4. Spieltag: TV Kirchzell vers. HC Elbflorenz (Vorschau)

Zwischen Selbstvertrauen und Sorgenfalten - HC reist nach Kirchzell

TV Kirchzell LogoWenn der HC Elbflorenz am Wochenende auf den TV Kirchzell trifft, ist das ein sogenannter Erstkontakt. Beide Mannschaften haben noch nie gegeneinander gespielt. Die Bayern, die aufgrund ihrer geografischen Lage dem Hessischen Handballverband zugeordnet sind, wurden wie weitere Teams aus dieser Region in die Oststaffel eingegliedert. Im letzten Jahr erreichte die Mannschaft von Trainer Gottfried Kunz in der Südstaffel den 8. Platz mit 32:28 Zählern auf dem Punktekonto. Schon diese Platzierung zeigt, dass in den Unterfranken einiges an Qualität steckt. Im Blick auf die letzte Saison sieht man durchaus Parallelen zu den Sachsen. Topleistungen gegen Spitzenteams gaben sich bei den Unterfranken mit unerwarteten Niederlagen „die Klinke in die Hand“. So verlor man bspw. im Februar 2013 gegen die in der Tabelle weit abgeschlagene TSG Münster, um eine Woche später beim Tabellenführer in Friedberg einen Punkt zu holen. Den Dresdnern sind solche Extreme nicht unbekannt. Wenn etwas konstant bei den Unterfranken ging, dann vor allem in eigener Halle. 23 der 32 Punkte erspielte man in der heimischen Parzival-Sporthalle. Nicht wenige Spiele davon gewann das Team deutlich. Für die Partie hat sich das Team um Spielmacher und Taktgeber Andreas Kunz einen Sieg und eine klare Leistungssteigerung vorgenommen. Neben Kunz ist vor allem Kreisspieler Marius Fuchs ein wichtiger Baustein des Kirchzeller Spieles. In dieser Saison hat die Mannschaft bis jetzt eine knappe Niederlage beim Lokal-Derby in Wallau und einen Sieg gegen Münden zu verbuchen. Dabei könnte die Mannschaft im Heimspiel gegen Münden noch nicht überzeugen. Ähnlich wie die Dresdner sucht der TV noch etwas seinen Rhythmus. Mit dem Unterschied, dass die Dresdner mit dem Sieg gegen Dessau einen ersten positiven Fingerzeig verzeichnen konnten. Die Unterfranken hatten ihrerseits am letzten Wochenende spielfrei und konnten sich so komplette 2 Wochen auf die Dresdner vorbereiten. Für das Spiel einen Favoriten auszumachen ist derzeit nicht möglich. Vorauszusehen ist allerdings, der TV wird den Dresdnern alles abverlangen.

Die Dresdner selbst haben zuletzt einen Schritt nach vorn gemacht. Vor allem das Sorgenkind der Vorbereitung, die Abwehr, funktionierte zuletzt immer besser. In den letzten fünf Halbzeiten kassierte man 13, 12, 12, 11 und 10 Gegentreffer. Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Verständnis zwischen Torhütern und Abwehr sich von Wettkampf zu Wettkampf verbessert. Gleiches wollen die Dresdner natürlich auch wieder in Kirchzell umsetzen. Auch die 29 Tore gegen sonst so abwehrstarke Dessauer sollten zusätzliches Selbstvertrauen geben. Eigentlich war man also auf einem guten Weg, bis es in die Trainingswoche ging und der Verletzten- und Krankstand wieder zunahm. In diesem Bereich gibt es bei den Dresdnern also Konstanz auf die man gerne verzichten würde. Bange machen gilt jedoch nicht und so werden die Dresdner in Kirchzell alles daran setzten zählbares mit nach Sachsen zu bringen.

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