3. Spieltag: HSV Lok Pirna Dresden vs. HC Elbflorenz

ESV Lok Pirna

Vor drei bis vier Jahren war der kommende Gegner noch das bestimmende Element im Handball der erweiterten Region Dresden. Diese Zeiten sind vorbei. Auch weil der HSV Lok Pirna Dresden in den letzten Jahren massive qualitative Einschnitte beim Kader hinnehmen musste. Die Kooperation mit dem HSV Dresden konnte diesen Qualitätsverlust bisher nicht abfedern. Das Projekt braucht wohl noch einige Zeit. Im Blick auf die noch junge Saison ist der Handballnachbar nach zwei Spieltagen und zwei deutlichen Niederlagen Tabellenletzter. Sicher hat die Tabelle derzeit noch keine wirkliche Aussagekraft. Allerdings ist der Druck, nicht schon im ersten Drittel der Saison in den Tabellenkeller zu geraten, schon sehr früh in Pirna angekommen. Auch im Blick auf den weiteren Spielplan. Zumal auch die bekannte Pirnaer Heimdominanz in den letzten beiden Spielzeiten kleinere Risse erhalten hat. Qualitätsverlust in den letzten Jahren hin oder her, zwei Spieler in Pirna sind noch immer in ihren Bereichen Ligaspitze. Es sind die Namen die man immer nennt wenn es um Pirna und Qualität auf der Platte geht. Es geht natürlich um Spielmacher Jiri Boucek und Linksaußen Dusan Milicevic. Diese beiden Akteure sind seit Jahren das Herz der Pirnaer Mannschaft. Dazu kommt nun der von Dresden nach Pirna gewechselte Vladan Kovanovic, welcher sehr flexibel einsetzbar ist. Aufgrund einiger Verletzungsprobleme bei den Sonnensteinern stehen diese Spieler noch mehr im Fokus als sonst. Dies gilt ebenso für Aufbauspieler Jiri Havlat. Auch Neuzugänge wie der in Magdeburg ausgebildete Kreisspieler Martin Danowski oder Torhüter Nick Weber rutschen so nun sehr schnell in wichtige Rollen. Gerade Letzterer hat in Pirna nach dem Weggang von Publikumsliebling Mario Percin ein schweres Erbe angetreten. Auch durch die Neuzugänge sind die Pirnaer in der Breite eigentlich besser aufgestellt als in der Vorsaison. Insgesamt treffen die Dresdner auf einen Gegner, welcher durch einen Sieg im Derby die erste Minikrise abwenden will. Dementsprechend motiviert werden die Sonnensteiner vor eigener Kulisse zu Werke gehen und dem HC Elbflorenz alles abverlangen.

Bei den Dresdnern selbst sind die gesundheitlich "rosaroten" Zeiten auch vorbei. So erwischte es in dieser gesundheitlich nicht nur Trainer Peter Pysall sondern auch Spieler wie Denny Mertig und Gabriel De Santis. Andere werden wohl auch gegen Pirna wieder auf die Zähne beißen müssen. Ein Derby bringt da sicher einen Extraschub Adrenalin, um den einen oder anderen Schmerz zu vergessen. Komme was da wolle, die Dresdner wollen die Punkte 5 und 6 im Derby einfahren. Die Derbyerfahrungen der letzten beide Jahre sind durchaus positiv. Dabei stellen sich die Landeshauptstädter wie immer in Pirna auf eine enge Kiste ein. Im Blick darauf können sich die Dresdner der Unterstützung vieler Fans sicher sein!

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