21. Spieltag: HC Elbflorenz vers. Northeimer HC 29:28 (14:12)

Langweilig kann der HC Elbflorenz nicht mehr

Falls sich die Dresdner Zuschauer nach dem Spiel nach Langeweile in allen möglichen Lebensbereichen sehnten, dann war das die Schuld der Pysall-Sieben. Wer alle drei Heimspiele der Heimspieltrilogie gesehen hat, ist wohl angesichts seiner strapazierten Nerven froh, dass der HC Elbflorenz nächste Woche auswärts ran muss.

21. Spieltag: HC Elbflorenz vs. Northeimer HC 29:28 (14:12)Die Partie wirkte in vielen Bereichen wie eine Kopie des Spieles gegen Bad Blankenburg. Gleich war beispielsweise, dass HC Elbflorenz-Rückraumakteur Alexander Matschos das erste Tor für die Dresdner erzielte und dass er wieder der beste Dresdner Torschütze war. Zudem schoss er das entscheidende Siegtor. Später mehr dazu. Die Dresdner begannen zunächst gut und führten schnell mit 6:2. Die erwartete offensive Deckung der Gäste griff zunächst nicht. In der 19. Minute führten die Sachsen durch ein Matschos-Tor dann sogar mit sechs Toren (13:7). Zu diesem Zeitpunkt war man überlegen, ohne jedoch die Überlegenheit in letzter Konsequenz zu nutzen. Die Northeimer mussten bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Ausfall von Aufbauspieler Jan-Niklas Falkenhain einen verletzungsbedingten Rückschlag hinnehmen, steckten dies aber weg und kamen ab der 20. Minute immer besser ins Spiel. Bei den Dresdnern schlichen sich hinten und vorne nach und nach Fehler ein. Darüber hinaus scheiterten die Hausherren im ersten Spielabschnitt dreimal vom Siebenmeterpunkt. Zu allem Übel musste man nach einem Kopftreffer im zweiten Spielabschnitt der ersten Halbzeit auch noch auf Abwehrchef Rico Göde verzichten. Nach der 13:7 Führung erzielten die Gäste drei Treffer in Folge (13:10) und blieben bis zur Pause dran. Ein Tor durch den Northeimer Jannes Meyer zum 14:12 besiegelte den Halbzeitstand. Die Dresdner hatten in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit lediglich ein Tor erzielt und so die Gäste wieder ins Spiel gebracht.

21. Spieltag: HC Elbflorenz vs. Northeimer HC 29:28 (14:12)Die zweite Halbzeit begann katastrophal. Northeim nutze zwei Passfehler, zwei Fehlwürfe und eine Zeitstrafe der Dresdner, um in der 35. Minute erstmals in Führung zu gehen (14:15). Von da bis zur 57. Minute sollten die Niedersachsen nun leicht spielbestimmend sein. Zwar konnten die Dresdner bis zum 19:19 mehrfach ausgleichen, auf eine Führung musste man aber bis 4 Sekunden vor dem Ende der Partie warten. Dabei war es vor allem Alexander Matschos, der seine Mannschaft in dieser Phase mit den Treffern 15, 16 und 17 im Spiel hielt. Wie schon in den Vorwochen schafften es die Dresdner nicht, ihre Überzahlsituationen konsequent zu nutzen. So erzielte Northeim beispielsweise die Tore zum 19:20, 19:21 und 20:22 in eigner Unterzahl. Die Dresdner hingegen kamen in der gleichen Zeit in Überzahl nur zu einem Treffer. Ab der 47. Minute versuchte der Northeimer HC dann Alexander Matschos mit einer offensiven Deckung aus dem Spiel zu nehmen. Dies gelang in Ansätzen. Mit dem  Tor des HC Elbflorenz zum 23:24 ging das Spiel in die entscheidende Phase. Die Dresdner erzwangen im Gegenangriff ein Zeitspiel der Gäste, bekamen aber den gehaltenen Ball von HC Elbflorenz-Keeper Marcel Balster nicht zu fassen. Der Gegner nutze die zweite Chance jedoch auch nicht und der HC Elbflorenz kam in Ballbesitz. Schnell leisteten sich die Gastgeber jedoch einen Fehlwurf. Zum Glück konnte Marcel Balster im sofortigen Gegenzug ein Kontertor der Niedersachsen verhindern. Die Dresdner waren in dieser Phase komplett von der Rolle. Einen erneuten Passfehler, sowie einen Fehlwurf nutzten die Gäste in der 54. Minute zur 23:26 Führung. Der HC Elbflorenz nahm eine Auszeit und stellte auf eine 4:2 Deckung um. Diese zeigte Wirkung und so kamen die Dresdner wieder auf 25:26 heran. Bis zur 58. Minute trafen beide Teams jetzt jeweils zweimal, sodass es kurz vor dem Ende der Partie 27:28 zu Gunsten der Gäste stand. Ein neuerlicher Fehlwurf der Niedersachsen ermöglichte dann dem HC Elbflorenz im Gegenzug den 28:28 Ausgleich durch Gabriel De Santis. Eine Parade des stark haltenden HC Elbflorenz-Keepers Marcel Balster 40 Sekunden vor Schluss brachte dann sogar die Siegchance. Die Dresdner spielten den Angriff zunächst etwas herunter, mussten aber acht Sekunden vor Schluss bei angezeigtem Zeitspiel reagieren. Alexander Matschos steigt hoch und bedient Matthias Rudow am Kreis. Diesem wird von einem Northeimer Abwehrspieler regelwidrig in den Arm gegriffen und die Schiedsrichter entscheiden auf Strafwurf. Bei noch 5 Sekunden zu spielen nimmt Alexander Matschos die Verantwortung wahr und trifft zum umjubelten 29:28 Sieg für die Hausherren.

Fazit: Die Dresdner Heimserie hält und die Punkte 34 und 35 sind im Sack. Die Dresdner veranstalteten erneut einen Tanz auf der Rasierklinge und müssen, wie der Gegner, erneut eine Verletzung hinnehmen. Auch die Tabellenführung hat weiter Bestand. Der Favoritenrolle konnten die Dresdner wie schon gegen Bad Blankenburg allerdings nicht gerecht werden. Einerseits kann man damit einer sehr ausgeglichenen dritten Liga Ost Respekt zollen, andererseits muss der HC Elbflorenz selbstkritisch feststellen, dass er von seiner Topform derzeit etwas entfernt ist, auch weil die Verantwortung beim HC Elbflorenz derzeit auf zu wenigen Schultern liegt. Auf der anderen Seite bewegt sich der HC personell am Limit. Immer wieder mehrere Leistungsträger zu ersetzen zerrt deutlich an der Substanz der Mannschaft. Die Ausfälle zu kompensieren bleibt eine ständige Herausforderung für die Dresdner. Den Niedersachsen kann man für ihre Leistung nur ein Kompliment aussprechen.

Tore: Matschos 10, De Santis 4, Blasczyk 4, Rudow 4, Bastian 3, Mertig 2, Bajorhegyi 1, Hartmann 1, Welz, Göde, Gaida, Meinl/Blaster (beide Tor)

Das Siegtor

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