27. Spieltag: HSG Rodgau Nieder-Roden vers. HC Elbflorenz (Vorschau)

HSG Rodgau Nieder-Roden

Saisonfinale mit vier Endspielen – Start in Rodgau Nieder-Roden

Viermal muss der HC Elbflorenz in dieser Saison noch in der Dritten Liga Ost antreten. Alle vier Spiele sind Endspiele, mit Blick auf das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes (siehe Berechtigung zur Relegation 2. Liga). Schon die Teilnahme an der Relegation wäre der bisherige Höhepunkt in der Vereinsgeschichte und dann ist in zwei Spielen alles möglich. Die Dresdner brauchen noch drei Punkte, um ganz sicher aus eigener Kraft Zweiter zu werden und am Relegationsturnier am 23. Mai in eigener Halle teilnehmen zu dürfen. Interessanterweise spielt man dabei noch gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden und die SG LVB Leipzig, welche ebenfalls noch Chancen auf den zweiten Platz haben. Außerdem muss der HC Elbflorenz noch gegen den designierten Meister der Dritten Liga Ost aus Magdeburg antreten. Auch das Heimspiel gegen den HSC Bad Neustadt wir kein Selbstläufer werden.

Wenn die Dresdner am Wochenende nach Nieder-Roden fahren, treffen sie auf einen Gegner der wie die Dresdner zuletzt vor allem verloren hat. Zudem zählen beide Teams zu den bisherigen Spitzenteams in der Liga. Trotzdem ist die Situation der Dresdner und der Nieder-Rodener irgendwie ganz anders. Warum? Die Hessen verloren dreimal knapp in Dessau, Leipzig und Magdeburg, also bei richtigen „Heim-Schwergewichten“ der Liga. Dabei wussten die Hessen jedoch durchaus zu überzeugen. Und die Dresdner? Die wussten bei ihren drei Niederlagen nicht zu überzeugen, teilweise kann man sogar von enttäuschenden Leistungen sprechen. Die Osterpause kam für den HC Elbflorenz keinen Tag zu früh. Eines haben die Dresdner durch ihre durchwachsene Rückrunde geschafft, nämlich den stückweisen Abbau ihrer Favoritenrolle. Vielleicht schafft das für das Spiel in Nieder-Roden mental eine etwas einfachere Ausgangsposition. Trotzdem ist der HC Elbflorenz nach den letzten Auftritten in der Bringschuld mit Blick auf die handballerische Leistung. Ein Fehlerfestival wie beispielsweise im letzten Heimspiel kann sich der HC Elbflorenz einfach nicht mehr leisten. Und die Hessen? Wer in den Kader der Hessen schaut, dem fallen sofort drei Namen ins Auge. Tim Henkel, Timo Kaiser und Michael Weidinger. Diese drei Spieler haben für die HSG zusammen bisher 446 Treffer erzielt, das sind gut 60 Prozent aller bisherigen HSG-Treffer. Vor allem die rechte Angriffsseite mit Tim Henkel auf Rechtsaußen und Timo Kaiser auf Halbrechts ist oberstes Liganiveau. Jene drei Spieler zu stoppen wird die Hauptaufgabe der Dresdner Deckung sein. Die Mannschaft von HSG-Trainer Alex Hauptmann hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt und kann zudem mit einer großen Heimstärke aufwarten. Wenn die Dresdner Zählbares aus Hessen mitnehmen wollen, müssen sie im Gegensatz zu den vorherigen Spielen mehr als nur eine Schippe drauflegen. Dabei geht es nicht darum, Charakterfragen zu stellen, sondern darum, sich dem Handball der Hinrunde vom Niveau her wieder anzunähern. Nach den zuletzt gesehenen Rückschritten gilt es nun, wieder einen Schritt nach vorn zu machen!

-ww

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