8. Spieltag: TV Kirchzell vers. HC Elbflorenz 25:27 (8:12)

HC knackt Kirchzeller Heimfestung

"Es tut weh" sagte der Trainer der Kirchzeller Gottfried Kunz nach dem Spiel. Lange Zeit hatte der Trainer des TV Kirchzell in seiner eigenen Halle nicht mehr als Verlierer auf dem Parkett gestanden. Nun war es aber doch passiert. Für die Dresdner war der Sieg das I-Tüpfelchen auf einer ganz starken Trainingswoche.

Starker Sieg beim TV Kirchzell: HC Elbflorenz 2006 gewinnt mit 27:25Der TV begann in eigener Halle mit viel Zug. Es war noch keine Minute vergangen und der Gastgeber führte 2:0. Wenig später führten die Hessen sogar mit 4:1. Die Dresdner konnten sich aber in der Abwehr zunehmend stabilisieren. Alleine die Chancenverwertung des HC konnte nicht mit der guten Abwehrleistung mithalten. Bis zur 10. Minute hatte der Gast schon fünf Fehlwürfe zu Buche stehen. Zunehmend wurde aus der stabilen Abwehr der Dresdner jedoch eine überragende. Der TV Kirchzell fand keine Mittel mehr gegen den Dresdner Abwehrriegel. Zudem konnte Marcel Balster im Tor des HC mit einigen Paraden seine Vorderleute zusätzlich stärken. Als Philipp Klimmer für die Gastgeber in der 20. Minute zum 8:7 traf, sollte dies bis zur Halbzeitpause der letzte Treffer für den TV bleiben. In der 21. Minute war es dann soweit, der HC ging durch einen Matschos Treffer das erste Mal in Führung (9:8). Bis zur Pause legte der HC dann noch drei Treffer drauf und so führten die Sachsen nach 30 Minuten mit 12:8. Im Angriff hatte bis dahin ein erneut sehr starker Rico Göde viele Akzente gesetzt. Der TV bekam den Dresdner Kreisspieler fast über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff. Ihm gelangen am Ende des Tages 9 Tore.

Nach einem überhasteten Abschluss des HC begann die 2. Spielhälfte mit einem Kontertor der Hessen. Erneut folgten nun aber knapp 10 Minuten ohne weiteres Kirchzeller Tor. Die Dresdner machten in der Defensive und wenn was durchkam war es in dieser Phase Beute von HC Keeper. Auf der Gegenseite hatte der Gastgeber auf eine offensive Abwehr umgestellt. Der HC ließ sich jedoch davon zunächst nicht beeindrucken und traf weiter fast nach Belieben. So führten die Sachsen in der 42. Minute fast unglaublich mit 19:10. Allerdings wäre Kirchzell nicht ein so starkes Heimteam, wenn es nicht immer noch einen Pfeil im Köcher hätte. Viele kleine Sachen führten jetzt dazu, dass der Vorsprung der Sachsen schmolz. Eine Zeitstrafe in der 48. Minute, Abspielfehler sowie schlecht gewählte Würfe brachten den TV zurück. Die Hessen witterten nun ihre Chance und knappsten Stück für Stück vom Vorsprung der Dresdner ab. Der HC hatte jetzt seine vorher gezeigte Souveränität verloren. Die Gastgeber setzen nun alles auf eine Karte und gingen in eine Manndeckung über. Zusätzlich kassierte der HC in der Schlussphase noch zwei Zeitstrafen, was die Sache natürlich nicht einfacher machte. In der 56. Minute krönte der TV seine Aufholjagd mit dem 23:24 Anschlusstreffer. Der HC wankte nun, fiel aber nicht. Es war jetzt viel Hektik im Spiel und die Halle kam. Der HC war im Angriff und tat sich schwer. Dann nahm sich Neuzugang Adam Bajorhegyi ein Herz und versenkte einen Hüftwurf im Kirchzeller Tor. Im Gegenzug vereitelte Marcel Balster einen Konter plus Nachwurf. Der HC war wieder in Ballbesitz und traf jetzt sogar in Unterzahl durch Gabriel De Santis. Bei noch 2:14 zu spielen war dies die Entscheidung. Auch bei Kirchzell merkte man an der Körpersprache, dass das Spiel gelaufen war. Einmal trafen beide Mannschaften noch und so endete das Spiel 27:25 für die Dresdner.

Auch wenn TV Trainer Gottfried Kunz nach dem Spiel die Dresdner zum Staffelfavoriten kürte, in Dresden bleibt man auf dem Boden, wohlwissend um die Stärke der Liga und die frühe Zeit in der Saison. Der HC knackte die Heimfestung des TV vor allem durch seine hohe Ausgeglichenheit und die starke Abwehrleistung. Das nächste Lebensalter knackte der Dresdner Kapitän Timo Meinl. Pünktlich 1 Sekunde nach 24 Uhr sangen ihm seine Mannschaftskollegen auf der Autobahn ein Geburtstagslied. Damit war der Ausflug nach Hessen endgültig rund. Am kommenden Wochenende hat der HC spielfrei. Da heißt es die Akkus aufladen um dann im Heimspiel gegen Köthen nachzulegen.

Tore: Bastian 3, Bajorhegyi 3, Hartmann, Jurgeleit 3/1, Rudow 2, Göde 9, Reimann 1, De Santis 2, Blasczyk 1, Mertig, Matschos 3, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

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