14. Spieltag: HSG Rodgau Nieder-Roden vs. HC Elbflorenz 29:32 (15:15)

(c) HC Elbflorenz

HC Elbflorenz in Rodgau siegreich

War das der HC, auf den wir schon etwas länger warten? Sicher ist es noch viel zu früh um dies zu sagen. Aber toll wäre es! Ohne Frage waren Fortschritte zu erkennen. Wirkliche Fortschritte werden es aber erst, wenn sie dauerhaft sind!

Der kleine aber feine Dresdner Anhang machte sich gleich zu Beginn der Partie sofort lautstark bemerkbar. Das Dresdner Team machte sich auf dem Feld erstmals durch René Boese bemerkbar, denn er traf für Gäste per Strafwurf zum 0:1. Die HSG schlug relativ schnell zurück und ging 2:1 in Führung. HC-Youngster Tom Hartmann erzielte dann das 2:2. Es war eines seiner insgesamt 6 Tore an diesem Tag. Im Weiteren Verlauf erarbeitete sich der HC immer wieder kleine Vorteile. Erst führte man in der 15. Minute 5:8 und später in der 22. Minute 9:12. Bei den Hessen tat sich in der 1. Halbzeit vor allem das Duo Kaiser/Weidinger hervor. Dabei trafen beide aus allen Lagen. Auf ihr Konto gingen 11 der 15 HSG-Tore. Welche Qualität die Hessen haben bewiesen sie in der Partie gleich mehrfach, denn die Vorsprünge der Dresdner wurden immer wieder egalisiert. So war es fast auch folgerichtig, dass die Partie beim Stand 15:15 in Pause ging. Vorher hatten die Dresden noch einige Klippen zu umschiffen. So z.B. als Kreisspieler Henning Quade in der 26. Minute eine unglückliche aber berechtigte Disqualifikation ausgesprochen bekam.

Der Dosenöffner für die 2. Halbzeit war, wie schon in der 1. Halbzeit, Rechtsaußen René Boese. Der Linkshänder trug sich im 2. Durchgang gleich mehrfach in die Torschützenliste ein. Während die Dresdner bis zur 34. Minute drei Mal trafen, brauchten die Hessen knapp 6 Minuten Anlauf, um ihrerseits den ersten Treffer zu setzen. So führten die Sachsen in der 37. Minute mit 16:19. Dabei hatten die Dresdner sogar eine Unterzahlsituation schadlos überstanden. In nur 3 Minuten hatten die Baggerseepiraten den Vorsprung allerdings egalisiert (19:19). Die HSG legte sogar noch einen drauf und führte in der 41. Minute durch einen Treffer von Sergeji Zutic erstmals wieder seit der 6. Minute (20:19). In der Folge wurde es etwas turbulent. Rico Göde traf für den HC zum 20:20. Der HC kassierte wenig später eine Zeitstrafe, gewinnt den Ball aber zurück und kann durch Nils Kretschmer mit 20:21 in Führung gehen. Danach musste für den HC Lars Bastian auf die Strafbank und HSG-Akteur Christian Schmid in der gleichen Szene „duschen gehen“ (Disqualifikation). Mit mehr Platz auf dem Feld traf alsdann ein stark aufgelegter Spielmacher Sebastian Gress zum 20:22. In der 46. Minute begann dann eine äußerst torreiche Überzahl des HC, wobei dazu beide Teams beitrugen. Bis zum Ende der Strafzeit traf der HC drei Mal und die HSG zwei Mal. So führten die Dresdner mit 23:25 und als Rico Göde dann zum 23:26 aus dem Rückraum traf, befanden sich die Dresdner wie in der Vorwoche in Fürstenfeldbruck auf einem guten Weg. Diesmal knickte das Team aber nicht ein. HSG-Trainer Hauptmann nahm die Auszeit, um gewisse Feinjustierungen vorzunehmen. Dies brachte zunächst das 24:26. Das Spiel ging jetzt in seine entscheidende Phase. Die Dresdner schlugen in Person von Hannes Lindt zurück (24:27) und HC-Keeper Tovas hielt bis zum Ende der Partie noch einige freie Bälle, u. a. einen Konter. Bei den Hessen war es vor allem das Dreigestirn Kohlstrung, Weidinger und Kaiser was sich gegen die Niederlage stemmte. Trotzdem war was Tor zum 26:29 in der 54. Minute eine kleine Vorentscheidung. Linksaußen Tom Hartmann setzte seinen insgesamt 6. Treffer. Danach hielt die Dresdner Abwehr die Gastgeber 2 Minuten lang auf Abstand. Zwar kamen die Baggerseepiraten noch einmal auf 28:29 heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Als Hannes Lindt und Rico Göde die Treffer 30 und 31 für den HC besorgten, war das Spiel im Sack. Am Ende gewann der HC mit 29:32 erstmalig bei der HSG Rodgau-Nieder Roden. Danach wurde verständlicherweise mit den wieder überragenden Fans gefeiert.

Fazit: Der erste Auswärtssieg in der HC-HSG-Vergleichsgeschichte ist eingefahren. Drei Anläufe brauchten wir, um dies zu bewerkstelligen. Im Gegensatz zu vielen vorherigen Spielen konnte der HC diesmal im Angriff über weite Strecken überzeugen. Das lag nicht nur, aber viel an der „Entdeckung“ der Außen beim HC. Die „Entdeckten“ dankten es dann auch mit zahlreichen Toren. Am Ende ist der Sieg verdient, weil die Dresdner einige Nackenschläge vor und während der Partie wegsteckten und außerdem mehr Phasen als das Heimteam spielerisch und kämpferisch bestimmten. So gelang dem Trainerteam Jahn/Göde ein sehr guter Einstieg. Rico Göde sagte nach dem Spiel: „Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir die Woche von ihr gefordert haben. Sie hat sich zerrissen und gegen die offensive Abwehr der Gastgeber gut agiert. Es war die richtige Antwort auf die auch berechtigte Kritik der letzten Wochen. Es war eine top Mannschaftsleistung“ Mannschaftskapitän Tim Meinl sah es ähnlich: „Wir haben diesmal nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugt und am Ende verdient gewonnen.“

Tovas/Meinl (beide Tor), Bastian, Hartmann 6, Boese 7/2, Lindt 4, Desler 3, Göde 3, De Santis, Blasczyk, Kretschmer 2, Gress 7, Quade

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