27. Spieltag: HSG Rodgau Nieder-Roden vers. HC Elbflorenz 26:23 (13:10)

Erstes Endspiel verloren

HSG Rodgau Nieder-Roden vers. HC Elbflorenz 26:23 (13:10)

Kämpferisch alles gegeben, von außen wieder super unterstützt, allen Anreise-, Verletzungs- und Versorgungsunwägbarkeiten getrotzt und doch erneut verloren, so kann man das Spiel der Dresdner in Nieder-Roden sowie das Drumherum beschreiben.

Die Dresdner begannen in der Abwehr mit einer Sonderbewachung für den Halbrechten der HSG Rodgau Nieder-Roden Timo Kaiser. So gelang es, den gefährlichen Halbrechten nahezu die gesamte Partie sehr oft aus dem Spiel zu nehmen. Insgesamt hatte man die Top-HSG-Achse Henkel, Kaiser und Weidinger gut im Griff. Nach kleinen Startschwierigkeiten des HC Elbflorenz entwickelte sich bis in die 26. Minute hinein eine enge Partie. Ausdruck dafür war der Spielstand von 9:9. Beide Angriffsreihen taten sich mit dem Deckungssystem des Gegners sichtlich schwer. Einziger Unterschied war, dass die HSG Rodgau Nieder-Roden die Fehler der Dresdner zu einigen leichten Toren nutzten. So konnten die Gastgeber nach dem 10:9 das 11:9 und 12:9 nach Fehlern der Dresdner über Schnellangriffe erzielen. Nach dem zwischenzeitlichen 12:10 durch Gabriel De Santis mussten die Sachsen dann unglücklicherweise das 13:10 fast von der Mittellinie aus hinnehmen. Leider konnte der HC Elbflorenz seine über weite Strecken gute Abwehrleistung in der ersten Halbzeit nicht in ein besseres Ergebnis ummünzen.

Die zweite Halbzeit begann durch einen Jurgeleit-Treffer. Der Linksaußen des HC Elbflorenz gab nach monatelanger Verletzungspause wieder sein Debüt im Dresdner Dress. Ein Lichtblick an diesem Tag! In der 39. Minute hatte der HC Elbflorenz den Anschluss durch einen Mertig-Treffer von Rechtsaußen wieder hergestellt (15:14). In den folgenden knapp acht Minuten ließen die Dresdner dann zunächst die Chancen zum 15:15 und 16:15 ungenutzt und gaben das Spiel danach fast komplett aus der Hand. Im Angriff klappte jetzt fast nichts mehr und die Rodgauer konterten die Dresdner gleich mehrfach aus. Das Ergebnis dieser schwarzen acht Minuten war ein 21:14-Rückstand. Aber die Dresdner kämpften sich zurück ins Spiel. Über die Zwischenstände 22:19 und 24:21 hatte man in der 57. Minute durch einen Siebenmetertreffer von Lars Lumpe, welcher für die erste Männermannschaft reaktiviert wurde und eine gute Partie spielte, auf 24:22 verkürzt. Im Folgeangriff hatte man die HSG nah am Zeitspiel, musste dann aber das 25:22 durch den starken HSG-Kreisläufer Christian Schmid, welcher bei der HSG Rodgau Nieder-Roden an diesem Tag den X-Faktor darstellte, hinnehmen. Die Dresdner verkürzten zwar noch einmal auf 25:23, mussten allerdings fast mit dem Abpfiff das vollkommen unnötige 26:23 hinnehmen.

Fazit: Die Dresdner verloren das vierte Spiel in Folge. Dabei brachen die leichten Fehler den Dresdnern in der Gesamtheit wieder das Genick. Zu häufig fand man zudem keine Mittel gegen die offensive Deckung der Gäste. Kämpferisch hat die Mannschaft alles in die Waagschale geworfen und sich nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel zurückgekämpft. Auch mit der Abwehr-/ Torhüterleistung konnte man über weite Strecken zufrieden sein. Die kämpferische Note kann derzeit die spielerischen Defizite aber nicht auffangen. Schon in einer Woche, beim Spiel gegen den HSC Bad Neustadt, kann der HC Elbflorenz zeigen, dass das spielerische Können wieder mit dem kämpferischen Willen Schritt halten kann. Dies ist auch nötig, um komplizierte Rechenspiele im Blick auf die Tabelle zu vermeiden.

Tore: Bastian, Bajorhegyi 1, Hartmann 1, Jurgeleit 3/1, Rudow, Lumpe 2/1, Desler 2, Göde 5, Reimann 2/1, De Santis 3, Blasczyk 3, Mertig 1, Meinl/Balster (Tor)

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