10. Spieltag: HC Elbflorenz vers. SV Anhalt Bernburg 33:30 (16:17)

HC Elbflorenz verlängert Bernburgs Dresden Trauma

HC Elbflorenz 2006 besiegt den Sv Anhalt Bernburg im Heimsiel mit 33:30„Werbung für den Handball“, jenes waren die Worte des Gästetrainers Christian Pöhler nach dem Spiel zum Spiel. Wahrlich, die Handballfans in der Halle hatten einen richtigen Handballfight erlebt. Am Ende dieses intensiven Abends schrieb der HC Elbflorenz außerdem ein Stück Vereinsgeschichte. Erstmals seit Bestehen des Vereins stehen die Dresdner an der Tabellenspitze der 3. Liga Ost. Natürlich nur eine Momentaufnahme, aber wenn man weiß woher der Verein kommt, nach nur sieben Jahren auf der Handballlandkarte, eine wirklich schöne.

Die Gäste begannen im ersten Angriff selbstbewusst. Nach nicht einmal fünf Sekunden wollte der SV mit einem Kempa-Wurf abschließen. Dies misslang, da HCE Spielmacher Matthias Rudow den Braten roch und den finalen Pass verhinderte. Die Dresdner wiederum machten es etwas besser und erzielten nach 1:30 durch eben erwähnten Rudow das 1:0. Der Dresdner Spielmacher war an diesem Tag eine der Schlüsselfiguren im Spiel der Sachsen. Bis zur 17. Minute entwickelte sich eine enge Partie, welche allerdings leichte Vorteile für die Gäste aus Bernburg bereithielt. Dabei nutze das Team aus Sachsen-Anhalt die Fehler der Dresdner durch schnelle Tore gnadenlos aus. Überhaupt gestalteten die Gäste fast das gesamte Spiel temporeich. Zudem nutzte der SV zwei frühe Überzahlsituationen zu seinen Gunsten. Auf der anderen Seite brachte die vom HC Elbflorenz schon so erwartete offensive Deckung der Bernburger nicht den durchschlagenden Erfolg. Die Dresdner fanden immer wieder Lösungen diese auszuhebeln. In der 16. Minute konnte der HC Elbflorenz durch Gabriel De Santis zum 7:7 ausgleichen, um eine Minute später durch Tim-Philip Jurgeleit sogar mit 8:7 in Führung zu gehen. Beide gehörten an diesem Tag mit zu den besten Dresdnern. De Santis traf im 1. Durchgang auf seiner rechten Aufbauposition sechsmal. Dies brachte ihm in der 2. Halbzeit dann eine Manndeckung ein. Als die Dresdner nach etwas mehr als 17. Minuten das 9:7 erzielten war das der Ausdruck dafür, dass sich die Hausherren nun einen leichten Vorteil erarbeiten hatten. Richtig absetzten konnte man sich aber nicht und so blieb die Partie weiterhin eng. Nachdem der HC Elbflorenz teilweise mit zwei Toren führte (10:8, 12:10, 14:12), konnten die Gäste mit einem Tor von Martin Hofmann (14:14) den Spielstand wieder egalisieren. Nach dem erneuten Ausgleich zum 16:16 konnte Bernburg sogar noch einen Ballgewinn für sich verbuchen. In der Folge kassierte der HC Elbflorenz eine Zeitstrafe und quasi mit dem Pausenpfiff von Linksaußen das 16:17. Dabei ging das Zwischenergebnis so in Ordnung, da die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt dieses eine Tor wirklich besser war.

HC Elbflorenz 2006 besiegt den Sv Anhalt Bernburg im Heimsiel mit 33:30Durch die späte Zeitstrafe im 1. Spielabschnitt begannen die Dresdner diesen in Unterzahl. Die Gastgeber waren trotzdem sofort im Spiel, denn sie trafen in Unterzahl zweimal und der Gegner nur einmal. In den folgenden zehn Minuten versuchten die Gäste aus Sachsen-Anhalt das Spiel vorzuentscheiden. Vor allem SV Aufbauspieler Kilian Kraft setzte jetzt für die Gäste die Akzente. Die Dresdner fanden in dieser Phase in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff und waren im Angriff nicht effektiv genug. So setzten sich der SV bis zur 44. Minute auf 23:26 ab. Jedoch kämpften sich die Dresdner mit der tollen Unterstützung von den Rängen wieder zurück in die Partie. Als Tim-Philip Jurgeleit in der 49. Minute zum 27:27 traf, stand die Halle Kopf. Wenige Augenblicke später stibitzte der Dresdner Linksaußen dem SV den Ball und erzielte per Konter die 28:27 Führung. Als er dann nach einem erneuten Dresdner Ballgewinn bei angezeigtem Zeitspiel auch noch das 29:27 erzielte, hatte der Dresdner Linksaußen den zurückliegenden Minuten seinen Stempel endgültig aufgedrückt. Wer dachte die Dresdner würden das Spiel jetzt in Richtung Sieg vorentscheiden, sah sich getäuscht. Die Bernburger erzielten durch Steffen Ciescynski und Paul Tiede das 29:29. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Die Führung zum 30:29 durch den starken Dresdner Rechtsaußen Lars Bastian glichen die Gäste erneut postwendend aus. Gegen den beweglichen Bastian hatte die SV Abwehr immer wieder Probleme. In den verbleibenden knapp fünf Minuten trafen die Dresdner nun noch dreimal und der Gast nicht mehr. Da half es auch nicht, dass die Gäste mit einem zusätzlichen Feldspieler agierten und teilweise noch offensiver deckten. So endete die hochintensive Partie mit 33:30 für die Hausherren.

Fazit: Ein gutes Spiel mit zwei guten Mannschaften gewannen die Dresdner erneut aufgrund einer starken Schlussphase. Damit hält die Saison übergreifende Heimsiegesserie weiter an. Während die Dresdner mit dem Spiel des SV in der Abwehr an diesem Tag so ihre Probleme hatten, fanden sie jedoch gegen die sehr offensive Abwehr der Gäste, unter Führung von Spielmacher Matthias Rudow, immer wieder gute Lösungen. Insgesamt war es eine tolle Mannschaftsleistung der Dresdner. Gerade in der 2. Halbzeit brachte die Unterstützung von den Rängen noch die gewisse Extraenergie.

Tore: Bastian 5, Bajorhegyi, Hartmann, Jurgeleit 8/3, Rudow 6/2, Reimann 1, De Santis 7, Göde 3, Blasczyk 1, Mertig, Matschos 2, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

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