4. Spieltag: HC Elbflorenz vers. HSV Hannover 31:25 (18:13)

HC macht Werbung für den Dresdner Handball

Wenn es nach dem HSV Hannover gegangen wäre, wären die Niedersachsen nie in der Oststaffel gelandet. Dies hat der HSV mit einigen anderen Vereinen in der 3. Liga Ost gemein. Dabei ist die diesjährige 3. Liga Ost mit Sicherheit sportlich gesehen kein „hässliches Entlein“. Dies können die Niedersachsen nach mittlerweile vier Spielen sicher bestätigen. Und der Rest kommt schon noch! Noch drei bis vier Jahre in der Oststaffel und der HSV Hannover wird diese Staffel richtig lieb gewonnen haben. Davon ist man in Dresden überzeugt. Zumal der HSV sportlich gesehen eine absolute Bereicherung für die 3. Liga Ost ist, auch wenn die Punkte am Ende in Dresden blieben. In diesem Sinne ist schlecht gereimt besser als gut geschrieben:

Eine Fahrt in den Osten kann euch die Punkte kosten.

Trotzdem hoffen wir ihr wart gerne hier. (:

Die Dresdner begannen die Partie mit drei Fehlwürfen. Die Gäste aus Hannover hingegen mit zwei Toren. Dementsprechend lagen die Hausherren nach knapp zwei Minuten mit 0:2 zurück. Die nächsten beiden Wurfversuche der Hannoveraner konnte Timo Meinl im HC-Tor entschärfen. Zu Beginn der 5. Minute war es dann soweit, Tim-Philip Jurgeleit traf per Strafwurf zum 1:2. Gabriel De Santis und Matthias Rudow legten dann bis zur 7. Minute nach und so führte der HC mit 3:2. Die Gäste glichen durch Kevin Klages anschließend zum 3:3 aus. Danach zog „Hobbyzahnarzt“ Timo Meinl dem in den bisherigen Partien besten HSV-Torschützen Sebastian Czok den „Zahn“. Nämlich den, dass Czok an diesem Tag nach seinem Treffer in der 2. Minute noch weitere erzielen kann. Zwischen der 9. und 11. Minute parierte Meinl drei richtig gute Chancen gegen den sonst so treffsicheren HSV-Linkshänder. Dieser nahm kurz danach konsterniert auf der HSV Bank Platz. In der Folge erarbeiteten sich die Dresdner Stück für Stück einen Vorteil. Dabei überstanden die Sachsen auch die erste Unterzahl ab der 21. Minute gut. So konnte der erneut gut aufgelegte HC Spielmacher Matthias Rudow bspw. artistisch zum 12:9 für die Hausherren einwerfen, als er einen vom HSV-Torhüter zurückspringenden Ball am Kreis gerade noch so zu greifen bekam. Ab der 23. Minute legten die Dresdner dann noch eine Schippe drauf. Da half es auch nichts, dass die Gäste den gut agierenden HC Rückraumrechten Gabriel De Santis mit einer vorgezogenen Deckung aus dem Spiel zu nehmen versuchten. Über die Stationen 14:10 und 16:12 gingen die Hausherren mit einer 5-Toreführung (18:13) in die Halbzeitpause. Dabei hatten die Dresdner ihr eigenes Publikum teilweise mit tollen Aktionen begeistert. Der Funke war so schon früh in der Partie auf die Ränge übergesprungen.

HC Elbflorenz 2006 besiegt den HSV HannoverHC Elbflorenz 2006 besiegt den HSV HannoverHC Elbflorenz 2006 besiegt den HSV Hannover im Heimsiel mit 31:25

Der 2. Spielabschnitt begann mit einer schnellen Zeitstrafe für den HC, zwei Treffern der Hannoveraner und knapp sechs torlosen Minuten der Elbestädter. Als Alexander Matschos dann zum 19:15 für die Hausherren traf, war dies der Auftakt zu fünfzehn sehr dominanten Minuten. Ob Lars Bastian mit Treffern auf der rechten Außenbahn oder ein artistischer Rico Göde am Kreis, nach Pass durch die Beine des Gegners von Tjark Desler, die Dresdner zogen jetzt das Niveau noch einmal an. Wie Tjark Desler glänzte auch der zweite HC Halblinke Alexander Matschos an diesem Tag mit tollen Anspielen an den Kreis. Die Dresdner Kreisspieler Göde und Reimann machten daraus zu 90 Prozent ein Tor. So führten die Elbestädter in der 44. Minute erstmals mit 8 Toren (24:16). Der gleiche Abstand war es dann auch noch in der 51. Minute (29:21). In der Folge wechselte der HC dann durch und leistete sich vor allem in den letzten drei, vier Minuten einige Fehlwürfe bzw. leichte Fehler. Trotz alledem blieb eine offensivere Deckungsvariante der niedersächsischen Gäste fünf Minuten vor dem Ende der Partie ohne durchschlagenden Erfolg. Auf Seiten der Niedersachsen konnten an diesem Tag lediglich ein starker David Sauß (7 Treffer) und 2 Meter 10 Mann Bastian Riedel (6 Treffer) Topniveau erreichen. Sicherlich auch ein Verdienst der Dresdner Abwehr sowie der Keeper Meinl und Balster. Das 31:25 spiegelte so am Ende die Kräfteverhältnisse ab der 25. Minute klar wieder, denn die Dresdner agierten bei weitem ausgeglichener als die Gäste.

Fazit: Die Dresdner hielten die torlosen Phasen im Spiel kurz und die Phasen mit Handball nah am Optimum zunehmend länger. Insgesamt zeigte der HC eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. In diesem Sinne war der Sieg der Dresdner auch absolut verdient. Damit bauen die Dresdner ihren Startrekord auf vier Siege aus. Dies stärkt natürlich das Selbstbewusstsein, lässt aber keinerlei Überheblichkeit aufkommen. Ein „extramegahyper“ Lob geht an die Dresdner Fans, welche wirklich eine tolle Stimmung machten und welche es die letzten Minuten nicht mehr auf ihren Sitzen hielt.

Tore: Bastian 4, Hartmann, Jurgeleit 4/3, Gaida 1/1, Rudow 6, Reimann 3, Göde 3, De Santis 7, Hartmann, Desler, Mertig, Balster/Meinl (beide Tor)

Highlights HC Elbflorenz vs. HSV Hannover 31:25

FANBLOCK-TV: HC Elbflorenz hält sich schadlos

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