2. Spieltag: HC Elbflorenz vers. Dessau-Roßlauer HV 31:25 (15:10)

HC Elbflorenz siegt zum Heimspielauftakt

Die Tiger des HC Elbflorenz siegen über die Biber vom Dessau-Roßlauer HVVor der Partie meinte der Dessauer Trainer Manfred Breu im Blick auf die Auftaktniederlage gegen Groß-Bieberau: „Eigentlich müssen wir uns die zwei verpassten Punkte vom ersten Spieltag zurückholen.“ Im Grunde ein ungewöhnliches Unterfangen, denn Punkte die einmal verloren sind, kann man sich nicht wieder zurückholen. So ist für die Dessauer zu hoffen, dass sie nicht auch noch die verlorenen Punkte in Dresden wieder zurückholen wollen und sich mehr darauf konzentrieren, Punkte zu sammeln die noch nicht vergeben sind.

Der HC Elbflorenz begann im Angriff mit einem Schlagwurfhammer von Alexander Matschos. Die Dessauer glichen prompt durch Radek Sliwka aus. Dies sollte den Gästen nur noch einmal im Spiel beim 10:10 gelingen. Dabei ist mit Sliwka gleich der Dessauer genannt der mit seinen 7 Toren den besten Tag beim Team aus Sachsen-Anhalt erwischte. Da ihm aber vor allem im Aufbau der Dessauer in Punkto Leistung kaum einer folgen konnte, blieb er in diesem Bereich etwas der Alleinunterhalter. Bis zum besagten 10:10 (19. Minute) war es eine enge Partie mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Die Dessauer hatten ihrerseits in der 8. Minute schon den Torhüter gewechselt. Insgesamt ging das Torhüterduell relativ klar an die Dresdner. Auch dies war ein Schlüssel zum späteren Erfolg. Der verletzungsbedingte Wechsel von Alexander Matschos zu Tjark Desler brachte ab der 20. Minute zusätzlichen Schwung ins Dresdner Spiel. Der Halblinke führte sich gleich gut mit einem herausgeholten Strafwurf in das Spiel ein. Tim-Philip Jurgeleit machte daraus vom Siebenmeterpunkt das 11:10. Er war mit seinen 9 Treffern, davon 6 Siebenmeter, der beste und nervenstärkste HC-Schütze an diesem Tag. Interessanterweise schafften es die Dresdner in dieser Phase nicht Überzahlsituationen zu ihren Gunsten zu nutzen. Die Dessauer taten es dem HC Elbflorenz allerdings gleich. Jedoch hatte der HC in dieser Phase einen Tjark Desler. Er besorgte in Unterzahl das 13:10 und 14:10. Den Schlusspunkt der 1. HZ für die Tiger setzte per Konter Tim Philip Jurgeleit zum 15:10. Vorher hatte gerade Timo Meinl im HC-Tor seinen siebten Ball in Folge gehalten und den Konterpass fast aus dem Sitzen gespielt.

Die 2. HZ begann wie der 1. Spielabschnitt geendet hatte. Nach zwei erneuten Meinl-Paraden erwarfen sich die Dresdner durch Tore von Jurgeleit und Bastian eine 17:10 Führung. Zu diesem Zeitpunkt waren 33. Minuten gespielt. 15:10 zur Halbzeit, 17:10 kurz nach der Pause, ja das klingt fast wie eine Kopie des Spieles in Bad Blankenburg. Und ähnlich wie in Bad Blankenburg ging es weiter. Der HC konnte jetzt 9 Minuten am Stück keinen Treffer setzen und sah sich zudem in der 34. Minute in Unterzahl und in der 38. Minute in doppelter Unterzahl auf dem Feld wieder. Die Dessauer ließen sich nicht lange bitten und markierten 6 Treffer in Folge. So stand es in der 42. Minute nur noch 17:16 für den HC. Peter Pysall nahm die Auszeit und mahnte zur Ruhe. Zudem schickte er Spielmacher Matthias Rudow wieder auf das Feld. Dieser zog nun bis zum Ende des Spieles klug die Fäden. Sofort mit dem Anpfiff nach der Auszeit leitet er eine Kombination ein, welche er dann selber mit einem Tor zum 18:16 abschloss. In den folgenden 4 Minuten blieb das Spiel weiter eng. Die Dresdner legten vor und die Dessauer zogen nach. Als die Dresdner aber in der 46. Minute durch einen gut aufgelegten Lars Bastian von Rechtsaußen das 21:18 erzielten, war der DRHV06 endgültig auf der Verliererstraße gelandet. Zwar konnte Robert Lux für die Dessauer noch das 21:19 erzielen, jedoch war dies nur noch Makulatur. Die Dresdner zogen davon. Bis zur 54. Minute hatte die Pysall-Sieben den Vorsprung auf 27:20 ausgebaut. Alle Mannschaftsteile trafen in dieser Phase und wenn nicht, war da ja noch der starke Defensivverband um Rico Göde oder Torwart Timo Meinl. Letzterer hielt bspw. in der 51. Minute noch einmal einen Siebenmeter plus Nachwurf von Tomas Pavlicek. Die restliche Zeit spielten die Dresdner die Partie ohne Probleme nachhause. So gewannen die Sachsen am Ende verdient mit 31:25.

Fazit: Es war ein Spiel der Unterbrechungen. Dazu trugen insgesamt 15 Siebenmeter und sicher eben so viele Wischpausen bei. Am Ende ist wichtig: Zweites Spiel zweiter Sieg, jenes macht 4 Punkte. Die Dresdner wissen die Siege richtig einzuschätzen. In den Bereichen Fehler minimieren und Torwurfeffektivität anheben konnten sich die Dresdner steigern. Ab Dienstag liegt der Fokus dann schon wieder auf dem sicher stimmungsvollen Derby gegen Pirna. Ohne Frage das Sachsenderby schlecht hin in der 3. Liga. Dies wir dann wieder ein ganz anderes Spiel. Eines wird allerdings gleich sein, die Dresdner können sich wie auch wieder in diesem Heimspiel der tollen Unterstützung der Fans sicher sein!

Tore: Bastian 3, Hartmann 1, Jurgeleit 9/6, Rudow 4, Desler 4, Göde 3, Reimann, De Santis 4, Blasczyk 2, Gaida, Mertig, Matschos 1, Balster/Meinl (beide Tor)

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