich durch die Hausherren die Auszeit. Dies schien zu wirken, denn Sebastian Greß und der erneut auf Halbrechts agierende René Boese trafen erst zum 8:9 und wenig später zum 8:10. Die restlichen fünf Minuten bis zu Halbzeit konnte sich kein Team so richtig absetzen. Fast schon in Gedanken daran mit einer 3-Tore-Führung in die Kabine zu gehen, Sebastian Greß hatte für die Sachsen fünf Sekunden vor dem Ende getroffen, kassierte man dann mit der Schlusssirene etwas unnötig das 10:12 durch Paul Gbur. Das Halbzeitergebnis war die Folge von 20 guten Minuten der Dresdner in Abwehr sowie im Tor und 10 weniger konzentrierten Minuten im letzten Drittel der 1. Spielhälfte. 

Der HC Elbflorenz kam gut aus der Kabine und nutzte gleich seine erste Chance zum 10:13 und weil der GSV wenig später die erste Zeitstrafe kassierte, konnten die Sachsen durch Kreisläufer Rico Göde in der 33. Minute auf 10:14 erhöhen. Eine Sonderbewachung von HC Elbflorenz-Spielmacher Sebastian Greß brachte den Hausherren wenig ein. Doch dann stockte das HC Elbflorenz Spiel wieder und ab der 39. Minute, die Hausherren hatten bis dahin auf 14:15 verkürzt und das Spiel kam in seine erste entscheidende Phase. Bei 14:16 mussten die Gäste eine Zeitstrafe hinnehmen. Diese überstand der HC Elbflorenz unbeschadet und legte bis zur 45. Minute noch zwei Treffer auf die Habenseite (14:18), während die Hausherren an der Dresdner Abwehr verzweifelten. Folglich nahm Heimtrainer Mirko Jaissledie Auszeit. Einzig es brachte keinen durchschlagenden Erfolg. Ganz im Gegenteil, denn die Dresdner entschieden jetzt in der Phase von der 45. bis zur 50. Minute die Partie. Der Treffer zum 16:21 durch den nun Halbrechts agierenden Gabriel De Santis, beantwortete GSV Übungsleiter Mirko Jaissleerneut mit einer Auszeit. Anscheinend hatte ihn aber keiner gehört. Während der GSV in der Zeit danach nur noch einmal traf, war der HC Elbflorenz noch sechsmal erfolgreich (19:27).

Fazit: Als das Team aus Dresden 21:15 Uhr zur Heimfahrt in den Bus stieg, tat es dies mit einem guten Gefühl. Der Erfolg war so deutlich nicht zu erwarten. Immerhin hatte sich der Gegner zuletzt stark präsentiert. Nur 17 Gegentore, so wenig wie noch nie in dieser Saison, war das Ergebnis einer starken Abwehr-Torhüter-Leistung beim HC Elbflorenz. Gleich mehrfach konnte die Dresdner Abwehr Bälle blocken. Kapitän Timo Meinl sprach nach dem Spiel von einem „guten und souveränen Auftritt.“ Zudem führte er aus: „Ich bin froh das ich heute angefangen habe. Unsere Fans haben uns wieder sehr gut unterstützt. Die Abwehr hat es mir leichter gemacht. Es gab eine gute Absprache zwischen dem Block und mir.“ Der spielende Co-Trainer Rico Göde sah es ähnlich: „Wir haben eine gute Abwehr gespielt, viele Bälle geblockt und gestohlen. Aufbauend darauf kamen wir auch zu einigen leichten Toren. Timo hat zusätzlich noch gut gehalten und vor allem in der 2. Halbzeit waren wir sehr souverän.“

Tore: Tovas/Meinl (beide Tor), Bastian 2, Hartmann, Jurgeleit 3/1, Boese 6/3, Desler 1, Göde 4, De Sanstis, Blasczyk, Kretschmer 2, Greß 6, Matschos, Quade 1

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