27. Spieltag HSC Bad Neustadt vs. HC Elbflorenz 33:31 (18:19)

(c) HC Elbflorenz

Knappe aber verdiente Niederlage in Bad Neustadt

Der HSC agierte so, als wäre es für die Unterfranken das Spiel des Jahres. Eigentlich hätte der HC Elbflorenz auch so agieren müssen, denn eines war vor der Partie schon klar - jedes verbleibende Spiel muss durch die Sachsen wie das Spiel des Jahres angegangen werden. Dies setzten die Unterfranken allerdings über 60 Minuten einfach besser um.

Der HSC Bad Neustadt war sofort im Spiel. Die ersten vier Treffer für die Gastgeber erzielte Vim Leskovic aus dem linken Rückraum. Insgesamt agierten die Gastgeber in der 1. Halbzeit stark aus dem Rückraum. Nahezu jeder Schuss war, manchmal auch mit etwas Wurfglück, ein Treffer. Nachdem der HC Elbflorenz in der 7. Minute 5:2 führte, entwickelte sich eine Partie ohne funktionierende Abwehrreihen. Ab dem 10:8 war dabei der HSC Bad Neustadt immer wieder leicht im Vorteil. Beim 18:16 gelangen den Dresdnern jedoch drei Treffer in Folge, so dass die Sachsen mit einer 19:18 Führung in die Pause gingen. Ungewohnt wenig Zugriff fand der HC Elbflorenz in der Abwehr wie im Torhüterspiel. Dem Gegner ging es ähnlich, wobei dies etwas weniger ungewohnt war.

Ein kleiner Vorteil zu Beginn der 2. Halbzeit für den HC Elbflorenz war schnell wieder dahin. In der 39. Minute lag man sogar 25:22 zurück, konnte dies aber wieder egalisieren (25:25). Ähnliches Spiel noch einmal beim 29:27 für den HSC. Mit zunehmender Spielzeit im 2. Spielabschnitt wurde der Dresdner Spielmacher Sebastian Greß fast schon zum Alleinunterhalter. Er markierte vier der letzten sechs Dresdner Tore.

In der sogenannten Crunchtime, es stand 32:30 für die Hausherren und es waren noch vier Minuten zu gehen, machte der HC Elbflorenz drei entscheidende Fehler, ohne dass der Gegner traf. Zunächst wurden zwei hart erkämpfte Bälle nach nur wenigen Sekunden verloren und zudem vergab man 18 Sekunden vor dem Ende einen Strafwurf, der den HC Elbflorenz der letzten Hoffnung auf ein Remis beraubte. Der Jubel der Hausherren war dann auch „Spiel des Jahres-verdächtig“.

Fazit: Der spielende Co-Trainer Rico Göde sagte nach dem Spiel: "Der HSC war heute den Tick besser. Man kann hier verlieren und trotzdem sind 15 technische Regelfehler einfach zu viel." Der HSC hat ohne Frage eine Mannschaft, die normalerweise um die Top 3 mitspielen müsste. Dies wussten die Dresdner schon vor dem Spiel. Der Schlüssel zum HSC Sieg war, dass die Unterfranken vor allem im Rückraum in der Breite besser agierten. In der entscheidenden Zeit ab der 45. Minute wurde das mehr als deutlich. Dies brachte dem Gegner auch die eine oder andere Kraftreserve mehr. Insgesamt bewegt sich der HC Elbflorenz hier nicht zum ersten Mal auf zu dünnem Eis. Verletzungsbedingte Ausfälle können dafür nur eine Erklärung sein. Das Spiel des HC Elbflorenz braucht in den verbleibenden Partien mehr Schultern, auf welche das Spiel verteilt werden kann. Quasi eine originäre Grundvoraussetzung einer Mannschaftssportart!

Für den HC Elbflorenz folgt nun gegen Fürstenfeldbruck ein erstes Finale. Durch die Niederlage beim HSC hat die Partie vorentscheidenden Charakter. Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel.

Gedankt sei erneut den gut 20 Dresdner Fanenthusiasten, die an Ihren Schlagwerkzeugen wieder alles gaben! (:

Tore: Meinl/Tovas, Jurgeleit 7, Greß 7, Boese 5/3, Bastian 3, Desler 2, Göde 4, De Santis, Blasczyk, Kretschmer 3, Matschos

ww

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