Doppeltes Derby! – Dresden reist nach Pirna

Dresden reist am Samstag nach Pirna und spielt doch irgendwie gegen Dresden. Schon am 2. Spieltag geht es gegen den HSV Lok Pirna Dresden. Der Name verrät dem Handballkenner der Region des Rätsels Lösung. Der Fünftligist HSV Dresden und der Drittligist aus Pirna gehen in Zukunft gemeinsam an den Start. In diesem Sinne ist also ein doppeltes Derby. Wobei der HSV im Bezug auf die 3. Liga zurzeit noch nichts in puncto spielerische „Handballermasse“ beiträgt. Sein Bereich ist eher die Jugendarbeit und die Anschlusskader. Ziel der neuen Handballehe in der 3. Liga ist es so schnell als möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dafür konnte die Mannschaft von Trainer Petr Hazl am 1. Spieltag nichts erreichen. Die Pirna-Dresdner verloren beim TV Groß-Umstadt deutlich mit 33:27. Die Hessen waren im letzten Jahr in der 3. Liga Süd nur knapp dem Abstieg entgangen.

Der Kader der neuen Synthese aus Dresden und Pirna ähnelt in den entscheidenden Bereichen dem des Vorjahres, nur mit dem Unterschied das auf Spieler wie Dusan Milicevic, Jiri Boucek und Mario Percin wahrscheinlich noch mehr Verantwortung zukommt als sie so oder so schon tragen. Grund ist der Abgang von Leistungsträgern wie Sven Gratwohl, Nils Jürschke, Gaspar Martinc oder Robert Weiß. Wie wichtig bspw. Linksaußen Dusan Milicevic ist, zeigten seine 10 Tore am 1. Spieltag. Gekommen sind für die Abgänge bspw. junge Spieler wie die ehemaligen Berliner Jungfüchse Morten Michelsen (Tor) und Philipp Große (Rechtsaußen), aber auch ein etwas erfahrenerer Spieler wie der Halbrechte „Ex-Pirnaer--Ex-HCLer--nun-Pirna-Dresdner“ Christian Möbius. Ob diese Neuzugänge die Abgänge aufwiegen können kann man sicher erst nach der 1. Halbserie bewerten. In jedem Fall ist der Kader von Trainer Petr Hazl eng gestrickt. In eigener Halle waren die Pirnaer in der abgelaufenen Saison fast immer eine Heimmacht. Viele Heimpunkte waren die Basis für den letztjährigen Klassenerhalt. Dies und der Derbycharakter machen das Spiel natürlich zu etwas Besonderem. Zusätzlich ist der HSV-Lok sicher motiviert, kamen die Mannen von Trainer Petr Hazl doch in der Vorsaison hinter dem damaligen Aufsteiger HC ins Drittligaziel. Wie schon in beiden Derbys im Vorjahr können sich die Zuschauer auf ein klasse Spektakel freuen, denn die emotionalen Höhepunkte waren auch in der Saison 2012/2013 auf den Rängen die Derbys.

Die Dresdner selbst verloren wie der Gegner vom Sonnenstein ihr 1. Spiel. Mit dem Unterschied, dass der Gegner handballerisch wohl etwas schwergewichtiger war. Für die Dresdner war der Vergleich mit einem Topteam wie Groß-Bieberau sehr aufschlussreich. Trotz oder vielleicht gerade wegen der Niederlage. Vielleicht war es eines der letzten fehlenden Puzzelstücke auf dem Weg zum Erfolg. Im Endeffekt zählt jedes Spiel neu und Derbys haben sehr oft einen besonderen Charakter. Vom Außenseitergerede auf dem Sonnenstein lässt man sich so oder so keinen Sand in die Augen streuen. In Dresden geht man von einer kampfbetonten Partie aus. Positive Nachrichten gibt es von der Verletztenfront. Vor allem die gegen Groß-Bieberau noch angeschlagenen Spieler kommen immer besser in Schuss und können im Derby sicher noch ein paar Prozente drauflegen. Die Dresdner freuen sich auf dieses Derby und sind fest davon überzeugt, dass die Unterstützung von den Rängen ähnlich wie im Auswärtsspiel der letzten Saison deutlich spürbar sein wird. Die Mannschaft von Trainer Peter Pysall will in diesem Sinne mit der Unterstützung der Fans die Punkte aus Pirna entführen. 

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