17. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSV Lok Pirna Dresden 33:28 (16:14)

HC Elbflorenz sorgt im Derby für klare Verhältnisse

HC Elbflorenz sorgt im Derby für lare VerhältnisseWar dies das letzte Derby für eine geraume Zeit? Wenn ja, wäre dies natürlich schade, denn als die Mannschaften zum Derby einliefen, sahen sie das, was zu erwarten war, nämlich volle Ränge. Beide Fanlager gaben dann auch während des Spieles alles, wobei die „Sonnenstein-Prohliser“ im Verlauf der Partie die Anfangseuphorie nicht ganz halten konnten. Was kaum verwundert, denn zu deutlich war der Leistungsunterschied in der 2. Halbzeit. Zu klar dominierten die Dresdner von der 40. bis zur 55. Minute das Spiel und wurden so ihrer Favoritenrolle gerecht. Zu deutlich ließ der HSV Lok in Halbzeit 2 seine Fans im „Konfettiregen stehen“.

Der HC Elbflorenz startete gut in die Partie. Nach 31 Sekunden traf Alexander Matschos für die Dresdner zum 1:0. Der Aufbauspieler des HC Elbflorenz sollte der 1. Halbzeit dann auch seinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken. Er traf fast nach Belieben und erzielte alleine 9 seiner 11 Tore im 1. Spielabschnitt. Alles vor dem Hintergrund, dass er mit einer starken Erkältung ins Spiel gegangen war. Schnell führten die Dresdner 3:0. Auch weil HC-Keeper Timo Meinl gleich die ersten beiden Angriffe der Gäste entschärfte. So gab der HC Elbflorenz auch in der Folge leicht den Ton an, brachte aber nicht jede klare Chance im Tor des Derbygegners unter. Die Pirnaer stabilisierten sich zunehmend und waren nicht erst beim Ausgleichstreffer zum 8:8 durch Jiri Brecko voll im Spiel. Auch im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit blieb es eng. Das die Pirnaer nicht noch besser dastanden, hatten sie vor allem ihrem mäßigen Überzahlspiel bzw. dem starken Unterzahlspiel der Dresdner zu verdanken. Beim Spielstand von 12:12, zwischenzeitlich hatte der HC Elbflorenz 12:9 geführt, trafen die Hausherren durch Gabriel De Santis bspw. in Unterzahl zum 13:12. Vorher hatte der für den HC Halblinks agierende Adam Bajorhegyi die rote Karte erhalten und Ex-HCler Vladan Kovanovic für die Gäste per Strafwurf zum 12:12 getroffen. In den verbleibenden Minuten der 1. Halbzeit konnten die HCler den Vorsprung zunächst wieder auf 3 Tore (15:12) ausbauen, mussten aber sehr schnell das 15:13 und 15:14 sowie eine erneute Zeitstrafe hinnehmen. Alexander Matschos war es dann vorbehalten in Unterzahl kurz vor der Pausensirene das 16:14 zu erzielen.

Die knapp 90 Sekunden Unterzahl zu Beginn der 2. Halbzeit überstanden die Dresdner schadlos. Das Tor durch den auf Halbrechts eingewechselten Florian Gaida zum 17:14 und der Treffer durch Rico Göde zum 18:14 waren dann der Auftakt für die stärkste Phase der Dresdner. Die Hausherren setzten sich jetzt gestützt auf eine gute Abwehr mit einem guten Timo Meinl dahinter immer mehr ab. Über die Stationen 23:18, 27:18 und 29:20 führte der HC Elbflorenz in der 53. Minute mit 30:20. Auch schon vor diesem deutlichen Zwischenstand hatte man gemerkt, dass die Gäste aus Pirna/Dresden wussten, dass es an diesem Tag in Dresden nichts zu holen gab. Jegliche Gedanken an eine eventuelle Überraschungen von Seiten der Gäste begruben die Dresdner im 2. Spielabschnitt. Dabei bekamen die Zuschauer durchaus noch einiges geboten. Ob es das eine oder andere spektakuläre Zuspiel von Matthias Rudow an den Kreis war, die herzerfrischend aufspielenden HC Elbflorenz Youngsters Hartmann und Gaida oder eine sensationelle Einzelleistung von Spielmacher Kay Blasczyk zum 28:19. In den letzten 5 Minuten des Spieles gingen die Dresdner dann etwas leichtsinnig mit ihrem Vorsprung um und ermöglichten so dem Gegner eine unnötige Ergebniskosmetik. Das 33:28 spiegelt nicht wirklich die Kräfteverhältnisse in der 2. Halbzeit wieder. Die Phase der Unkonzentriertheit mahnte dann Trainer Peter Pysall bei der Pressekonferenz auch zurecht an.

Fazit: Achtes Heimspiel dieser Saison, achter Heimsieg. Damit haben die Dresdner erneut unter Beweis gestellt, welche Heimmacht sie mittlerweile sind. Während es für die Landeshauptstädter mittlerweile der 14. Saisonsieg war, war es für den HSV Lok schon die 13 Niederlage. Während sich die Dresdner damit weiter in den Top 3 festbeißen, stehen die Sonnenstein-Prohliser weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Fakt ist, die Dresdner präsentierten sich auf jeden Fall um einiges frischer als zum Ende des Spieljahres 2014 und gewannen so auch hochverdient. Der Gast aus Pirna/Dresden muss sich sicherlich noch gehörig steigern, soll das Spiel beim HC Elbflorenz nicht der Auftakt zur Abschlusstournee in der 3. Liga Ost gewesen sein. Während auf der Platte eine klaren Verlierer gab, war dies auf den Rängen nicht der Fall. Beide Fanlager trugen zu einer tollen Derbystimmung und einem schönen Handballfest bei. Dies verdient ein dickes DANKESCHÖN!

Tore: Talzac, Bastian, Bajorhegyi, Hartmann 5, Rudow 2, Göde 3, Reimann 2/2, De Santis 1, Blasczyk 3, Mertig 4, Matschos 11, Gaida 2, Balster/Meinl (beide Tor)

Highlights und Trainergespräch mit Jens Umbreit

Fanblok TV: HC Elbflorenz gewinnt Derby

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