8. Spieltag: HC Elbflorenz vers. SC Magdeburg Youngsters 25:23 (14:12)

Tabellenführer und Statistik können Dresdner nicht aufhalten

 

Wir nehmen das Statistikblatt, was Bezug zu unserem Handball hat

Wir schauen drauf und stellen fest, dass sich so nicht gewinnen lässt

Doch am Ende finden wir heraus, 25:23 ging es aus

Zu unseren Gunsten wohl gemerkt, denn Statistik ist ein Zauberwerk

 

HC Elbflorenz 2006 | Vladan Kovanovic (45) HC Elbflorenz 2006 | Lars Lumpe (21) HC Elbflorenz 2006 | Tim-Philip Jurgeleit (5)

 

Das kleine „Gedicht“ verrät dem Leser: ein Blick auf das Dresdner Statistikblatt nach der Partie zeigt Werte, mit denen man nicht oft Spiele gewinnt. Ähnliches zeigte sich auch beim Blick auf die Statistik des Gegners. In der Kategorie geworfene Tore hatten die Dresdner allerdings knapp die Nase vorn und das war entscheidend.

Die Dresdner kamen gut in die Partie. Es war knapp eine halbe Minute vergangen da traf der beste HC-Spieler an diesem Tag Vladan Kovanovic von Linksaußen zum 1:0. Auch das zweite Tor im Spiel setzten die Dresdner. Lars Lumpe war vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. Trotz dreier Paraden in den Anfangsminuten von Marcel Balster im Dresdner Tor konnten die Dresdner den Anfangsschwung nicht in die nächsten Spielminuten mitnehmen. Die Magdeburger stellten mit ihrer bekannt starken 6:0 Abwehr die Hausherren zunehmend vor Probleme.  Außerdem hatte die Bundesligareserve mit  Felix Hendrich einen enorm starken Rückhalt im Tor. Auch darum kamen die Dresdner in der 9. Minute in Unterzahl das erste Mal ins Hintertreffen (3:4). In der Folge entwickelte sich ein Spiel, was von einigen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. In der 15. Minute gelang es den Youngsters erstmalig mit zwei Toren in Führung zu gehen (5:7). Dennis Knudsen und Vladan Kovanovic glichen allerdings innerhalb der nächsten drei Minuten zum 7:7 aus. Auch ein Verdienst der Dresdner Abwehr, welche in Verbindung mit Marcel Balster im Tor in dieser Phase die wenig kreative Angriffsleitung ausglich. Mit einem Schlagwurftor zum 8:8 in der 20. Minute durch Alexander Matschos gaben die Dresdner das Signal für einen Zwischensport. Beim 13:9 per Konter durch Vladan Kovanovic und noch 1:40 zu spielen hatte die Pysall-Sieben zudem noch in Überzahl alle Trümpfe in der Hand. Fast schon symptomatisch für diese Saison hatte man die Trümpfe bis zum Pausenpfiff fast schon alle wieder aus der Hand gegeben. Ein an diesem Tag ungenügendes Überzahlspiel und schnelle Tor der Magdeburger ergaben für die Gäste noch drei Tore innerhalb von 90 Sekunden. Die Dresdner konnten durch Tim-Philip Jurgeleit zwischendurch einmal einnetzten. So stand es beim Halbzeitpfiff 14:12 für die Hausherren.

Die Dresdner kamen mit einer neuen Deckungsvariante aus der Kabine. Die offensive 4:2 Deckung der Hausherren provozierte einen Fehler des Gegners und brachte das schnelle Tor zum 15:12. Bis zur 44. Minute bekamen die Dresdner das Spiel zunehmend unter Kontrolle. Als Martin Kaiser zum 21:17 einwarf schien das Spiel in die richtige Richtung zu laufen. Eines hatte sich bis dahin trotz der Führung nicht geändert: Es wurde vor allem viel gearbeitet und gekämpft. Auch weil der Dresdner Rückraum an diesem Tag durchgehend unter seinen Möglichkeiten blieb. Das Team-Time-Out der Magdeburger Younsters nach dem 21:17 verfehlte seine Wirkung nicht. Vier Tore in Folge bis zur 50. Minute und die bis dahin immer noch ungeschlagenen Magdeburger waren beim 21:21 wieder im Spiel. Die Dresdner scheiterten in dieser Phase gleich mehrfach an sich selbst oder am guten Magdeburger Keeper. Dennis Knudsen stoppte mit seinem Tor zum 22:21 das Momentum für die Younsters. Diese zogen jedoch durch Bruno Zimmermann zum 22:22 nach. Beide Mannschaften taten sich jetzt schwer das Spiel zu entscheiden. Die Tore fielen für Handballverhältnisse in großen Abständen, was die Spannung noch zusätzlich steigerte. Mit Toren von Tim-Philip Jurgeleit und Alexander Matschos brachten sich die Dresdner bis zur 57. Minute in eine gute Ausgangsposition. Die Magdeburger blieben jedoch dran und erzielten zwei Minuten vor Ultimo den Anschluss (24:23). Das die Dresdner in diese Position kamen hatten sie auch ihrem Torhüter Marcel Balster zu verdanken, er konnte in den letzten drei Minuten noch drei Paraden zum Sieg beitragen. Die abschließende Spielminute war sehr spannend. Die Dresdner waren in Ballbesitz, fanden jedoch die Lücke nicht. So nahm Peter Pysall 30 Sekunden vor dem Ende bei angezeigtem Zeitspiel eine Auszeit. Anschließend kommt Alexander Matschos zu Wurf. Der Ball wird abgewehrt. Danach etwas Verwirrung, jedoch reagieren die Dresdner schneller. Tim-Philip Jurgeleit hechtet sich nach dem Ball und schafft es nur noch den Ball in Richtung Tor zu schlagen. Der Magdeburger Keeper kann nur ins Seitenaus abwehren. Die Dresdner haben Einwurf und bringen nach wenigen Pässen Tim-Philip Jurgeleit in Position. Dieser trifft nahezu mit der Schlusssirene zum erlösenden 25:23. Der Rest ist Jubel! 

Fazit: Ein Spiel für Feinschmecker war es nicht. Die jungen Magdeburger machten es den Hausherren über 60 Minuten schwer. Die HCler erfüllten am Ende mit dem Sieg ihren eigenen Anspruch und zwar den auf einen Heimsieg. Dabei kann man den Sachsen eine starke kämpferische Leistung bestätigen und den Fans vor allem in der Endphase des Spieles eine grandiose zum Sieg beitragende Unterstützung!

Tore: Jurgeleit 5/1, Rudow, Scholz, Hansen, Mertig, Petersen, Lumpe 3/2, Kaiser 1, Matschos 5, Kovanovic 9, Dennis 3, Balster/Meinl (beide Tor)

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