21. Spieltag: TV Groß-Umstadt vs. HC Elbflorenz 26:33 (15:16)

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HC Elbflorenz setzt auch auswärts ein Zeichen

Sind wir Zeuge einer neuerlichen HC-Evolution? Vielleicht ist es nach dem Auftritt in Groß-Umstadt noch etwas zu früh diese Frage in Gänze zu beantworten, aber es scheint so als ob die Dresdner dabei sind einen neuen Entwicklungsschritt zu vollziehen.

In einer gut gefüllten Halle entwickelte sich sehr schnell eine muntere Partie. Beide Teams brauchten keine lange Anlaufzeit. René Boese erzielte für die Dresdner den ersten Treffer. Für die Hessen antwortete Aufbau-Ass Sebastian Paul zum 1:1. Der HC wiederum in Person von Geburtstagskind Sebastian Greß zum 1:2 per schneller Mitte. Der Dresdner Spielmacher hatte an diesem Tag wohl den „Geburtstagturbo“ eingeschaltet, denn seinem ersten Treffer sollten noch 11 weitere folgen. Sebastian Greß nach der Partie: „Die Deckung der Groß-Umstädter kam mir entgegen. Die Abwehrspieler haben sich kaum geholfen. So gab es für mich immer wieder Lücken.“ Das Spiel blieb bis zur Pause eng. Die erste und einzige (!) TVG-Führung im Spiel (6:5) beantworteten die Dresdner mit einem Doppelschlag durch Nils Kretschmer zum 6:7. In der 14. Minute sendete dann TVG-Toptorschütze Florian See vom Siebenmeterpunkt sein erstes Lebenszeichen. Es sollten vor allem in Halbzeit 2 nicht mehr zu viele folgen. Nach zwei Drittel der ersten Halbzeit kam es für den HC zur ersten wirklich kniffligen Situation. Die meisterten die Dresdner allerdings sehr gut. Teilweise in doppelter Unterzahl agierend ließ man in dieser Phase nur einen Gegentreffer zu und traf in der Person von Lars Bastian selbst sogar in Unterzahl (11:12). Danach machte bis zum 15:16 Pausenstand für den HC nur noch Sebastian Greß die Tore. Die Abwehr der Hessen bekam den Dresdner Spielmacher nicht in den Griff. Beide Mannschaften hatten sich allerdings in Sachen Abwehr-Torhüter-Zusammenspiel für den 2. Durchgang noch Steigerungspotenzial gelassen.

Zu Beginn der 2. Spielhälfte kam beim HC Timo Meinl ins Tor. Er und die jetzt aggressiver auftretende Dresdner Abwehr gingen eine spielentscheidende Symbiose ein. Meinl parierte gleich die ersten beiden Bälle und viele weitere sollten folgen. Was die Heimzuschauer in der 2. Halbzeit dann insgesamt sahen, war teilweise ein Klassenunterschied. Trotz anfänglicher Unterzahl gaben die Sachsen immer mehr den Ton an. Beim Treffer zum 15:19 in der 34. Minute drohte dem TVG das Spiel zu entgleiten. Das 16:19 und 17:19 durch die Gastgeber blieb nur ein Strohfeuer. Immer mehr zog der HC davon. Als in der 46. Minute, nach fast 8 torlosen Minuten, Groß-Umstadt zum 18. Mal traf, hatten die Dresdner schon auf 24 Tore erhöht und sie waren scheinbar zunächst nicht gewillt damit aufzuhören. Da halfen auch Auszeiten von Heim-Trainer Tim Beckmann nichts mehr oder Umstellungen hin zu einer noch offensiveren Abwehr. Als Sebastian Greß in der 51. Minute zum 19:29 traf, kündigte sich für die Hausherren ein Debakel an. Genau 4 Mal hatten sie bis dahin in 21 Minuten getroffen. In den restlichen Minuten waren die Dresdner dann gute Gäste und ließen die Hausherren das Ergebnis noch etwas kosmetisch bearbeiten. So kam es zum 26:33 Endstand.

Fazit: Eines oder das vielleicht das beste Auswärtsspiel der Sachsen in dieser Saison und das bei einem heimstarken TV Groß-Umstadt. Kapitän Timo Meinl: „Der Sieg war hochverdient. Die Abwehr hat mir den Job im 2. Spielabschnitt um einiges leichter gemacht.“ Dies war der dritte starke Auftritt der Dresdner in Folge. Es scheint eher belanglos das zu erwähnen. Wer die bisherige Saison allerdings verfolgt hat, weiß dies ist etwas Besonderes.  Der spielende Co-Trainer Rico Göde sagte nach dem Match: „Es war wichtig nach den zwei guten Spielen noch ein drittes zu machen, vor allem auswärts. Wir haben im Angriff durchweg gute Lösungen gefunden und uns in der 2. Halbzeit in der Abwehr mit einem gut Tjark Desler im Mittelblock sowie einem starken Timo Meinl im Kasten noch einmal gesteigert.“ Im Bus herrschte auf der Rückfahrt beste Laune und das „Geburtstagszepter“ wurde um 0:01 an René Boese übergeben.

Tore: Meinl/Tovas (beide Tor), Bastian 4, Jurgeleit 5/3, Hartmann 1, Boese 3, Desler 1, Göde, De Santis, Blasczyk 2, Kretschmer 5, Gress 12, Quade

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