1. Spieltag: USV Halle vers. HC Elbflorenz 21:35 (10:15)

(c) HC Elbflorenz

Vor noch keinem Spiel in der Drittligageschichte des HC Elbflorenz waren die Dresdner als so klarer Favorit in ein Spiel gegangen und in keinem Spiel zuvor wurden sie dieser Stellung so klar gerecht. Nach dem Spiel war auch klar, die Dresdner konnten mir ihrer Rolle weitaus besser umgehen als die Hallenser mit ihrer eigenen. Für den USV ist zu hoffen, dass der Lernprozess nicht zu lange dauert. Insgesamt hatten sich die Dresdner von Hallenser Seite auf viel mehr Emotionen eingestellt.

Der HC Elbflorenz startete ohne den verletzten Torwart Henrik Ruud Tovas ins Spiel. Tom Hartmann und Alexander Matschos hatten zudem zunächst erst einmal neben der Bank Platz genommen. Es dauerte nur wenige Minuten und jedem auf der Tribüne im Bildungszentrum war klar, auf was das Spiel hinauslaufen würde. Zu überlegen agierten die Dresdner schon in der Anfangsphase. Rico Göde war nach 50 Sekunden der erste HCE Torschütze der Saison. In der 7. Minute verwandelte René Boese bereits seinen zweiten Strafwurf zum 1:6. In den kommenden knapp 53. Minuten sollte der Vorsprung nie weniger als 5 Tore betragen. Insgesamt begann der HC Elbflorenz sehr konzentriert und hatte in Timo Meinl außerdem einen gewohnt starken Rückhalt. 17 Paraden steuerte er zum Sieg bei. Darunter auch die eine oder andere spektakuläre Doppelparade. Ab der 15. Minute ließ die Konzentration dann aber etwas nach. Man leistete sich auf Seiten der Dresdner einige Fehler und ließ auch gute Torchancen aus. Vor allem in der Schlussphase der 1. Halbzeit nutzen das die Hausherren um etwas besser ins Spiel zu kommen. Die Folge war der 10:15 Halbzeitstand und das nachdem die HCEler Anfang der 28. Minute schon sicher mit 7:15 geführt hatten. Vor allem der USV Halblinke Pierre Sogalla setzte bei den Hallensern im Verlauf der 1. HZ immer mehr Akzente. Sein sonst so starker Partner im Aufbau Maximilian Haase wirkte hingegen etwas gehemmt.

Zu Beginn der 2. Halbzeit gelang es den Gästen immer noch nicht das Gaspedal wie zu Beginn der 1. HZ richtig durchzudrücken. So stand es in der 36. Minute 13:18 und der USV hielt noch leicht Kontakt. Danach trafen die Sachsen allerdings im Minutentakt und warfen so in der 41. Minute erstmalig einen 10 Tore-Vorsprung heraus. (13:23). Die Hallenser ergaben sich zwar nicht in ihr Schicksal, hatten aber auch nicht die Mittel um wirklich dagegenzuhalten. Als in der 49. Minute durch einen Treffer von Tim-Philip Jurgeleit der 30. HCE-Treffer fiel, waren schon lange alle Messen gelesen. Ab der 50. Minute wechselte HCE-Trainer Pysall dann noch etwas durch und gab allen Akteuren Spielanteile. Ab und zu fehlte den Sachsen in der Schlussphase die letzte Konsequenz, ansonsten wäre der Sieg wohl noch deutlicher ausgefallen. So setze Linksaußen Tom Hartmann 30 Sekunde vor Schluss mit dem 35. HCE-Treffer den Schlusspunkt zum 21:35 Sieg.

Fazit: Vor 230 Zuschauern davon fast 50 lautstarke Dresdner, gewannen die Dresdner erwartungsgemäß. Die Hallenser hatten in keiner Phase eine Chance. Für die Dresdner war es ein guter Start in die Saison, wohlwissend dass Halle an diesem Tag kein wirklicher Gradmesser war. Das wird sich schon mit dem ersten Heimspiel gegen den TV Kirchzell ändern. Ähnlich sah es auch Mannschaftskapitän Tim Meinl: „Bei unseren Ansprüchen ein Pflichtsieg und mehr nicht. Insgesamt aber ein guter Anfang. Ein Auftaktsieg ist gut fürs Selbstvertrauen. Wo wir stehen, werden wir vielleicht nächste Woche sehen. Spielerisch ist sicher noch Luft nach oben.“

Torschützen: Bastian, Hartmann 2, Jurgeleit 4, Boese 7/3, Lindt 3, Desler 1, Göde 5, De Santis 2, Blasczyk, Kretschmer 3, Gress 3, Quade 5, Meinl/Balster (beide Tor)

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