Saisonstart 3. Liga Staffel Ost

Ein Dresdner Blick auf die kommende Saison

Handball in Dresden 3. Liga Staffel OstEine Vorschau auf die 3. Liga Ost hat aus Dresdner Sicht bei allen Unwägbarkeiten einen gewissen Reiz und so gibt es in diesem Jahr wieder den traditionellen HCE-Blick in die nähere Zukunft der 3. Liga Ost. Hellseherische Fehlleistungen sind dabei durchaus einkalkuliert.

Kommen wir gleich zu Beginn zu den Dresdnern. In der letzten Saison erreichten die Mannen von Peter Pysall einen wirklich tollen 5. Platz und gehörten damit zur erweiterten Spitze der 3. Liga Ost. Für die kommende Saison soll es in eine ähnliche Richtung gehen bzw. soll noch mal eine Steigerung her. Damit würde der HCE die Politik der kleinen Schritte weiter fortsetzen. In diesem Sinne wollen die Elbestädter in der kommenden Spielzeit die Top 3 angreifen. Dabei gehen die Dresdner neue Wege, denn der Kader ist nicht so breit aufgestellt wie in den Vorjahren. Punkten wollen die Sachsen mit ihrer Homogenität. Auf einigen Schlüsselpositionen hat der HCE in diesem Jahr zwei gute Alternativen parat. Auf der anderen Seite ist der Anteil der jungen Spieler gestiegen, so werden diese automatisch in der kommenden Saison noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Dabei ist den Dresdnern bewusst, dass größere Verletzungssorgen möglichst ausbleiben sollten und sich die Mannschaft aufgrund der viele Neuzugänge in der 1. Hälfte der Saison sicher noch finden muss. Insgesamt muss es für den HCE also heißen: Gesund bleiben und Schritt für Schritt zusammenwachsen! Die positive Vorbereitung hat dahingehend schon ein gutes Fundament gelegt.

Der Topfavorit für die kommende Saison kommt aus Dresdner Sicht aus Bad Neustadt. Der ortsansässige HSC verfügt über eine ganz starke und eingespielte Mannschaft, welche im letzten Jahr in der Südstaffel nach einer überragenden Hinserie am Ende ganz knapp hinter dem HSC Coburg 2000 den 2. Platz belegte. Neben dem HSC Bad Neustadt tummeln sich noch einige andere Vertreter denen ein Spitzenplatz zuzutrauen ist. Da wäre natürlich der individuell stark besetzte TV Kirchzell, der extrem homogene SV Anhalt Bernburg, das top ausgebildete Juniorteam des SC Magdeburg oder auch das starke Team der HSG Rodgau Nieder-Roden. Zudem gibt es Teams wie die MSG Groß/Bieberau Modau, den Dessau Roßlauer HV sowie die SG LVB Leipzig, die im letzten Jahr teilweise weit hinter den eigenen Erwartungen zurückblieben. Drei Teams also, die in diesem Jahr sicher auf mehr aus sind und sich im Falle von Groß Bieberau und Dessau noch einmal gut verstärkt haben. So kann man sich kaum vorstellen, dass bspw. ein Team wie Dessau noch einmal eine ähnlich schwache Saison wie in der letzten Spielzeit hinlegt. Auch das vor der letzten Spielzeit hochgelobte Team aus Groß Bieberau will sicher nicht wieder 17 Punkte hinter der Spitze ins Ziel kommen. Ansprüche auf einen Spitzenplatz in den Top 5 meldete zuletzt auch der HSV Bad Blankenburg an. So formulierte es zumindest der neue Trainer des letztjährigen 9. Rüdiger Bones. Bei allem genannten ist zu vermuten, dass die Leistungsdichte in der bevorstehenden Saison höher sein wird als in der abgelaufenen Spielzeit. In den Kampf um die Spitzenplätze könnten 6 oder 7 Teams eingreifen.

Für die Aufsteiger wird es ohne Frage in diesem Jahr schwer. Zwar haben sich beide Teams aus Köthen und Northeim verstärkt, jedoch ist der Sprung in die 3. Liga schon eine erhebliche Hürde. Zumal bspw. der Meister der Oberliga Mitteldeutschland lange nicht so souverän aufstieg wie zuvor der HSV Bad Blankenburg. Schwer einzuschätzen sind die Teams aus Groß Umstadt, Pirna und Hannover. Wobei der HSV Hannover als letztjähriger 6. der 3. Liga Nord sicher eine qualitative Bereicherung für die Liga darstellt. Ein guter einstelliger Tabellenplatz scheint also für die Hannoveraner machbar. Auch beim Juniorteam des Bundesligisten Hannover-Burgdorf kann man mit sehr gut ausgebildeten und hochmotivierten jungen Handballern rechnen, welche eventuell immer mal wieder vom Bundesligateam unterstützt werden. Der sächsische Nachbar aus Pirna musste vor dieser Saison erneut schmerzhafte Abgänge verbuchen. In der Breite haben sich die Pirnaer diesmal jedoch etwas besser aufgestellt. Insgesamt werden die Sonnensteiner sicher wieder von ihrer Heimstärke profitieren. Beim TV Groß Umstadt bleibt abzuwarten wie die Mannschaft den Weggang des der Stammkräfte Maximilian Bettin und Oliver Schulz verkraftet. Der 11. Platz aus dem Vorjahr soll jedoch sicher auch nicht das Ende der Entwicklung sein.

Insgesamt erwartet die Fans also wieder eine ganz spannende Saison.

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