5. Spieltag: TSV Burgdorf II vers. HC Elbflorenz 24:21 (11:8)

40 Minuten Magerkost bringt erste Niederlage

HC Elbflorenz unterliget beim TSV Burgdorf IIHandballerische Leckerbissen hatten die Dresdner in der Vorwoche ihren Zuschauern teilweise geboten. Was die mitgereisten Fans allerdings in Burgdorf zu sehen bekamen, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Wenn in einem Spiel ein Team 20 Minuten handballerische Magerkost bietet und das andere 40 Minuten, dann gewinnt zumeist das erst genannte.

Die Dresdner begannen zunächst in ungewohnter Aufstellung. Für den angeschlagenen Matthias Rudow begann Tim Philip Jurgeleit auf der Spielmacherposition. Da der zweite Spielmacher Kay Blasczyk immer noch verletzt ist, waren die Dresdner zum Improvisieren gezwungen. Während die Sachsen schwer ins Spiel fanden, waren die Hausherren aus Burgdorf sofort da. Nach drei, vier Minuten konnten die Gäste das Niveau etwas anheben und es entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Die Gastgeber arbeiteten gewohnt gut aus ihrer 6:0 Deckung heraus, handelten sich aber auch früh gelbe Karten und eine Zeitstrafe ein. So stand es nach einer Viertelstunde 4:4. Zwischen der 15. und 20. Minute hatten die Dresdner ihre beste Phase in der 1. Halbzeit. Sie konnten sich nun teilweise auf zwei Tore absetzen (6:4, 7:5, 8:6). Das achte Tor durch Tim Philip Jurgeleit in der 20. Minute sollte jedoch das letzte Tor im 1. Spielabschnitt sein. In der Folge kam der eh schon stotternde HC Angriffsmotor gänzlich zum erliegen. Gerade in Überzahlsituationen lies der HC an diesem Tag Qualität vermissen. Zudem machten die Dresdner das Spiel unnötig langsam. Außerdem konnte sich ein gut aufgelegter TSV Torhüter Jendrik Meier immer wieder auszeichnen. Der Bundesligakeeper hatte am Ende eine Quote von über 50 Prozent gehaltener Bälle. Die Hausherren nutzen die Dresdner Flaute zu fünf Treffern in Folge und führten zur Halbzeit mit 11:8. Interessanterweise kam der bisher beste Torschütze der 3. Liga Ost Timo Kastening weder in der 1. noch in der 2. Halbzeit wie gewohnt zur Geltung. Auch weil ihm Timo Meinl im HC Tor nicht nur einen Konter überragend abkaufte. Damit ist der HC Spieler genannt der zusammen mit Aufbauspieler Alexander Matschos und Kreisspieler Jörg Reimann an diesem Tag Normalform erreichte.

Zu Beginn der 2. Halbzeit biss Spielmacher Matthias Rudow trotz Verletzung und Erkältung auf die Zähne und ließ sich einwechseln. Mehr Sicherheit brachte das jedoch zunächst nicht in die Mannschaft, denn die 2. Halbzeit begann für die Dresdner mit vielen Fehlern und zwei Gegentoren per Konter. Bis zur 39. Minuten hatten clevere Hausherren die schlechte Phase der Dresdner dazu genutzt, die Führung auf 17:10 auszubauen. In der Nachbetrachtung war dies die Vorentscheidung. Ab der 40. Minute begann für die jungen Burgdorfer ihre fast schon übliche Schlussphase. Sie bauten nämlich mehr und mehr ab. Die Dresdner konnten jetzt bis zur 55. Minute Tor um Tor verkürzen. Der vor allem in der 2. Halbzeit sehr stark haltende Timo Meinl kaufte den jungen Burgdorfern einen Ball nach dem anderen ab. Kopf der Aufholjagd war im Angriff vor allem Alexander Matschos, der entweder selber traf oder den Kreis freispielte. Jörg Reimann am Kreis zeigte jetzt seine Qualitäten. Als es jedoch darum ging das Spiel doch noch zu drehen, ließen die Dresdner die sich bietenden Chancen ungenutzt. Am Ende rächte es sich, dass man in den ersten 40 Minuten mit wenig Tempo und ohne den nötigen Druck im Angriff agiert hatte. Dreizehn technische Fehler taten ihr übriges.

Keine Frage, der Sieg der Gastgeber war verdient. Auch haben die Burgdorfer nicht umsonst bisher alle Heimspiele gewonnen. Die Dresdner agierten jedoch vor allem im Angriff 40 Minuten auf einem schwachen Niveau. Auch gesundheitliche Probleme bei mehreren Spielern kann dies nicht gänzlich erklären. Ein Kraftakt im letzten Drittel der Partie konnte das Spiel auch nicht mehr drehen. So kassierten die Dresdner im fünften Saisonspiel die erste Niederlage und stehen mit 8:2 Punkten auf Platz 4. Wenn die Dresdner ein Spitzenteam sein wollen, müssen sie diese Partie schnell abhaken und schon nächste Woche in Northeim ein anderes Gesicht zeigen. Zudem will man die Woche nutzen, um sich auszukurieren.

Tore: Bastian, Jurgeleit 4/2, Hartmann, Matschos 5, De Santis 5, Rudow 1, Desler 1, Göde 1, Reimann 4, Mertig, Gaida, Balster/Meinl (Tor)

 

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