20. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSV Bad Blankenburg 30:29 (16:13)

Zur Tabellenführung gerumpelt

HC Elbflorenz 2006 vs. HSV Bad BlankenburgWie man ein Spiel gewinnt, welches zwei Mannschaften bestreiten, die über weiten Strecken des Spieles mit fehlender Konstanz "glänzten", zeigte der HC Elbflorenz am Samstag in der EnergieVerbund Arena.

Die Dresdner kamen gut ins Spiel. Die Abwehr stand sehr gut, verbuchte Ballgewinne und Timo Meinl im HC Kasten konnte die eine oder andere Parade für sich verbuchen. Den Dresdner Torreigen eröffnete Alexander Matschos zum 1:0. Der Dresdner Aufbauspieler sollte an diesem Tag mit 7 Treffern erneut der beste Torschütze seiner Mannschaft sein. Als Tom Hartmann in der 14. Minute von Linksaußen für die Dresdner zum 10:3 einwarf, konnte man beim HC Elbflorenz durchaus zufrieden sein. Als Rico Göde in der 15. Minute auf die Strafbank musste, nutzen dies die Thüringer Gäste, um von 10:4 auf 10:6 zu verkürzen. Bis zum 13:6 durch ein Kontertor vom gut aufgelegten Rico Göde hielt die klare Führung des HC Elbflorenz. Nach ca. 18. Minuten. versuchten die Dresdner jedoch den guten Anfang nachhaltig vergessen zu machen. Dies gelang und startete damit, dass sich der HC Elbflorenz in Überzahl äußerst unkonzentriert präsentierte. Im Gegensatz dazu trafen die Bad Blankenburger in Unterzahl und wenig später auch in Gleichzahl dreimal in Folge und konnten so auf 13:9 verkürzen. Als Lars Bastian auf Rechtsaußen in der 27. Minute einen Strafwurf herausholte, welchen Kay Blasczyk sicher zum 15:12 verwandelte, hatte der HC Elbflorenz nach knapp 5 torlosen Minuten endlich wieder ein Tor erzielt. Da beide Mannschaften jeweils noch einmal trafen, stand es zur Halbzeit 16:13 und die Dresdner hatten die Gäste aus Thüringen unnötigerweise wieder ins Spiel gebracht.

Endgültig im Spiel war der HSV dann in der 33. Minute und zwar per Konter per Konter zum 16:16 Ausgleich. Vorher hatten sich die Dresdner in zunächst doppelter, dann einfacher Überzahl zwei Fehlwürfe und zwei Fehlpässe geleistet. Die folgenden Minuten entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel. Der HC Elbflorenz konnte zwar mit 17:16 in Führung gehen, brauchte aber einen gehaltenen Strafwurf durch Marcel Balster und einen gehaltenen Konter von Timo Meinl, um die Miniführung zu behalten. Bis zur 39. Minute hatten die Hausherren dann noch einmal eine positive handballerische Anwandlung und konnten so mit 20:16 in Führung gehen. In der Folge schwankt der Vorsprung der Dresdner zwischen 2 und 4 Toren. Was weniger auf gutem Zusammenspiel, als vielmehr auf guten Einzelleistungen verschiedener Dresdner Akteure beruhte. Da es die Thüringer den Dresdnern in vielen Beziehungen gleich taten führte der HC Elbflorenz in der 53. Minute immer noch mit 3 Toren (28:25). Anschließend verlor der HC Elbflorenz aber erneut den Spielfaden. Der HSV stellte auf eine offensive 4:2 Deckung um und die Sachsen so vor Probleme. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzen die Gäste um zum 28:28 auszugleichen. und Anschließend verwarf der HC Elbflorenz mal wieder einen Strafwurf und der HSV ging im Gegenzug mit 28:29 in Führung. Warum die Dresdner in dieser Saison bisher eine Spitzenposition einnehmen zeigte sich in einem erneut starken Finish. Bei angezeigtem Zeitspiel wirft Alexander Matschos auf das Gästetor. Der gegen den HC Elbflorenz fast schon gewohnt gute haltende Felix Herholc pariert. Den zurückspringenden Ball erkämpft sich Kay Blasczyk am Kreis und wirft das 29:29. Danach folgte eine Parade durch Timo Meinl und im Angriff holte Alexander Matschos mit unglaublichen Willen einen Strafwurf heraus. Den Strafwurf verwandelt Kay Blasczyk sicher und so führten die Dresdner mit 30:29. In Unterzahl bringt der HSV kurzzeitig den 6. Feldspieler und scheitert erneut an Timo Meinl. Anschließend 40 Sekunden vor dem Ende hat der HC Elbflorenz den Ball, gerät allerdings ins Zeitspiel und bringt mit einem Fehlwurf den Gegner 5 Sekunden vor dem Ende in Ballbesitz. Einen Schnellangriff verhinderten die Dresdner anschließend clever.

HC Elbflorenz 2006 vs. HSV Bad BlankenburgFazit: Die Dresdner sind weiterhin in eigener Halle ungeschlagen. Zudem ist man Tabellenführer, da Magdeburg spielfrei hatte. Viel mehr positives gibt es nicht zu berichten, wenn man von den guten ersten 15 Minuten absieht und davon, dass die Gäste im Spiel nur einmal führten. Danach begab sich der HC Elbflorenz in ein ständiges Wellental von gelungenen und vielen nicht gelungenen Aktionen. Weil der HSV an diesem Tag die Anfangsphase verschlief und insgesamt nicht wirklich besser war, verlängerte der HC Elbflorenz so die schwarze Serie der Thüringer gegen die Dresdner.

Tore: Matschos 7, Göde 5, Bastian 1, Bajorhegyi, Hartmann 4, Rudow 4, De Santis 2, Blasczyk 6/3, Mertig 1, Gaida, Welz, Meinl/Balster (Tor)

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