6. Spieltag: HC Elbflorenz vers. SV Anhalt Bernburg 34:27 (15:15)

Klarer Sieg! – Dresdner überzeugen in eigener Halle

Die Dresdner Spieler erhörten ihre Fans und gewannen aufgrund einer starken 2. HZ ganz „langweilig“ im Sinne von deutlich in eigener Halle.

In der Nachbetrachtung konnten sich die Dresdner Anhänger schon früh in Halbzeit 2 „zurücklehnen“ und einige tolle Aktionen der Dresdner genießen. Dabei hatte sich die personelle Situation in der Woche vor dem Spiel weiter zugespitzt, wie jeder an der dünn besetzten Bank der Dresdner sehen konnte. Gleich auf vier Leistungsträger mussten die Männer aus der sächsischen Landeshauptstadt verzichten. Was die Mannschaft daraus machte, war an diesem Tag Extraklasse.

Die in der bisherigen Saison auch nicht gerade glänzend aufgelegten Bernburger kamen zunächst etwas besser ins Spiel und gingen mit 0:1 in Führung. Nach einem erfolglosen Angriff der Dresdner legten die Gäste dann das 0:2 nach. Der HC hatte in den Anfangsminuten Probleme ins Spiel zu kommen und fand gegen die offensive Deckung der Pöhler-Sieben nicht die richtigen Mittel. Das sollte sich aber schon sehr zeitnah ändern, was den Gästetrainer in der 10. Minute dazu veranlasste wieder 6:0 zu decken. Bis zur 18. Minute drehte sich das Spiel mehr und mehr zu Gunsten der Hausherren. Dem 10:6 per Siebenmeter durch Alexander Matschos, waren bei den Dresdnern mehrere gute Aktionen vorausgegangen. Exemplarisch das 4:4 durch Rasmus Hansen, Kreisläufer des HC Elbflorenz 2006Kreisspieler Rasmus Hansen, welcher sich einfach mal aus dem Aufbau probierte und damit die Bernburger Abwehr komplett überraschte. Die Dresdner waren im Spiel und machten aus einem 5:6 in der 13. Minute das besagte 10:6 in der 18 Minute. Garant dafür war eine erneut gute Abwehr, welche die gegnerischen Schützen zunehmend vor Probleme stellte. In der 23. Minute führten die Hausherren 12:9 und eine Zeitstrafe gegen Dennis Knudsen reichte, um die Dresdner gut 4 Minuten komplett aus dem Konzept zu bringen. Die Bernburger nutzen dies aus und drehten das Spiel mit 6 Toren in Folge auf 12:15. Leichte Fehler, Unkonzentriertheit in der Abwehr und ein verworfener Siebenmeter machten es in dieser Phase den Gästen leicht. Noch vor der Pause kamen die Dresdner allerdings wieder zurück. Ein Tor von Dennis Knudsen und ein in dieser Phase das Dresdner Spiel belebender Lars Lumpe (zweimal vom Siebenmeterpunkt), stellten quasi mit dem Pausenpfiff das 15:15 her. Die Dresdner gingen so mit etwas Aufwind in die Kabine und hatten die erste Klippe des Spieles gemeistert. Was man zu dieser Zeit nicht wusste: Eine weitere Klippe sollte nicht mehr folgen.

Die 2. HZ begann mit einem Tor durch den erneut gut aufgelegten Alexander Matschos. Nach einer Parade des HC Keepers erhöhte Rasmus Hansen im Gegenzug auf 17:15 für die Hausherren. Die Gäste trafen dann noch einmal durch Frank Grohmann zum 17:16, verloren aber in der Folgezeit mehr und mehr den Anschluss. Beim 22:17 in der 39. Minute führten die HCler erstmals in der Partie mit 5 Toren. Bis zum Abpfiff betrug der Abstand der Bernburger ab der 38. Minute immer Minimum 4 Tore. Neben der gut agierenden Abwehr wusste sich zudem Marcel Balster im Tor des HC zu steigern. Er steuerte im 2. Spielabschnitt 9 Paraden zum Sieg bei. Daneben war es vor allem die Aufbaureihe Matschos, Petersen und Dennis Knudsen, Halb-Rechter des HC Elbflorenz 2006Knudsen, welche in Verbindung mit Rasmus Hansen am Kreis eine starke Partie für die Dresdner zeigten. Da halfen auch alle Wechsel im Bernburger Tor nichts. Die nach dem Spiel vom Bernburger Trainer Pöhler etwas gescholtenen SV-Torleute mussten allerdings auch zusehen wie sich die eigene Abwehr mehr und mehr in „Wohlgefallen“ auflöste. Die letzten 10 Minuten des Spieles leitet Mannschaftskapitän und Geburtstagskind Mario Scholz mit einem sehenswerten Pass zu Rechtsaußen Denny Mertig und einem selbst erzielten Tor ein. Der in der Abwehr erneut bärenstark agierende Dresdner Kapitän gab damit das Signal an die Mannschaft, keine Abschiedsgeschenke an die Bernburger zu verteilen. Die Dresdner ließen so auch nicht nach und führten in der 58. Minute durch ein Tor von Rasmus Hansen erstmals mit 8 Toren. Da war das Spiel natürlich schon lange gelaufen und das letztendliche Endergebnis von 34:27 in der Höhe auch vollkommen verdient für die Hausherren.

Fazit: Man wird einfach nicht schlau aus diesen Dresdnern. Eine top Halbzeit in der Vorwoche gegen den Tabellenführer, dann eine 2. HZ zum vergessen und nun der deutliche Heimsieg gegen den SV Anhalt Bernburg. Die Dresdner trotzen Verletzungs- und Krankheitspech und fahren einen ganz wichtigen Heimsieg ein. Die nächsten Wochen werden mit vier Auswärtsspielen und einem Heimspiel sehr anspruchsvoll. So hoffen die Dresdner in den nächsten zwei Wochen auf die Rückkehr einiger Leistungsträger und natürlich auf ..., ja genau: Konstanz.

Tore: Rudow, Scholz 2, Hansen 6, Mertig 2, Petersen 3, Lumpe 4/2, Grießbach, Matschos 9/2, Kovanovic, Knudsen 8, Balster (Tor)

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