18. Spieltag: HC Elbflorenz vers. TV Kirchzell 27:31 (14:11)

HC noch kein Team für die erweiterte Spitze – Niederlage gegen Kirchzell

Die Niederlage gegen den TV Kirchzell ist nicht bitter, aber für den einen oder anderen der den HC perspektivisch schon in den Top 5 sah sicherlich ernüchternd. Sie ist auch nicht bitter, weil man ganz nüchtern feststellen muss, dass der TV Kirchzell im 2. Spielabschnitt das bei weitem bessere Team war. Mit der Heimniederlage starten die Dresdner so mit einer Niederlage in den schweren Februar und verbauen sich eine bessere Ausgangsposition für die nächsten beiden schweren Spiele beim Tabellenersten und Tabellenzweiten.

Tiger halten einen Winterschlaf | HC Elbflorenz 2006Gut gefüllt war die Halle am Samstagabend und auch die HC-Fans gaben wieder alles. Daran hat es also nicht gelegen. Auch an der 1. HZ hat es am Ende nicht gelegen. Die Dresdner starteten im 1. Spielabschnitt gut. Vor allem die Deckung stand zunächst wie zuletzt gewohnt sicher. Auch wenn die Dresdner zu Beginn den etwas besseren Eindruck machten und Mitte der 1. HZ auch Unterzahlsituationen gewannen, schaffte man es zunächst nicht den TV Kirchzell abzuschütteln. Mit Dennis Knudsen hatten die Dresdner zudem den Mann der 1. HZ in ihren Reihen. Er traf 5mal in diesem Spielabschnitt. Jedoch schon in dieser 1. HZ deutet sich an, dass die Hausherren wie schon im Hinspiel Probleme mit dem starken TV-Kreisspiel hatten. Was die Gäste immer wieder zu nutzen wussten. Vor allem im Kleingruppenspiel war der TV an diesem Tag einfach besser. Ab dem 8:8 in der 20. Minute konnte sich der HC Stück für Stück absetzen ohne völlige Dominanz auszustrahlen. Über die Stationen 10:9, 12:9 und 14:10 ging dann mit 14:11 zum Pausentee. Zuvor hatte man in letzter Sekunde die 15:11 Führung verpasst. Wer aufgrund der 14 Tore in Halbzeit 1 dachte der HC könnte seinen zuletzt eher bescheidenen Angriffsschnitt etwas nach oben schrauben sah sich im Weiteren getäuscht.

Vielleicht war der eine oder andere HC-AkteurJörg Jochen Reimann | HC Elbflorenz 2006 geblendet von der 14:11 Führung zur Halbzeitpause. Zumal der TV aus dem Feld lediglich 8 Tore gemacht hatte. Der Dresdner Vorsprung war schneller aufgebraucht als den Hausherren lieb war. Schon beim 15:15 in der 35. Minute hatte man etwas das Gefühl, dass das HC-Team den Kopf verlor. Warum, muss man sicher intern auswerten, denn zu diesem Zeitpunkt war das Spiel ja noch völlig offen. Den Dresdnern gelang nicht mehr wirklich viel in der 2. HZ. Es erinnerte alles etwas an das Spiel gegen Tabellenführer Baunatal. Ob offensivere Deckung oder Wechsel auf den Positionen, die Dresdner Bemühungen gingen ins Leere. Einzig Jörg Reimann, welcher für den mit Tim-Philip Timphi Jurgeleit | HC Elbflorenz 2006Rot vom Parkett gestellten Rasmus Hansen in die Partie kam, konnte man eine starke Leistung in der 2. HZ bescheinigen. Er traf 5mal und holte zusätzlich noch zwei Strafwürfe raus. Das war aber auch die einzige HC-Waffe die in der 2. Spielhälfte wirklich stach. In der Abwehr bekam man vor allem die Halb spielenden Mario Stark und Philipp Baier nie in den Griff. Zusätzlich schaffte man es nicht den starken Kirchzeller Kreisspieler Marius Fuchs zu kontrollieren. Dabei spielte Kirchzell über 60 Minuten das Gleiche, war damit aber immer wieder erfolgreich. Der Knackpunkt des Spieles war schon frühzeitig gekommen, als nämlich der TV Kirchzell, bedingt durch viele leichte Fehler der Dresdner von 16:17 auf 16:21 davonzog. Davon erholten sich die Hausherren nicht mehr und konnten bspw. in der 45. Minute erst ihren dritten Treffer im 2. Spielabschnitt erzielen. In der Folge tat der TV das was er mit Beginn der 2. HZ angefangen hatte. Er traf nach belieben auch bei angezeigtem Zeitspiel. 19 Gegentore musste der HC im 2. Anschnitt hinnehmen. So spielten die Gäste das Spiel ohne größere Mühe nach Hause und gewannen auch in der Höhe verdient mit 4 Toren.

Fazit: Eine schlechte Halbzeit ist sicherlich nicht gleichMario Magic Scholz | HC Elbflorenz 2006 ein massiver Rückschritt. Jedoch hat die Lektion durch den Tabellendritten in der 2. HZ sicher ordentlich gesessen. Schneller, individuell besser und trotz des Rückstandes souveräner, war der Gegner an diesem Tag in der entscheidenden 2. HZ. Nüchtern betrachtet bleibt der HC damit ein Team was in seiner 2. Saison in der 3. Liga sicher im Mittelfeld steht. Nicht mehr und nicht weniger. Damit richtig umzugehen, ist das was ein wirklich gutes Team am Ende des Tages ausmacht.

Tore: Jurgeleit 5/2, Rudow 6, Scholz 2, Hansen, Reimann 5, Mertig, Petersen, Grießbach, Kaiser 1, Matschos 2, Kovanovic 1, Knudsen 5, Balster/Meinl (beide Tor)

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