15. Spieltag: HC Elbflorenz vers. SG LVB Leipzig 31:28 (15:16)

HC beschließt starke Hinrunde mit Heimsieg

HC Elbflorenz 2006Auch wenn man einrechnet, dass die Dresdner natürlich immer gewinnen wollen, bleibt eines festzuhalten: Hätte man der Pysall-Sieben vor der Saison eine Hinrunde mit 26:4 Punkten angeboten, die Landeshauptstädtern hätten wahrscheinlich gerne angenommen. Vor dieser tollen Hinrundenbilanz standen aber noch 60 Minuten Schwerstarbeit gegen die Mannschaft der Stunde aus Leipzig.

Mit einer Bilanz von 12:2 Punkten aus den letzten sieben Spielen waren die Messestädter quasi als Team der Stunde nach Dresden gekommen. Die Leipziger wiesen dann auch fast 60 Minuten ihre gestiegene Leistungsfähigkeit nach. Nach 57 Sekunden eröffneten die Gäste den Torreigen mit einem Treffer per Strafwurf von Linksaußen Sascha Meiner. Die Dresdner leisteten sich ihrerseits in ihren ersten beiden Angriffen zwei leichte Fehler, konnten aber dann doch nach knapp zwei Minuten durch Rico Göde zum 1:1 ausgleichen. Obwohl die Dresdner gerade zu Beginn sehr fehlerhaft agierten, Beweis dafür waren fünf technische Fehler in den ersten zehn Minuten, konnte man in der 9. Minute mit 4:2 in Führung gehen. In der Folge rächten sich die Fehler aber vermehrt, denn die Gäste aus Leipzig erzielten nun fünf Tore am Stück, darunter drei Konter. Es schien fast so als hätten die Hausherren aus dem Spiel in Magdeburg nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Nach einer Auszeit von Peter Pysall kamen die Hausherren aber postwendend wieder zurück. Das Tor zum 5:7 besorgte der HC Halbrechte Gabriel De Santis, die Tore zum 6:7 und 7:7 dann per Konter nach Parade bzw. Ballgewinn Rico Göde und Rechtsaußen Lars Bastian. Im weiteren Verlauf des 1. Spielabschnittes konnte sich kein Team wirklich absetzen. Bis zum 13:13 durch Alexander Matschos in der 27. Minute legten die Dresdner jeweils vor und die Leipziger zogen nach. Der HC verwarf allerdings den folgenden Angriff und musste durch eine feine Einzelleistung durch LVB Linksaußen Sascha Meiner, er hatte seinen Gegenspieler per Finte ausgetanzt, das 13:14 hinnehmen. Das 14:14 besorgte dann mit Matthias Rudow für die Dresdner der Spieler, von dem in der 2. Halbzeit noch zu reden sein wird. Wieder in Ballbesitz schlossen die Gastgeber nun etwas zu früh vor der Halbzeitpause ab und kassierten prompt im Gegenangriff mit dem Pausenpfiff das 15:16. Torschütze war der ehemalige Dresdner Florian Pfeiffer.

HC Elbflorenz 2006 - Matthias RudowDie 2. Halbzeit begann mit einem spektakulären Treffer vom Dresdner Spielmacher Matthias Rudow. À la Talant Dujshebaev knickte er nach 37 Sekunden mit dem Oberkörper ab und konnte den Wurf halb im Fallen an der Leipziger Deckung vorbei im Tor des Gegners unterbringen. Es war eines seiner acht Tore im 2. Spielabschnitt. Bis zum 19:19 in der 37. Minute konnte sich weiterhin kein Team einen Vorteil verschaffen. Was sich zu Beginn der 2. Halbzeit schon angedeutet hatte, zeichnete sich jetzt jedoch immer mehr ab. Die Dresdner fanden gegen das Leipziger Konzept häufig mit zwei Kreisläufern zu agieren kein Gegenmittel. Auch das variable Aufbauspiel der Gäste bereitete der Dresdner Abwehr Probleme. Da die Dresdner selbst im Angriff nicht trafen, konnten sich die Leipziger durch zwei Pfeiffer und eine Zerrenner Treffer auf 19:22 absetzten. Auf Dresdner Seite begann nun endgültig die Zeit des Dresdner Spielmachers Matthias Rudow. Er besorgte die Dresdner Treffer 20, 21 und 24. Den 23. Treffer hatte HC Rechtaußen Denny Mertig erzielt. Die Dresdner bissen sich jetzt mehr und mehr in die Partie. Den Anschlusstreffer zum 24:25 erzielte Gabriel De Santis. Die Leipziger nahmen die Auszeit, mussten danach aber den 25:25 Ausgleich, wieder durch De Santis, hinnehmen. Wenig später dann sogar den 26:25 Rückstand durch einen erneuten Treffer von Matthias Rudow. Die Leipziger beendeten wenig später sechs torlose Minuten durch einen Siebenmetertreffer von Sascha Meiner. Das Spiel stand Spitz auf Knopf. Gestützt auf drei gute Paraden von HC Keeper Marcel Balster im HC Gehäuse, konnten sich die Dresdner nun auf 28:26 absetzten. Da waren aber immer noch mehr als sieben Minuten zu spielen. Die Dresdner schafften es ihrerseits zweimal nicht sich auf drei Treffer abzusetzen und die Gäste verkürzten in der 57. Minute auf 29:28. Trotz Chancen auf beiden Seiten fielen bis 30 Sekunden vor Schluss keine Treffer. Als dann der gut aufgelegte Gabriel De Santis in Überzahl zum 30:28 einwarf, war dies die endgültige Entscheidung. Wer zu diesem Zeitpunkt im Dresdner Fanblock immer noch saß, hielt es spätestens jetzt nicht mehr auf dem Sitz. Ein anschließender Ballgewinn brachte sogar noch den Treffer zum 31:28. Der Rest war Jubel auf der Platte und auf den Rängen. Gerade in der entscheidenden Schlussphase kitzelte die Unterstützung von den Rängen noch einige Extraprozente aus der Mannschaft.

HC Elbflorenz 2006 - Alexander MatschosFazit: Die Dresdner zeigen erneut ihre Stärke ein Spiel in der Endphase für sich zu entscheiden und bauen so ihre Heimserie weiter aus. Sieben Heimspiele, sieben Siege, stehen für die Dresdner nun in eigener Halle zu Buche. Insgesamt bedeutet das nach der Hinserie 13 Siege und 2 Niederlagen aus 15 Spielen. Die SG LVB Leipzig war dabei der erwartet schwere Gegner. Für die Dresdner ist mit dem letzten Spiel der Hinrunde ein erstes Etappenziel im Blick auf eine Spitzenplatzierung erreicht. Neuzugang Rudy Talazac spielte 60 Minuten durch. Auch wenn ihm noch kein Tor gelang, war jede Minute für ihn wichtig, hatte er doch erst fünf Tage mit der Mannschaft trainiert.

Tore: Rudow 11/3, Bastian 2, Bajorhegyi 1, Göde 5, Talazac, Reimann, De Santis 6, Matschos 2, Mertig 2, Blasczyk 2, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

Highlights und Trainergespräch

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