HC ELBFLORENZ 3. IN ORANIENBURG

Platz 3 in Oranienburg - Dresdner mit Comeback- und Beißerqualitäten

 

1. Turniertag 

Schwerer Start - SV Anhalt Bernburg – HC ... 23:17 (12:10)

Im ersten Spiel gegen den Ligakontrahenten  aus Bernburg verlor man klar und in der Höhe auch verdient. Zu Beginn des Spieles war es vor allem die schlechte Chancenverwertung welche die Dresdner besserer Zwischenstände beraubte. Noch ganz logische Abstimmungsprobleme in der offensiven Abwehr taten ihr übriges. In der 2. HZ spielten gleich mehrere Anschlusskader beim HC. Das war auch nötig, war doch z. B. der Dresdner Aufbauspieler Alexander Matschos schon nach 15 Minuten mit einer Gesichtsverletzung ausgeschieden (wahrscheinlich ein Nasenbeibruch). Er wurde den Rest des Spieles geschont, biss sich dann aber durch den ersten und zweiten Turniertag. Dazu kam leider noch Schulterprobleme beim Rechtsaußen Martin Kaiser. Vor allem Ende der 1. HZ und die ersten 10 Minuten der 2. HZ konnten sich die Dresdner steigern, ließen aber die Chance zum 15:15 ungenutzt. Danach produzierten die Dresdner zu viele Fehler, welche clevere Bernburger eiskalt nutzen. Die Bernburger wirkten bei weitem eingespielter als der HC. Im Blick auf das weitere kräftezerrende Turnier gab es schon in dieser Partie für nahezu alle Spieler Einsatzzeiten.

Tore: Petersen 1, Richter 1, Reimann 1, Mertig 4, Hartmann 2, Grießbach 1, Matschos 2, Knudsen 5

 

Turniertiefpunkt - Oranienburger HC – HC ... 18:9 (8:6)

Sicherlich kam nach dem Spiel gegen die Gastgeber der Gedanke auf, dass man es hätte wie der VfL Bad Schwartau machen können und das Turnier aufgrund verletzter du angeschlagener Spieler absagen. Allerdings wäre das zu einfach. Auch im zweiten Spiel zeigte sich, dass die Spieler aus der „zweiten Reihe“ noch ganz natürlichen Lernbedarf haben. Die erste Reihe war in diesem Spiel aber auch wenig Vorbild für die jungen Spieler, mit Ausnahme von Kreisspieler Jörg Reimann, welcher insgesamt als Alleinunterhalter am Kreis ein sehr gutes Turnier spielte. Auch Torhüter Timo Meinl zeigte mit 44 Prozent gehaltener Bälle ein überragendes Spiel. Vor allem in der Schlussphase der Partie konnten die Oranienburger machen was sie wollten. Wie schon im ersten Spiel hakte es bei den Dresdnern vor allem im Angriff. Nur 6 Tore in der 1. HZ und lediglich 3 Tore in der 2. HZ sind dafür ein klares Indiz. Wie schon in der Partie vorher wurde viel gewechselt, um weiter mit den Kräften zu haushalten. Insgesamt agierten die Dresdner in diesem Spiel enttäuschend.

Tore: Jurgeleit 2, Reimann 4, Mertig 1, Grießbach 1, Knudsen 1

 

Die Auferstehung – HV Grün-Weiß Werder – HC ... 25:18 (12:6)

Zunächst muss man dem HV ein Kompliment machen. Sie waren kurzfristig für den VfL Bad Schwartau eingesprungen und spielten als einziger Viertligist ein gutes Turnier. Sie gewannen u. a. gegen Oranienburg und rangen dem Gruppensieger aus Bernburg ein 22:22 ab. Gegen die Dresdner waren die Grün-Weißen jedoch am Ende chancenlos. Beim 12:6 zur Halbzeit war das Spiel eigentlich schon vorentschieden. Ein starker Marcel Balster im Tor und eine verbesserte Abwehr waren vor allem in der 1. HZ ein Garant für einige leichte Tore. Die erzielten in diesem Spiel vor allem die starken Außen Grießbach und Jurgeleit. In der 2. HZ wechselten die Dresdner wieder munter durch, konnten jedoch die Qualität besser halten als in den ersten beiden Partien. Für die Dresdner war es wie eine kleine Auferstehung innerhalb des Turniers und wie sich zeigen sollte noch einmal ein Fingerzeig auf das letzte Gruppenspiel gegen den Drittligisten aus Schwerin.

Tore: Petersen 2, Jurgeleit 7, Reimann 3, Hartmann 2, Grießbach 6, Matschos 3, Knundsen 2

 

Mehr Saft im Tank – SV Mecklenburg Schwerin – HC Elbflorenz 21:27 (11:13)

Manchmal enden Turniertage besser als sie beginnen. Bei den Dresdnern war es so, denn mit dem verdienten und am Ende klaren Sieg gegen den Drittligisten aus Schwerin wurde man noch Zweiter in der Gruppe und zog direkt in Viertelfinale ein. Als man die Halle verließ kannte man den Gegner noch nicht, da in der anderen Gruppe noch gespielt wurde. Mit den Schwerinern lieferte man sich vor allem in der 1. und zu Beginn der 2. HZ ein enges Match, bevor die Dresdner in den letzten 15. Minuten immer mehr davonzogen. Nach einem harten Turniertag hatten sie trotz einiger angeschlagener Spieler einfach mehr zuzusetzen. Vorbildlich dabei vor allem Neuzugang Martin Petersen der trotz erneuter Probleme im Bein alles für die Mannschaft gab und sein bisher bestes Spiel machte. Gestützt auf eine erneut gute Torhüterleistung, mit Roman Judisch im Tor,  sowie auf einen gut aufgelegten Alexander Matschos konnte man so den ersten Turniertag noch erfreulich abschließen. Der Zwischenspurt vom 14:13 auf 20:13 bis zur Mitte der 2. HZ war am Ende vorentscheidend. Die offensive Deckung der Schweriner in der Schlussphase brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Erfreulich war auch, dass sich die „2. Garde“ diesmal wenig Fehler erlaubte und immer wieder gute Mittel gegen die offensive Deckung der Schweriner fand.

Tore: Matschos 7, Knudsen 3, Mertig 4, Reimann 2, Jurgeleit 3, Israel 3, Petersen 5

 

2. Turniertag

Erneute Leistungssteigerung bringt Halbfinale – Füchse II/A-Jugend – HC 22:18 (11:9)

Der zweite Turniertag begann mit einigen Änderungen. Die Magdeburger Youngsters traten aufgrund von zu vielen angeschlagenen Spielern nicht an. Auch der VfL Potsdam reiste eher ab. Das stieß nicht bei allen Mannschaften auf Verständnis, denn außer die breiten Kader aus Leipzig und Berlin waren wohl alle Teams am Limit. So gab es Verschiebungen bzw. eine Neuordnung des Spielplanes für den zweiten Turniertag. Das schon feststehende Viertelfinale zwischen den Dresdnern und den Füchsen II/A-Jugend Bundesliga fand jedoch ganz normal statt. Die von Bob Hanning trainierte A-Jugend war zu dieser Zeit die Mannschaft mit den meisten Kraftreserven, teilten sie sich doch am Vortag mit der 2. Mannschaft der Füchse die Spiele auf. Die Dresdner gingen gleich mit 1:0 durch Dennis Knudsen in Führung und gaben diese Führung außer beim 2:2 bzw. 3:3 auch nicht mehr ab. Die Berliner agierten mit einer offensiven Abwehr, blieben damit aber erfolglos. Auch die 6:0 bzw. die Manndeckung in Überzahl wollte nicht zu 100 Prozent funktionieren. Die Dresdner fanden immer eine Antwort. Leider konnten nicht allen starken Paraden von Timo Meinl in Ballbesitz umgemünzt werden, sodass es zu Halbzeit knapp 11:9 stand. Die Berliner zeigten vor allem im Angriff warum man sie als Talente bezeichnen kann. In der 2. HZ ließen die Dresdner aber nichts mehr anbrennen. Vor allem Martin Petersen und der junge Tom Hartmann machten das Spiel schnell konnten so immer wieder Lücken für die Mitspieler reißen. Auch Alexander Matschos konnte erneut überzeugen. Am Ende stand ein sicheres 22:18, welches in der 2. HZ nie mehr wirklich in Gefahr geriet.

Tore: Knudsen 4, Matschos 5, Hartmann 2, Mertig 2, Reimann 3, Jurgeleit 3, Petersen 3

 

Gute Leistung gegen späteren Turniersieger – SC DhfK Leipzig – HC ... 24:18 (14:10)

Gegen den späteren Turniersieger aus Leipzig, zeigten die Dresdner über weite Strecken eine gute Partie. In der 1. HZ war es vor allem der Leipziger Spielmacher Philip Seitle den die Dresdner nicht in den Griff bekamen. Er war auch an einer kuriosen Szene beteiligt, als ein Schlagwurf von ihm im Prinzip im Lattenkreuz stecken blieb. Nach einer Beratung gaben die verunsicherten Schiedsrichter das Tor. Trotzdem blieben die Dresdner dran, obwohl sie im Schnitt viel mehr Spielminuten als die Leipziger hatten. Die Zwischenstände von 8:10 und 9:11 in der 1. HZ bringen das zum Ausdruck. In der 2. HZ pegelte sich der Vorsprung zwischen 4 bis 6 Toren ein. Die Dresdner ließen in den letzten 10 Minuten im kompletten Aufbau die Anschlusskader zum Zuge kommen. Diese zeigten wie die gesamte Mannschaft, dass sie im Turnier dazu gelernt hatten und machten ein gute Partie. Am Ende gewannen die Leipziger die Partie verdient mit 24:18 und zogen so ins Finale ein.

Grießbach 2, Hartmann 1, Gaida 1, Mertig 2, Reimann 3, Jurgeleit 2, Israel 1, Petersen 3, Mertig 2, Knudsen 3

 

HC holt Platz 3 im Siebenmeterwerfen – SV Anhalt Bernburg – HC ... 3:4

Im Spiel um Platz 3 einigte man sich mit dem SV Anhalt Bernburg auf einen Shootout per Siebenmeter. Beide Mannschaften waren am Limit und der HC hatte erst kurz vorher das Halbfinale gespielt. Am Ende gewann der HC nach 6 Schützen knapp mit 4:3 und holte sich damit Platz 3 beim Turnier in Oranienburg.

 

TURNIERFAZIT: Nach den ersten beiden Spielen und angesichts des Fehlens von  4 bis 5 etatmäßigen Spielern, ist der 3. Platz am Ende ein Erfolg. Zumal es der erste richtige Test für die Dresdner war. Die Mannschaft kämpfte sich trotz des misslungenen Starts ins Turnier und erntete am Ende den verdienten Lohn. Die gesamte Mannschaft steigerte sich im Turnierverlauf und zeigte speziell gegen Schwerin, Berlin und Leipzig was in ihr steckt. Die Neuzugänge bewiesen im Turnierverlauf, dass sie mehr und mehr in die Mannschaften wachsen. Vor allem Martin Petersen zeigte, dass ihm die vielen Spielminuten auf der Spielmacherposition mehr und mehr Sicherheit brachten. Auch der für Freiberg noch in der Jugendbundesliga aktive A-Jugendliche Tom Hartmann gewann auf der Spielmacherposition im Verlauf des Turniers an Selbstvertrauen. Ebenso meisterten Jörg Reimann am Kreis, Dennis Knudsen im rechten Aufbau und Tim-Philip Jurgeleit auf Linksaußen, alle drei spielten nahezu immer durch, ihre Aufgaben mit konstant starker Leistung. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten wusste auch Rechtsaußen Denny Mertig zu gefallen. Gleiches gilt für den angeschlagenen Alexander Matschos und den auf der rechten Seite flexibel einsetzbaren Philipp Grießbach.

Das Turnier gewann am Ende wie erwartet der Zweiligist aus Leipzig. Zweiter wurde der Gastgeber aus Oranienburg, welcher sich sehr kampf- und spielstark präsentierte.

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