3. Spieltag: HC Elbflorenz vers. Dessau-Roßlauer HV 29:21 (14:11)

Vom „Zitterhändchen“ zu „Wie aus einem Guss“ in 7 Tagen

HC Elbflorenz 2006 siegt 3. Liga Handball Spiel gegen Dessau-Roßlauer HVEine Woche lag beim HC zwischen „Zitterhandhandball“ in der letzten Minute in Pirna und einer über mehr als 50 Minuten souveränen Leistung gegen den Gegner aus Dessau. So, ist der Knoten jetzt geplatzt? Es ist weiterhin zu früh das mit Sicherheit zu sagen, denn die Saison ist noch jung. Was man jedoch sagen kann, dies war im Rückblick eine der stabilsten Leistungen welche die Dresdner seit Zugehörigkeit zur 3. Liga in eigner Halle auf die Platte gebracht haben. Daneben kann man für gleich mehrere Spielsituationen aus Dresdner Sicht das Wort spektakulär bemühen.

Die Dresdner begannen sehr gut, die ersten sechs Würfe landeten allesamt im Tor. Alexander Matschos eröffnete mit einem Treffer für den HC, die Dessauer zogen mit einem Treffer von Spielmacher Marco Hüls nach. In der 4. Minute stand ein 2:2 an der Anzeigetafel. Mit einem Treffer von HC-Spielmacher Matthias Rudow, einer Parade von HC-Keeper Timo Meinl und einem anschließend von Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit in der Luft gefangenen und sofort verwerten Konterpass, stand es wenig später 4:2. In der Folge schenkten sich die Mannschaften nichts. Der Dessauer Torschütze vom Dienst Robert Lux stellte in der 9. Minute das 6:6 her. Es sollte der letzte Ausgleich im Spiel sein. Im Gegenangriff konnte Alexander Matschos bei angezeigtem Zeitspiel den Ball unnachahmlich zum 7:6 in das Dessauer Netz wuchten. Gleiches tat er noch einmal beim Treffer zum 9:7 in der 17. Minute. Robert Lux ließ sich jedoch im darauffolgenden Angriff im Duell der Rückraumkanoniere nicht lumpen und stellte den 9:8 Anschluss her. Drei Paraden von Timo Meinl, diverse geblockte Würfe sowie eine starke Dresdner Deckung, ermöglichten den Dresdnern nun indes 5 Tore in Folge. Dabei überwand Rechtsaußen Martin Kaiser den Dessauer Schlussmann Christian Hoffmann per Konter zum 10:8. Gleich im Angriff danach tat es ihm der wiedergenesene HC-Kapitän Mario Scholz gleich. Die Tore 12 und 13 besorgten Spielmacher Rudow und erneut der gut aufgelegte Matschos. Danach folgte eine kleine Schwächephase der Dresdner, welche der Gast nutze um auf 13:11 zu verkürzen. Dennis Knudsen setzte mit einem schönen Schlagwurf dann wieder ein Zeichen aus Dresdner Sicht. Mit diesem 14:11 ging es dann in die Kabine. Die Dresdner hatten vieles richtig gemacht.

Den ersten Treffer in der 2. HZ setzte erneut der Dessauer Halblinke Robert Lux. Trotz seiner 6 Tore an diesem Tag, hatten die Dresdner den Goalgetter der Bauhausstädter gut im Griff. Beweis dafür: für seine 6 Tore brauchte er 12 Versuche. Das Heimteam ließ, wieder toll unterstützt von den Rängen, nicht locker und hatte in der 39. Minute durch Spielmacher Matthias Rudow erstmalig ein 6-Tore-Vorsprung auf die Hallenanzeige gebracht (19:13). Die Deckung stand sehr gut und hatte mit Kapitän Mario Scholz einen wichtigen Faktor im HC-Spiel zurück. Er feierte ein sehr gutes Comeback als Abwehrchef und setzte zudem noch vorn wichtige Akzente. Wenn es mal brenzlig wurde gab es dann auch noch einen erneut starken Timo Meinl im HC Tor, der bspw. dem gegnerischen Kreisspieler Sebastian Donath in der 42. Minute einen freien Wurf vom Kreis abkaufte. Und wenn es vorn mal klemmte machte eben Jörg Reimann am Kreis aus keinem Raum und 10 Zentimetern Passhöhe doch noch einen Treffer. Der spektakulärste Wurf gelang an diesem Tag jedoch dem Dresdner Martin Petersen. Bei angezeigtem Zeitspiel in der 45. Minute blieb keine Zeit mehr für einen Pass und so löste der dänische Neuzugang das Problem mit einem wunderschönen seitlichen Schlagwurf aus ca. 12 bis 13 Metern Entfernung. Als der Ball im linken oberen Eck des Dessauer Kastens einschlug, ging ein Raunen durch die Halle. Eine Stärke der Dresdner an diesem Tag war außerdem die Ausgeglichenheit. Alle eingewechselten Spieler hielten das Niveau der Vorgänger. Auffällig außerdem der sich Schritt für Schritt verbessernde Rasmus Hansen am Kreis, welcher sich in der Abwehrmitte sehr gut mit Alexander Matschos und Mario Scholz ergänzte. Als Martin Petersen in der 52. Minute das 23:16 für die Landeshauptstädter erzielte, war der Drops wohl endgültig gelutscht. Der Rest ist schnell erzählt, die Dresdner trafen noch 6mal und der Gast 5mal und so stand es am Ende klar 29:21 aus Sicht des Gastgebers.

Fazit: Eine starke Deckung mit einem guten Timo Meinl dahinter sowie den Mut wieder mit mehr Tempo die sogenannten leichten Tore zu erzielen, brachte den Hausherren einen souveränen ersten Saisonsieg. Dabei war der Gegner mit 4:0 Punkten im Rücken und wirklicher Qualität im Kader auch nicht gerade auf der „Wurstsuppe“ nach Dresden „geschwommen“. Der Dessauer Trainer Liesegang schätze die Dresdner an diesem Tag „anderthalb bis zwei Klassen besser“ als sein Team ein. Für dieses Spiel nehmen die Dresdner diese Einschätzung gerne an. Insgesamt müssen die HCler aber noch hart an sich arbeiten, um so eine Leistung für mehrere Spiele zu konservieren. Damit besitzen die Dresdner nun nach drei Spielen einen ausgeglichenes Punktekonto (3:3).

Tore: Jurgeleit 6/2, Rudow 5, Scholz 1, Hansen, Petersen 4, Reimann 3, Lumpe, Grießbach, Kaiser 1, Matschos 8, Knudsen 1, Tor: Meinl/Balster

Zurück