13. Spieltag: TuS Fürstenfeldbruck vs. HC Elbflorenz 26:25 (13:15)

(c) HC Elbflorenz

Während der TV Hüttenberg bspw. auf der Stelle tritt, die den souveränen 1. Tabellenplatz bedeutet, tritt der HC leistungstechnisch auf der Stelle, welche Stagnation bedeutet. Die Fürstenfeldbrucker hingegen agierten bei ihrem Sieg nicht wie Panther Baghira, sondern mehr wie der unbekümmerte Mogli, den der Tiger Shir Khan einfach nicht zu fassen bekommt, mag er sich auch noch so anstrengen. Und genau das ist es, bei den Dresdnern sieht derzeit vieles angestrengt aus. Es fehlt jegliche Leichtigkeit, wenn sie denn schon einmal da war!?

Das Spiel begann von beiden Seiten zäh, denn nach knapp 8 Minuten hatten beide Teams jeweils nur 2 Treffer erzielt. Während der HC in einer 6:0 agierte frönten die Fürstenfeldbrucker ihrer Leidenschaft zur offensiven Deckung. Dabei verschob sich die 3:2:1 Abwehr der Gäste auch mal zu einer 3:3 Variante und umgedreht. Die bayrischen Hausherren nahmen vor allem HC-Spielmacher Sebastian Gress und den zunächst Halblinks agierenden Nils Kretschmer verstärkt aus dem Spiel. Das gelang dann auch. Auch wenn der HC im Verlauf der 1. Spielhälfte andere Angriffsoptionen fand, spielte eines den Panthern aus Fürstenfeldbruck im Blick auf ihr Deckungskonzept in die Karten. Der HC agierte nahezu ohne Außenangreifer. So massierte sich vieles in der Angriffsmitte und machte es der TuS-Abwehr leichter. Bis zum 5:4 für die Hausherren war es eine ausgeglichene Partie. Danach ließen beiden Mannschaften fast 4 Minuten gleich mehrere Chancen weg. Der TuS erinnerte sich aber eher wieder, wie das mit dem Tore werfen funktioniert und zog auf 7:4 davon. Beide Tore erzielte dabei der für den TuS im linken Aufbau agierende Sebastian Meinzer. Er war bei den Bayern ganz klar der spielentscheidende Mann. Die HC-Abwehr bekam ihn zu selten in den Griff. 8 Treffer steuerte er zum Sieg der Panther bei. Es war aber keineswegs so, dass der TuS überragend agierte. Auch er nahm sich seine Auszeiten und hatte mit der Dresdner Abwehr so seine Probleme. So glichen Dresdner innerhalb 40 Sekunden zum 7:7 aus. In der Folge blieb das Spiel eng. In der 24. Minute brachen die Sachsen jedoch den Bahn und gingen durch Henning Quade erstmals in Führung (11:12). Den Ausgleich der Panther beantworteten die Tiger mit einigen guten Abwehraktionen und 3 Toren in Folge. Vor allem Tjark Desler auf Halblinks setzte dabei mit den Treffern zum 12:14 und 12:15 die Akzente. Sebastian Meinzer, wer sonst, besorgte dann für die Gastgeber das 13:15. Dies war gleichzeitig der Pausenstand. Der HC hatte es vor allem in den letzten 5 Minuten der 1. Spielhälfte geschafft seine Abwehr immer mehr zur Geltung zu bringen und führte so nicht ganz unverdient.

Wie gewonnen so zerronnen, denn zwei technische Fehler der Sachsen in Folge brachten dem TuS relativ schnell wieder auf Augenhöhe. Erst Lentner und dann Haller trafen zum 14:15 sowie 15:15. Bis zur 40. Minute (17:18) hatte der HC kleine Vorteile. Diese kehrten sich aber nach einer Zeitstrafe für Nils Kretschmer um, denn der TuS erzielte in Überzahl die Tore zum 18:18 und 19:18. Dabei agierten die Gäste in Überzahl weitaus besser als der HC selbst. Die Dresdner zeigten nämlich erneut bei eigenem Überzahlspiel eklatante Schwächen. Auch darum ist man derzeit kein Spitzenteam. Nichtsdestotrotz, die Partie blieb eng und eher von den Abwehrreihen dominiert. Bei Stande von 20:19 für die Gastgeber nahm Peter Pysall in der 44. Minute eine Auszeit. Anscheinend hatte seine Worte kurzzeitig gefruchtet, denn der HC holte sich die Führung zurück (20:21). Bis zur 49. Minute bauten die Dresdner den Vorsprung sogar leicht aus (21:24). Das den Sachsen jedoch in den letzten ca. 12 Minuten nur noch 1 Treffer gelingen sollten, war trotz der mittelmäßigen Dresdner Angriffsbemühungen nicht abzusehen. So kam es dann aber. So nutzen die Hausherren die Gelegenheit, um bis zur 54. Minute auszugleichen (24:24). Dabei ließ der TuS selbst noch ein oder zwei Tormöglichkeiten verstreifen. Rene Boese konnte dann in der 57. Minute die Dresdner Tordurststrecke mit dem Treffer zum 24:25 beenden. Bei 56:36 auf der Uhr glichen die Hausherren jedoch durch Maximilian Lentner aus (25:25). Die Halle war schon lange ein Tollhaus und das Spiel ging in seine entscheidende Phase. Die Dresdner kamen jedoch im Angriff nicht mehr zum Zug. Bei angezeigtem Zeitspiel jagte man den Ball in die Region weit über dem TuS-Tor und auf der anderen Seite machten es die Panther besser und erzielten durch Sebastian Meinzer das entscheidende 26:25. Auch eine erneute Auszeit der Dresdner brachte keine Besserung mehr. Die Dresdner verloren, weil sie in der entscheidende Phase des Spieles im Angriff einen Stresstest nach dem anderen nicht bestanden.

Fazit: Aufbauspieler Tjark Desler sah es nach dem Spiel so: „Wir haben gekämpft und eine gute Moral bewiesen, leider aber in einigen wichtigen Situationen unglücklich agiert. Unser Überzahlspiel war außerdem heue unsere Achillesverse.“ Kämpfen allein reicht aber nicht. Davon abgesehen, dass das die anderen Mannschaften auch können. Ja, die Mannschaft hat sich im Gegensatz zum Spiel gegen Bad Neustadt gesteigert. Dies beschränkte sich aber vor allem auf die Abwehr. In diesem Sinne braucht auch nicht den kalte Kaffee der Vorwoche wieder aufgebrüht werden. Das ernüchternde Ergebnis in Fürstenfeldbruck schlägt sich auch in der Tabelle wieder. Derzeit steht der HC Elbflorenz mit 17:9 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Das wäre dann da, wo die Mannschaft von den Leistungen her derzeit zu hingehört. Im nächsten Spiel in Nieder Roden wird es nicht leichter, jenes kann man jetzt schon sicher sagen.

Tore: Boese 3/2, Jurgeleit 3/2, Hartmann, Bastian 1, Lindt 5, Desler 3, Göde 4, Blasczyk, Kretschmer 1, Gress 2, Quade 3, Tovas/Meinl (beide Tor)

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