SAIONAUSBLICK - HC STARTET IN DIE 3. LIGA

HC repräsentiert den Dresdner Handballstandort in der 3. Liga

Die Dresdner präsentieren auch in der 2. Saison in der 3. Liga Ost überregional den Dresdner Handballstandort. In der letzten Saison gehörte man zu den Top Vereinen im sächsischen Männerhandball. Für den Verein HC Elbflorenz 2006 eine absolute Ehre und Ansporn zugleich. Dabei ist der Handballstandort Dresden kein leicht zu bestellendes Feld angesichts der immer größer werdenden Sportkonkurrenz. Zudem gibt es kaum wegzudiskutierende strukturelle Probleme, welche nur in einem größeren Zusammenhang gelöst werden können. Das fängt bei adäquaten Spielstätten an und hört bei der Jugendarbeit nicht auf. Der Verein versucht in vielen Bereichen unentwegt an sich zu arbeiten. Eine Quadratur des Kreises können aber die Dresdner nicht vollbringen.
 
Im Blick auf das erste Spiel der Saison 2013/2014 fühlt es sich etwas an wie im Vorjahr, denn mit der MSG Groß-Bieberau/Modau stellt sich gleich ein heißer Medaillenkandidat in Dresden vor. Im letzten Jahr trafen die Dresdner in der ersten Heimpartie auf die damals hochgehandelte Mannschaft aus Baunatal und setzten mit einem Unentschieden als Aufsteiger ein erstes Ausrufezeichen. Das Spiel gegen den letztjährigen Fünften der 3. Liga Süd Groß-Bieberau ist also wieder ein Spiel, in dem es die Chance für eine Überraschung gibt. (Die ausführliche Vorstellung des ersten Gegners der Dresdner findet sich traditionell im Hallenheft „Beutezug“)
 
Wie immer ist eine Saisonvorschau ein Mix aus Erwartungen, Zielen und einem Blick in die Glaskugel. Gerade in der Einschätzung der zu einem Drittel neu zusammengesetzte 3. Liga Ost äußern sich nicht wenige Vereine sehr zurückhaltend. Die Liga ist schwer einzuschätzen, wir wagen trotzdem einen Ausblick.
 
Eines ist klar, der HC will in diesem Jahr nicht „nur“ um den Klassenerhalt spielen. Der Weg vom Neuling der vergangenen Saison zum sicheren Mittelfeldplatz in der bevorstehenden Spielzeit ist angesichts der homogenen Liga sicher kein leichter Schritt. Die Dresdner nehmen diesen nächsten Entwicklungsschritt jedoch fest ins Visier und wollen sich damit in der 3. Liga etablieren. Des Weiteren wollen die HCLer, wenn möglich ohne Verletzungen durch die Saison kommen. In der Vorbereitung klappte das schon einmal nicht. Sicher ein Faktor warum es in der Vorbereitung noch etwas hakte. Zuletzt ging es aber wieder Stück für Stück bergauf. Ob und in wie weit alle Leistungsträger beim Saisonauftakt an Bord sind bleibt dennoch abzuwarten. Dabei wartet auf die Dresdner eine Liga, welche in der Breite wohl besser besetzt ist als in der Vorsaison. Das „Jeder kann jeden schlagen“- Prinzip könnte noch mehr greifen als in der Premierensaison.
 
Ein Blick auf den Spielplan zeigt, die Hinrunde der Dresdner hat es in sich und das beweist gleich der Start. Obwohl es keinen eindeutigen Staffelfavoriten gibt und sich sicher auch keiner meldet, hat der HC mit den Partien gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau, dem Derby in Pirna, zuhause gegen Dessau und auswärts im hessischen Kirchzell gleich mal vier Gradmesser vor der Brust. Danach folgt der fünfte Gradmesser mit dem Heimspiel gegen Baunatal. Die Baunataler sind neben Dessau, Leipzig und Groß-Bieberau die Mannschaft, die im Blick auf die Medaillenplätze mit Sicherheit ein Wörtchen mitreden wird. Aber auch Bernburg und die immer schwer einschätzbaren Magdeburger Youngsters (mit Bundesligaunterstützung ja oder nein) können Kandidaten für die Top 5 sein. Daneben gibt es vielleicht auch noch das eine oder andere Überraschungsteam was oben mit anklopft.
 
Durch einige getauschte Spiele hat der HC insgesamt einen etwas kuriosen Spielplan. So sind 7 der letzten 10 Spiele Heimspiele. Das sieht man in Dresden absolut positiv, denn zuhause will die Mannschaft um den derzeit verletzten Kapitän Mario Scholz immer noch eine Schippe drauflegen. So wäre ein toller Endspurt wie in der Vorsaison wieder möglich.
 
Das Ziel Klassenerhalt haben sicherlich Mannschaften wie die Aufsteiger MTV Vorsfelde, HSV Bad Blankenburg oder die SG Wallau, aber auch die finanziell ins Trudeln geratenen HC Aschersleben und TG Münden könnten zunächst den Nichtabstieg im Blick haben. Vielleicht reicht es bei den beiden letzteren aber auch für das Mittelfeld? Wie schwer es in diesem Jahr werden könnte zeigt das Beispiel des HSV Bad Blankenburg. Der HSV stieg ungeschlagen aus der Mitteldeutschen Oberliga auf und hat sich zudem noch verstärkt. Die Dresdner kennen die Thüringer ganz gut und gehen davon aus, dass sie absolut das Zeug haben die Liga zu halten. Gleiches gilt für die spielstarke SG Wallau, welche bspw. den Erstligisten aus Eisenach aus dem DHB-Pokal kegelte. Auch dem TV 1878 Groß Umstadt ist nach der tollen Aufholjagd im letzten Drittel der Saison in der 3. Liga Süd ein Mittelfeldplatz zuzutrauen. Gleiches gilt für die HSG Nieder Roden und den TV Kirchzell. Alle drei Teams stießen aus Hessen zur 3. Liga Ost und spielten in der vergangenen Spielzeit in der 3. Liga Süd, wobei bspw. Nieder Roden auf einem guten 7. Platz und Kirchzell auf einem respektablen 8. Platz einkam.
 
Neben dem Blick auf Gegner und Chancen der Dresdner ist ein Faktor natürlich ganz entscheidend. Es sind die Dresdner Fans. Die ließen sich in eigenen Gefilden wie auswärts so einiges einfallen um ihre Tiger zu unterstützen. Die Mannschaft hofft auf ähnliches in dieser Saison. Wie im Vorjahr packen wir die gesteckten Ziele nur gemeinsam. Gleiches gilt für die zahlreichen Helfer, Freunde und Sponsoren, welche schon in der Saisonvorbereitung wieder viel für die Dresdner möglich gemacht haben. Gehen wir es also GEMEINSAM an!

 

Zurück