23. Spieltag: HC Elbflorenz vers. TV Kirchzell 31:28 (15:13)

HC Elbflorenz weiter eine Heimmacht

Es war wie in den Wochen zuvor und doch ganz anders. Wieder war es eine enge Partie, nur den Handball den die Zuschauer zu sehen bekamen, der war ein Anderer, ein Besserer. Vor allem die Spieler, die zuletzt unter ihren Möglichkeiten blieben, waren dieses Mal wichtige Stützen.

HC Elbflorenz vers. TV Kirchzell 31:28 (15:13)Schon im ersten Angriff hatte die HC Elbflorenz-Abwehr aus dem Gegner ein Zeitspiel „herausgepresst“, konnte das 0:1 dann allerdings doch nicht verhindern. In den folgenden knapp 13 Minuten lag die Kirchzeller Trefferquote bei über 90 Prozent und weil dies beim HC Elbflorenz nicht so war, waren die Gäste aus Bayern (nicht Hessen!) zunächst die leicht spielbestimmende Mannschaft. So führten die Gäste bis zum 8:9 immer mit ein bis zwei Toren. Dabei hatte der TVK nicht nur die Fehler der Dresdner clever genutzt, sondern auch in Überzahl sehr gut agiert, wie z.B. beim Treffer zum 7:9 durch Philipp Klimmer. Der Kreisspieler des TVK spielte eine ganz starke Partie. Auf Dresdner Seite prägten vor allem Klimmers Kreispendant Rico Göde und der auf Halbrechts agierende Gabriel De Santis das Spiel. Beide waren zudem in der Abwehr wichtige Stabilisatoren. Gabriel De Santis erzielte gegen die offensive Abwehr der Bayern sechs seiner acht Tore in der ersten Halbzeit. Rico Göde, der zunächst von Kay Blasczyk und später von Matthias Rudow mit Bällen gefüttert wurde, konnte vier Treffer im erste Spielabschnitt für sich verbuchen. Die Dresdner arbeiteten sich so nach und nach ins Spiel und gingen durch einen Hartmann-Treffer von Linksaußen in der 19. Minute erstmals in Führung (10:9). Wenig später wurde es Gästetrainer Kunz doch etwas zu viel mit den De Santis-Treffern und er nahm den Schweden in Manndeckung. Den Treffer zum 11:10 erzielten die Hausherren in Überzahl. Nach dem Gästetor zum 11:11 nahmen die Dresdner eine Auszeit und setzten sich danach auf zwei Tore ab (13:11). Es folgten jeweils noch zwei Treffer beider Teams und so gingen die Sachsen mit einer 15:13 Führung in die Kabine.

HC Elbflorenz vers. TV Kirchzell 31:28 (15:13)Nach der Pause erhöhte Spielmacher Matthias Rudow vom Siebenmeterpunkt auf 16:13. Der TVK antwortete ebenfalls per Strafwurf zum 16:14. In der 35. Minute erhielt der HC Elbflorenz-Abwehrchef Rico Göde eine Zeitstrafe. Dies nutzen die Kirchzeller, um das Spiel etwas zu ihren Gunsten zu drehen. Es war regelrecht „Klimmer-Time“, denn der Kreisspieler der Kunz-Sieben erzielte für sein Team die Treffer 16, 17 und 18. Dabei spielte den Gästen auch noch eine zweite Zeitstrafe der Dresdner in die Karten. So führten die Bayern in der 37. Minute mit 18:19. Die Dresdner schüttelten sich jedoch nur einmal kurz und kamen dann wieder besser ins Spiel. Alexander Matschos traf bei angezeigtem Zeitspiel zum 19:19. Einen erneuten Klimmer-Treffer beantworteten die Dresdner durch je ein Tor von Adam Bajorhegyi und Rico Göde (21:20). In der Folgezeit erarbeiteten sich die Dresdner einen leichten Vorteil. Nach einer starken Parade von Marcel Balster im Tor des HC Elbflorenz erhöhten die Sachsen auf 22:20. Zwischenzeitlich mussten beide Mannschaften mit Hinausstellungen umgehen. Die Hausherren kamen damit etwas besser zurecht und führten so in der 46. Minute mit vier Toren (25:21). Ein Team-Time-Out des TVK-Trainers brachte die Gäste aber wieder zurück ins Spiel. Die Dresdner sündigten auch bei klarsten Chancen und Kirchzell kam mit drei Treffern in Folge zurück (25:24). Zwei starke Bastian-Treffer von Rechtsaußen schafften zunächst wieder ein kleines Polster (28:25). Der TVK setzte nun alles auf eine Karte und ging in die offene Manndeckung über. Durch eine Zeitstrafe, zudem noch in Überzahl, schafften die Gäste wieder den Anschluss (29:28). Einem Bastian-Treffer zum 30:28 folgten nun vier Meinl-Paraden in Folge und noch ein Treffer der Hausherren ins leere TVK Tor, da die Gäste mit einem siebten Feldspieler agierten. Am Ende freuten sich die Dresdner über einen 31:28 Sieg.

Fazit: Weiter ist der HC Elbflorenz in eigener Halle ungeschlagen. Die im Training vorbereiteten Konzepte gegen die so erwartete offene Deckung des TVK griffen. Zusätzlich zahlte es sich aus, dass die Pysall-Sieben in der Trainingswoche auch mental hier und da die Akkus wieder aufladen konnte. Zum guten Spiel trug natürlich auch ein guter Gegner bei. Der TV Kirchzell hat eine gute Grundqualität, welche die Mannschaft in nahezu allen Spielen in der Saison abrufen konnte. Die Dresdner biegen nun mehr und mehr auf die Zielgerade der Saison ein und haben weiterhin die Tabellenführung inne.

Tore: Bastian 5, Bajorhegyi 4, Hartmann 1, Rudow 5/2, Desler, Göde 7, De Santis 8, Blasczyk, Mertig, Matschos 1, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

FANBLOCK-TV: HC Elbflorenz weiter auf Aufstiegskurs

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