18. Spieltag: HSV Hannover vers. HC Elbflorenz 27:30 (13:18)

Starkes Dresdner Kollektiv siegt in Hannover

HC Elbflorenz holt sich den Sieg beim HSV HannoverFür die Dresdner war die Partie in Hannover, vor den drei Heimpartien in Folge, ein Schlüsselspiel. Das Auftreten der Mannschaft von Peter Pysall zeigte dann auch, dass die Mannschaft das verinnerlicht hatte. Der HC Elbflorenz fand so in fremder Halle wieder in die Erfolgsspur zurück. Damit haben die Dresdner nach 18 Spieltagen schon mehr Punkte gesammelt als nach 25 Partien in der Saison 2013/2014.

Zu Beginn der Partie schien Alexander Matschos im Aufbau dort anzuschließen, wo er im Derby in der Vorwoche aufgehört hatte. Nachdem Hannover mit 1:0 in Führung gegangen war, ganz nebenbei die einzige Führung im Spiel, markierte der Dresdner Rückraumschütze die Tore zum 1:1, 1:2 und 1:3. Überhaupt agierten die Dresdner in den ersten Minuten vor allem im Angriff sehr effektiv. Spielmacher Kay Blasczyk hatte immer wieder gute Ideen, wie denn die HSV-Abwehr zu knacken wäre. Zudem agierte er noch nervenstark vom Siebenmeterpunkt. 6 seiner 9 Tore an diesem Tag erzielte er von der Strafwurflinie und das bei sechs Versuchen. Herausragend nicht nur in dieser Phase war außerdem HC-Keeper Timo Meinl. Er hatte bis zur 8. Minute schon 5 Paraden für sich verbucht. Insgesamt sollten es am Ende des Handballtages unglaubliche 20 sein. Zwischen der 9. und 13. Minute kam das HC-Spiel jedoch etwas ins Stocken. Trotzdem behielten die Gäste ihre Führung, da die Abwehr mit einem guten Timo Meinl dahinter es den HSV-Angreifern weiter schwer machte. Beim 7:8 in HSV-Überzahl durch Kevin Klages, einer der besten Hannoveraner an diesem Tag, hatten die Niedersachsen den Anschluss aber wieder hergestellt. Wenige Minuten später hatte der HC Elbflorenz allerdings wieder einen 3 Tore Vorsprung herausgespielt (8:11). In der Folge konnten die Pysall-Sieben sogar auf 8:13 erhöhen. Beim 8:14 sah sich Hannover Coach Stephan Lux zu einer Auszeit gezwungen. Diese Auszeit wirkte bei den Niedersachsen, trotz einer Umstellung auf eine 3:2:1 Abwehr, jedoch nur bedingt. Der Vorsprung der Dresdner schwankte jetzt weiterhin zwischen 4 und 6 Toren. Alexander Matschos war es dann bei angezeigtem Zeitspiel vorbehalten, kurz vor dem Ende des 1. Spielabschnittes das 18. HC-Tor zu erzielen. Damit führten die Dresdner in fremder Halle zur Halbzeit mit 5 Toren (13:18).

Die 2. Halbzeit begann für die Gäste in Unterzahl. Prompt kassierte man durch den HSV-Aufbauhühnen Bastian Riedel das 14:18. Matthias Rudow antwortete mit dem Tor zum 15:19. Der HC-Spielmacher, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, setzte dann im Verlauf der 2. Halbzeit weitere wichtige Akzente. Als es in der 38. Minute Rico Göde mit seiner zweiten Zeitstrafe erwischte, waren gleich zwei entscheidende Akteure in der Dresdner Deckung bis zu diesem Zeitpunkt mit zwei Zeitstrafen behaftet. Auch Gabriel De Santis hatte nämlich schon zweimal auf der Sünderbank Platz nehmen müssen. Der HSV nutzte die Überzahl jetzt zu den Toren zum 16:21, 17:21 und 18:21. Wenig später legten die Hausherren in Gleichzahl das Tor zum 19:21 nach. HC-Coach Pysall nahm die Auszeit und diese brachte den gewünschten Erfolg. Kay Blasczyk traf nach der Auszeit für die Dresdner zum 19:22. Das 20:22 der Hannoveraner beantwortet dann Gabriel De Santis von Halbrechts zum 20:23. Der Versuch der Niedersachsen das Spiel zu drehen war damit abgewehrt und die Dresdner machten sich daran ihrerseits zurückzuschlagen. Stück für Stück konnten die Sachsen den Vorsprung wieder ausbauen. In der 52. Minute führte man vorentscheidend mit 28:22. Das Tor hatte Rechtsaußen Denny Mertig erzielt, nach dem er mit einem genialen Pass von Matthias Rudow bedient wurden war. Hannover probierte zu Beginn der 58. Minute beim Spielstand vom 25:29 dem Spiel mit einer Auszeit noch einmal eine Wende zu geben. Dies misslang jedoch. Am Ende waren die Dresdner an diesem Tag das bessere Team und gewannen mit 30:27.

Fazit: Der Dresdner Trainer Peter Pysall konstatierte seiner Mannschaft nach dem Spiel eine „gute Mannschaftsmoral“. Die Dresdner hatten erneut Ausfälle von Spielern vor der Partie weggesteckt. Mit einem überragenden Kay Blasczyk auf der Spielmacherposition, einem starken Timo Meinl im Tor und einem stabilisierenden Abwehrchef Rico Göde, sind die Sperrspitzen des Sieges in Hannover genannt. Aufgrund der Niederlage von Rodgau Nieder-Roden in Groß Umstadt, hat der HC Elbflorenz den Abstand auf Platz 3 etwas vergrößert und im Blick auf die Niederlage von Magdeburg in Dessau, den Abstand zum Spitzenreiter verkleinert. Das alles gibt Rückenwind für die Dresdner Heimspielwochen, denn die Dresdner haben jetzt drei Heimspiele in Folge.

Tore: Gaida, Matschos 6, Mertig 2, Blasczyk 9/6, De Santis 2, Göde 5, Welz, Rudow 2, Hartmann 3/1, Bajorhegyi, Bastian 1, Meinl/Balster (Tor)

Bilder: Simona Trübenbach (by MoMa)

HC Elbflorenz holt sich den Sieg beim HSV Hannover

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