RELEGATION - HC Elbflorenz vs. HF Springe vs. VfL Eintracht Hagen (Vorbericht)

RELEGATION

Dresdner Gedankengänge zur Relegation

Gefühlt ist die Relegation zum Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga DAS Handballevent der letzten 10 bis 15 Jahre im Dresdner Handball. Da können weder der traditionelle Pfingstbesuch bei der Oma, die in der Erinnerung immer mehr verblassenden Stadtderbys, noch die bewegenden Freundschaftsspiele gegen Bundesligisten mithalten. Für den Dresdner Handball wäre der Aufstieg in die 2. Bundesliga ein Quantensprung, an den vor Jahren kaum zu denken war. Die HC-Verantwortlichen sind sich sicher, dass die handballerische Auseinandersetzung viele Fans aller Lager, aber auch Handballinteressierte aus der näheren und weiteren Region in die Halle locken wird. Der bisherige Kartenvorverkauf ist dahingehend schon ein klarer Fingerzeig und wer weiß, vielleicht wäre es im Sog eines solchen Erfolges auch möglich, dem Thema Dresdner Jugendhandball einen Schub zu geben. Zugegeben, dies wäre dann der nächste Quantensprung.

Eines ist für alle Teilnehmer der Relegation gleich, man spielt gegen unbekannte Gegner und das trotz Videostudiums, direkter Beobachtung oder Spielern, die in der Vergangenheit schon aufeinandertrafen. Die drei Teilnehmer HF Springe, VfL Eintracht Hagen und HC Elbflorenz zu vergleichen ist extrem schwer, da es schwierig ist die Leistungsstärke der drei unterschiedlichen Ligen einzuschätzen. Der Versuch eines Vergleichs hat trotzdem seinen Reiz und so versuchen wir das einfach mal.

Auf den ersten Blick scheint die 3. Liga Ost ausgeglichener, als der Westen und der Norden. Das muss allerdings nicht automatisch bedeuteten, dass die 3. Liga Ost besser ist. Jedoch ist festzustellen, die immer mal wieder geäußerte Ansicht, dass in der 3. Liga Ost mehr der "körperliche" Handball gespielt wird als in anderen Ligen, ist eine Mär. Das findet man beispielsweise ganz schnell heraus, wenn man sich mit Schiedsrichtergespannen unterhält, die in verschiedenen 3. Ligen pfeifen. Ein anderer Punkt erscheint auch nicht unwahrscheinlich: jede Mannschaft, die in einer dritten Liga unter die Top drei kommt, hat eine überdurchschnittliche Drittligaqualität und diese Qualität könnten diese Teams sicher auch in einer anderen Staffel gleichermaßen nachweisen. Mit Blick auf die Abschlusstabellen der 3. Liga Ost, Nord und West wird deutlich, dass die Gegner der Dresdner weitaus souveräner Zweiter geworden sind, als der HC Elbflorenz. Während alle drei Teams im Bereich der Gegentore relativ nah beieinander liegen ist auffällig, dass Springe und Hagen im Angriff deutlich mehr Tore erzielt haben als der HC Elbflorenz. Bei Hagen kommt noch hinzu, dass sie gegen den Verlierer des ersten Spieles in der zweiten Partie einen großen psychologischen Vorteil haben und zudem ausgeruht ins Spiel gehen. Nüchtern betrachtet sind Hagen und Springe die leicht favorisierten Teams in der Relegation. Diese Favoritenrolle wollen die Dresdner mit Hilfe des Heimvorteiles eindämmen, denn wie die beiden anderen Teams haben die Dresdner natürlich ein Ziel: den Aufstieg in die 2. Bundesliga! Für Spannung ist also gesorgt, beim Showdown in der EnergieVerbund Arena. Die genauen Gegnervorstellungen finden die Besucher der Relegation wie immer in einer Spezialausgabe des Hallenheftes „Beutezug“.

Die Dresdner haben in der Vorbereitung alles gegeben, um für die Relegation gewappnet zu sein. Alle Spieler sind an Bord. Dabei ist den Sachsen klar, um eine Chance zu haben, müssen zwei überdurchschnittliche Leistungen her. Und egal wie die Saison vorher lief, jeder sportliche Vergleich beginnt fairerweise bei Null und so hat jeder die gleiche Chance diesen für sich zu entscheiden. Das Dresdner Spiel zeigte zuletzt wieder ansteigende Form und so hoffen die Dresdner Fans, dass das Team um Kapitän Timo Meinl in der Relegation wieder zu alter Stärke zurückfindet und den Heimvorteil mit den eigenen Fans zusammen nutzen kann. Die Dresdner haben nicht nur in dieser Saison nachgewiesen, was sie in eigener Halle zu leisten im Stande sind. Mit den sicherlich zahlreichen eigenen Fans im Rücken will das Team Dresdner Handballgeschichte schreiben.

Gehen wir es gemeinsam an!

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