20. Spieltag: HC Elbflorenz vs. TV Großwallstadt 31:23 (16:10)

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HC Elbflorenz siegt ohne Probleme

Es wäre zu viel verlangt gewesen, dass das Gefühl der Vorwoche wieder durch die Halle "wogt". Das es kaum gelang lag aber nicht an den Dresdnern, sondern an den Gästen aus Unterfranken. Der TVG wirkte über weite Strecken des Spieles „wie ein Restaurantbesucher der nicht zum Essen gekommen ist, sondern um verspeist zu werden.“

Während die Großwallstädter auf ihren Toptorjäger Florian Eisenträger verzichten mussten, ging der HC Elbflorenz ohne das Trio Boese, Quade und Lindt ins Rennen.

Es waren noch keine 5 Minuten gespielt, da fragte TVG-Trainer Heiko Karrer seine Spieler auf der Bank, ob sie „heute die Hosen ... haben“. Ihm war natürlich aufgefallen, dass der TVG defacto nicht stattfand. Das sollte sich auch etwas mehr als 20 Minuten nicht ändern. Die TVG-Abwehr fand keinen Zugriff auf das Dresdner Angriffsspiel. Dabei waren, wie gegen Hüttenberg, vor allem Spielmacher Sebastian Greß und der Halblinks agierende Nils Kretschmer zunächst die Aktivposten. Beim Stand von 6:1 nahm der Coach der Unterfranken die erste Auszeit. Es waren erst 10 Minuten gespielt. In der 17. Minute war er sicher kurz davor die nächste zu nehmen, denn die Sachsen führten mittlerweile mit 12:4. Die Hausherren kamen in der Abwehr zu vielen Ballgewinnen und konnten diese in leichte Tore umwandeln. Bedingt durch die erste Dresdner Unterzahl ab Minute 21 kamen die Großwallstädter etwas besser ins Spiel. So gelang es den Gästen den Vorsprung des Gastgebers bis zur Halbzeitpause auf 6 Tore zu begrenzen. Grundstein für die Führung war die gute Dresdner Abwehr mit einem durchaus gut aufgelegten Henrik Ruud Tovas dahinter. Ihm gelangen alleine in der 1. Halbzeit drei Siebenmeter-Paraden.

Genau 8 Minuten probierte es der TVG dann mit einer extrem offensiven 1:5 Abwehr. Die kurze Zeitspanne zeigt schon, die Variante der Unterfranken ging nicht auf. Die Dresdner bauten die Führung bis zur 38. Minute auf 22:13 aus. Dann probierten die Gäste Spielmacher Sebastian Greß mit einer Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang, brachte aber nicht den gewünschten Effekt im Blick auf das ganze Dresdner Angriffsspiel. Die Dresdner hatten weiterhin zahlreiche sehr guten Chancen. Einziger Unterschied: Sie nutzen diese nicht mehr konsequent bzw. konnte TVG-Keeper Mile Matijevic einige starke Paraden zeigen. Er war fast der einzige Großwallstädter der an diesem Tag seine Leistung brachte. Die Dresdner mussten durch das Vergeben zahlreicher Chancen 8 torlose Minuten überbrücken, um den 23. Treffer zu erzielen. Inzwischen hatten die Gäste aus Unterfranken auf 23:15 verkürzt und der Dresdner Keeper Ruud Henrik Tovas gleich mehrfach pariert. Die Schlussviertelstunde bedarf kaum einer Beschreibung. Der TVG konnte an diesem Tag offensichtlich nicht besser und der HC Elbflorenz ließ vorn wie hinten eine Menge an Konsequenz vermissen. Beides führte dann zum 31:23 Endstand.

Fazit: Der Sieg war zu keiner Zeit in Gefahr und die Großwallstädter mit dem Ergebnis gut bedient. Die Jugendlichkeit der meisten Großwallstädter mag als Entschuldigung gelten. An den TVG-Fans lag es nicht, denn die gaben alles. Gerne hätte man auch gehört was Trainer Heiko Karrer zur Leistung seines Teams gesagt hätte. Er kam aber gleich gar nicht zur Pressekonferenz nach dem Spiel. HC Elbflorenz-Trainer Renè Jahn sagte nach dem Spiel: „Es war wichtig nach dem Hüttenberg-Spiel nachzulegen. Einige Chancen hätten wir noch besser nutzen können. Die Ausfälle haben wir gut kompensiert.“

Tore: Bastian 2, Jurgeleit 5/1, Hartmann 2, Desler, Göde 4, De Santis 3, Blasczyk 2, Kretschmer 5, Matschos 1, Greß 7, Meinl/Tovas (beide Tor)

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