18. Spieltag: TV Gelnhausen vs. HC Elbflorenz 29:28 (16:12)

(c) HC Elbflorenz

Was soll man schreiben, außer dass einem langsam die Worte fehlen. Der HCE kopierte das Ergebnis vom Hinspiel und über zu viele Phasen die Leistung aus dem letzten Auswärtsspiel.

Die Dresdner waren ohne den zuletzt gut aufgelegten, aber leider verletzten, Henrik Ruud Tovas nach Gelnhausen gereist. Auch Linkshänder Gabriel De Santis fiel verletzt aus. Zudem musste man den Ausfall von Hannes Lindt während des Spieles hinnehmen. Wie bei Auswärtsspielen inzwischen schon fast traditionell hatte der HCE massive Probleme ins Spiel zu kommen. Anzeichen dafür waren drei Tore nach etwas mehr als 13 Minuten Spielzeit und mächtig viel Krampf im Angriff. Kaum verwunderlich, denn die Dresdner starteten mit vier technischen Fehlern und drei Fehlwürfen. Die Hausherren starteten in den ersten Minuten besser. Vor allem der wurfstarke Fabian Eurich setzte dabei für die Hessen die Akzente. Die Gäste brauchten mehr als sieben Minuten, um durch Kreisspieler Henning Quade den ersten Treffer zu setzten (3:1). In der Folge bestimmten die Gastgeber das Spiel und der HCE hechelte mal mehr mal weniger hinterher. In der 16. Minute lag der HCE erstmals mit fünf Toren zurück. Der in dieser Phase starke Dennis Gerst hatte für den TVG erst zum 8:4 und wenig später zum 9:4 getroffen. Auch wenn die Dresdner in Richtung Halbzeit wieder etwas herankamen, konnten sie einen Vier-Tore-Rückstand bis zum Pausenpfiff nicht verhindern (16:12). Letztendlich waren 16 Gegentore zur Halbzeit einfach zu viel. Der HC Elbflorenz bekam weder den wurfgewaltigen Linkshänder Fabian Eurich, noch den rechtsaußen agierenden Dennis Gerst in den Griff.

Viel hatte sich er HCE für die zweite Halbzeit wieder vorgenommen. Als die HC-Verantwortlichen in der 36. Minute jedoch eine Auszeit nehmen mussten, war klar, wenig war zunächst davon aufgegangen. Die Auszeit schien nur bedingt Wirkung zu zeigen. Zunächst wurde nach einer doppelten Zeitstrafe für die Gäste und die Gastgeber etwas mehr Platz auf der Platte. Diesen nutzte Sebastian Greß zu Treffern zum 20:14 und 20:15. Eine Initialzündung konnte er damit bei seinem Team zunächst nicht auslösen. Ganz im Gegenteil, denn die hessischen Hausherren legten noch eine Schippe drauf. Durch einen 3:0-Lauf führte Gelnhausen nach knapp 45 Minuten mit acht Toren (24:16). 16 Tore zu diesem späten Zeitpunkt im Spiel sagen dann auch schon alles über die Angriffsbemühungen der Dresdner. Unglaublich aber wahr, die Dresdner sollten ihre Chance auf Zählbares doch noch bekommen. In der Folge schaffte es der HCE zwei Mal innerhalb weniger Minuten, 3:0-Läufe hinzulegen. So stand es nach zwei Göde-Treffern in der 53. Minute 26:23. Der HC war wieder im Geschäft. Es folgten fast zweieinhalb Minuten, in denen der HCE seine Chance zum 26:24 nicht nutzte und den Hausherren mehr und mehr die Luft auszugehen schien. Als TVG-Spielmacher Frank Eidam zu Beginn der 57. Minute zum 27:23 traf, glaubte wohl so mancher an eine Vorentscheidung. Die war es aber nicht. Der HC mobilisierte noch einmal alle Kräfte und kämpfte sich 45 Sekunden vor Schluss durch einen Jurgeleit-Treffer auf 28:27 heran. Die Hessen reagierten schnell und erzielten nach einem strafwurfwürdigen Foul der Dresdner letztendlich vom Siebenmeterpunkt das 29:27. Der an diesem Tag herausragende Fabian Eurich behielt für die Hessen die Nerven. Den schnellen Anschlusstreffer der Dresdner zum 29:28 beantwortete die TVG-Bank mit einer Auszeit acht Sekunden vor Schluss. Danach gaben die Hessen den Ball nicht mehr aus der Hand und gewannen denkbar knapp mit 29:28.

Fazit: Puh, durchatmen! 15 Minuten konstanter Handball reichen nicht, um in Gelnhausen zu gewinnen. Kapitän Timo Meinl sagte: „Die Aggressivität und Spielfreude von Auerbach konnten wir leider nicht abrufen.“ Der HCE verliert Platz 2 und wenn es so weiter geht auch bald Platz 3 aus den Augen. Die 15 starken Minuten zum Ende der Partie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sachsen über lange Zeit ähnlich wie in Kirchzell agierten. Die unglaubliche Diskrepanz zwischen Auswärts- und Heimpartien erinnert eher an einen unerfahrenen Aufsteiger und nicht an eine so erfahrene Mannschaft. Teammanager Torsten Schulz sagte dazu: „Wir hatten einfach zu viele leistungsmäßige Ausfälle. Sicherlich muss sich der eine oder andere einmal hinterfragen.“

Man kann nur hoffen, dass sich das Team zum zehnjährigen Jubiläum des HC Elbflorenz und der gleichzeitigen Partie gegen Hüttenberg etwas einfallen lässt! Vielleicht ein Spiel, über das man in zehn Jahren noch redet!

Tore: Meinl/Balster (Tor), Boese 9/5, Bastian 1, Lindt, Greß 3, Blasczyk 2, Desler, Kretschmer 5, Hartmann, Jurgeleit 2, Quade 2, Göde 4

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