11. ST: MSG Groß Bieberau vs. HC Elbflorenz 19:22 (9:11)

HC Elbflorenz rockt den Odenwald

Der HC Elbflorenz rockt den Odenwald Überschrift bezieht sich natürlich auf die Szenen nach dem Spiel in der Kabine. Die Stimmung war ausgelassen und das zu Recht. Vor den Feierlichkeiten in der Kabine hatten die Dresdner jedoch wie der Gegner 60 Minuten Schwerstarbeit zu verrichten.

Beide Mannschaften begannen vor allem im Angriff sehr nervös und konnten dies fast über die gesamte 1. Halbzeit nicht ablegen. Der erste Angriff der Dresdner deutete schon an, dass die Elbflorenzer sich ihre Tore hart erarbeiten mussten. Nach vier Wurfversuchen und vier anschließenden Ballgewinnen, konnte bei angezeigtem Zeitspiel Matthias Rudow am Kreis freigespielt werden. Nach dem er vom Gegner nur noch Siebenmeter reif gestoppt werden konnte, trafen die Dresdner durch Tim-Philip Jurgeleit von der Siebenmeterlinie (0:1). Einen Ausgleich sollten die Gastgeber aus Groß Bieberau erst wieder in der 49. Minute erzielen. Bis dahin hatte der HC Elbflorenz durchgehend geführt. Des Öfteren im Spiel, so auch in der 1. Halbzeit, hatten die Dresdner die Gelegenheit mit drei Toren in Führung zu gehen. Einzig der HC Elbflorenz sträubte sich etwas gegen solch einen Spielstand. Zudem mussten die Dresdner einen Rückschlag hinnehmen. Nicht nur das der Gast bei angezeigtem Zeitspiel den Anschlusstreffer zum 9:10 hinnehmen musste, auch der Verlust von Gabriel De Santis war nach kurzer Beratung der Schiedsrichter in der 27. Minute beschlossene Sache. Er sah nämlich eine glatte Rote Karte. Trotz dieses Rückschlages und anschließender Unterzahl retten die Dresdner mit viel Einsatz eine Führung in die Halbzeitpause (9:11). Auffälligste Akteure in der 1. Halbzeit waren bei den Dresdnern Torhüter Timo Meinl und ein treffsicherer Adam Bajorhegyi. Auf Seiten der Gäste konnte bis zu diesem Zeitpunkt nur der Halbrechte Steve Baumgärtl wirklich überzeugen. Er traf immer wieder sehenswert.

Die 2. Spielhälfte begann mit einer Parade durch Timo Meinl und zwei Toren der Gäste aus Sachsen. Das erste Mal nach knapp 34 Minuten war der HC Elbflorenz mit drei Toren in Führung gegangen. Das Spiel blieb jedoch weiterhin eng. Was beide Mannschaften im Angriff liegenließen, machten die guten Abwehrreihen in Verbindung mit ansprechenden Torhüterleistungen wieder wett. Dem Gastgeber fiel in der 2. Halbzeit bis zur 50. Minute gegen die gute Dresdner Deckung wenig ein. Wenn die Gastgeber erfolgreich waren, dann vor allem durch Konter. Trotzdem hatten es die Odenwälder in der 49. Minute geschafft. Till Buschmann war für die Hessen vom Siebenmeterpunkt zum 15:15 erfolgreich. Noch konnten die Dresdner die Matchübernahme des Gastgebers mit dem Treffer zum 15:16 durch Rico Göde verhindern. Allerdings konnten die Gäste nun drei Treffer in Folge erzielen und Partie schien beim 18:16 für die Hausherren einen unerwünschten Verlauf zu nehmen. Doch nun entwickelte der HC Elbflorenz den Killerinstinkt den es braucht um in der Spitze der 3. Liga Ost mitzumischen. Dabei wurde nun der Dresdner der entscheidende Mann, der zuvor fast 54 Minuten Anlauf für seine finale Leistung gebraucht hatte. Wie Alexander Matschos nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern sinngemäß aussagte, hatte er den Gegner zunächst lange in Sicherheit gewogen, um dann in der wichtigen Phase zuzuschlagen. Erst besorgte der Dresdner Halblinke das 18:17. Danach war Rico Göde mit dem 18:18 zur Stelle. Den erneuten Führungstreffer der Gastgeber zum 19:18 egalisierten die Dresdner durch Adam Bajorhegyi (19:19). In den verbleibenden 2 Minuten und 30 Sekunden traf aber nur noch einer: Alexander Matschos, Alexander Matschos und Alexander Matschos. Am Ende gewannen die Dresdner mit 19:22.

Fazit: Die Dresdner gewannen eine teilweise im Angriff von beiden Teams zerfahren geführte Partie am Ende verdient, denn wer von 60 Minuten mehr als 50 führt, nimmt verdient die Punkte aus dem Odenwald mit. Basis für den Sieg war dabei diesmal eine gute Abwehr/Torhüter-Leistung und ein 60-minütiger Siegeswille. Mit dem Sieg verteidigen die Dresdner die Tabellenspitze.

Tore: Bastian 1, Bajorhegyi 4, Hartmann, Jurgeleit 4/2, Rudow 4, Göde 3, Reimann 1/1, De Santis, Blasczyk, Mertig, Matschos 5, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

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